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Das Herz eines Leiters
Dieses
Thema betrifft nicht nur Leiter, sondern alle Christen. Der Grund dafür
ist, da jeder Christ ist ein Leiter. Dies liegt daran, dass jeder
Christ von seiner Umwelt beobachtet wird und dadurch zu einem Vorbild
bzw. Leiter wird. Deshalb ist es wichtig, authentisch zu leben und echt
zu sein.
Die
Schüler eines Rabbis waren ständig um diesen herum. Sie bekamen sein
gesamtes Leben und sein Wesen mit. Der Rabbi war somit in allem, was er
tat, ein Vorbild für seine Schüler. Die Jünger Jesu waren ebenfalls
beständig um ihn herum. Sie bekamen seinen Lebensstil hautnah mit.
Was ist die Antriebskraft unseres Lebens?
Wir wissen,
- dass Jesus in unser Leben gekommen ist.
- dass er uns unsere Sünden vergeben hat.
- dass er uns frei gemacht hat.
Setzen
wir dieses Wissen in der Praxis um, oder lassen wir uns vom Feind
weiterhin knechten? Die Erfahrung der Vergebung ist sehr wichtig, da
Menschen an den Erlebnissen aus der Vergangenheit zugrunde gehen können.
Wir haben eine lebensverändernde Botschaft. In Phil. 2,16 können wir lesen:
"dadurch
dass ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm an dem Tage
Christi, sodass ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich
gearbeitet habe."
Paulus
hat diese Botschaft weitergegeben, die Philipper haben daran
festgehalten, so dass die Arbeit von Paulus Früchte getragen hat und
von ihm nicht umsonst geleistet wurde.
Paulus kann auch gar nicht anders, als das Wort Gottes weiterzugeben. Dafür zählt er drei Gründe auf:
- Er fühlt sich schuldig, dies zu tun.
- Es ist ihm wichtig, und er tut es im Rahmen seiner Möglichkeiten.
- Er schämt sich des Evangeliums nicht.
Dies können wir in Röm. 1,14-16 nachlesen:
"14 Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen;
15 darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen.
6
Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft
Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und
ebenso die Griechen."
Unsere
Verantwortung ist es, das Wort Gottes weiterzugeben. Die Aufgabe des
Heiligen Geistes ist es, den Menschen Offenbarung zu schenken, so dass
sie das Wort Gottes verstehen können.
Es
ist ein Vorrecht, ein Kind Gottes zu sein. In uns sollte der Wunsch
bestehen, dass auch andere das Wort Gottes hören und dieses Vorrecht
erleben können. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass wir uns
nicht schämen, das Evangelium weiterzugeben.
Abraham
ist ein Beispiel des Glaubens. Er hatte Gewissheit, dass er und Sarah
die Geburt ihres Sohnes trotz ihres Alters erleben würden. Röm. 4,19-21:
"19
Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib
sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf
den erstorbenen Leib der Sara.
20 Denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre
21 und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun."
Glaube
ist in erster Linie eine Willensentscheidung. Haben wir diese
Entscheidung getroffen, schenkt Gott den erforderlichen Glauben dazu.
Wir dürfen Glauben haben, dass Gott zu seinem Wort und seinen
Verheißungen steht.
In Hebr. 11 finden wir weitere Glaubenshelden. Dazu gehören bspw. Abel, Henoch, Noah. Sie hatten folgende Gemeinsamkeiten:
- Sie hatten eine Vision.
- Sie hatten Zuversicht.
- Sie hatten Hunger danach, die Realität ihres Glaubens zu erleben.
- Sie zeigten Entschlossenheit.
- Sie hatten Träume und hielten daran fest.
- Sie wussten zudem, dass jeder Preis es wert ist, an der Vision festzuhalten. (1. Kor. 9,24:
Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen
alle, aber einer empfängt
den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt.)
Wie
viel darf es uns kosten, das Wort Gottes weiter zu geben? Es gibt in
unserem Glaubensleben sicher auch Zeiten der Ruhe, aber wir stehen in
einem Kampf.
Wenn
du eine Wunderpille hättest, eine Tablette, die die Menschen heilt, was
würdest du damit tun? Würdest du die Wunderpille nicht weitergeben,
damit die Menschen gesund werden? Würdest du nicht die Verantwortung
übernehmen, dass diese Pille unter die Menschen kommt?
Jeder
muss sich selbst fragen, wie viel Herz und Leidenschaft er in das Reich
Gottes investiert. Es geht dabei nicht darum, dass wir auf den anderen
schauen, wie viel er tut, sondern dass wir Gott fragen: "Was willst du
von mir?"
Wir
müssen aufpassen, was in unserem Herzen ist. Was in unserem Herzen ist,
wird aus uns herauskommen. Alles, was wir sagen, wird andere
beeinflussen. Ist unser Reden negativ, wird sich das auf andere negativ
auswirken. Wir müssen darauf achten, ob wir mit unserem Reden Erbauer
und Ermutiger sind.
Betrachten wir Joh. 13, 3-5:
"3 Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging,
4 da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.
5
Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu
waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war."
Was tat Jesus in dieser Stelle? Er wusch seinen Jüngern die Füße. Dies konnte er tun, weil:
- Er wusste um seine Stellung vor Gott, wer er vor Gott war.
- Aufgrund dieses Wissens konnte er anderen dienen.
- Aufgrund dieses Wissens war er in der Lage, Demut zu zeigen.
Zu
wissen, wer ich vor Gott bin, tut gut. Aus diesem Wissen heraus kann
ich anderen dienen und Aufgaben übernehmen, die Demut brauchen. Bin ich
mir meiner Stellung vor Gott nicht bewusst, muss ich vor den Menschen
um meine Stellung kämpfen und bin dann nicht in der Lage, einen Dienst
zu übernehmen, um bspw. mein Ansehen nicht zu verlieren. Ein
Vorgesetzter, der sich seiner Stellung bewusst ist, muss sich um sein
Ansehen nicht sorgen, auch wenn er einmal Aufgaben übernimmt, die
seiner Stellung nicht entsprechen.
Wir
kommen von Gott und wir wollen zu ihm zurück. Durch ihn haben wir
alles, was wir benötigen, da wir seine Erben sind. Damit sind in erster
Linie die geistlichen Dinge gemeint. Wir brauchen uns in unserer
Identität von niemandem verunsichern lassen.
Wir
haben die Botschaft des Evangeliums. Unsere Verantwortung ist es, diese
auszustreuen, anderen damit zu dienen und ein Segen für andere zu sein.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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