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David ein Vorbild
1. Gott achtet nicht auf das äußere Erscheinungsbild eines Menschen
Isai hat eine im AT berühmte Vorfahrin. Er ist der Enkel von Rut.
Gleichzeitig ist er der Vater von David. David ist der Jüngste der 8
Söhne Isais. Als David Kind war, wurde Saul König. Aufgrund seines
Ungehorsams wich der Geist Gottes von ihm und Samuel wurde von Gott
nach Btlehem gesandt, um einen der Söhne Isais zum König zu salben.
Gott macht Samuel deutlich, dass er nicht auf das Aussehen und den
hohen Wuchs achten solle und sagt: Denn der Mensch sieht auf das, was
vor Augen ist, der Herr aber sieht auf das Herz (1. Sam. 16,7b).
Als David gesalbt wird, kommt der Geist Gottes über ihn (V. 13).
Wichtig ist, dass auch wir uns vom Geist Gottes leiten lassen und nicht nur auf das Äußere eines Menschen achten.
2. David kennt Gott und setzt sein Vertrauen auf ihn.
Saul kämpft mit seinen Soldaten gegen die Philister und sie stehen sich
bereits 40 Tage gegenüber. Bei den Philistern gibt es einen Riesen
namens Goliat, der morgens und abends über das Volk Israel spottet. Als
David, der von seinem Vater zu seinen Brüdern geschickt wird, um ihnen
essen zu bringen, dies mitbekommt und die Angst der Männer Israels
sieht, beschließt er, gegen Goliat zu kämpfen. Von Saul wird ihm eine
Waffenrüstung angeboten, aber die ist ihm viel zu schwer, deshalb legt
er sie wieder ab. David kennt Gott. Bei seiner Aufgabe, die Schafe
seines Vaters zu hüten, hat er im Kampf gegen Löwen und Bären die
Erfahrung gemacht, dass Gott ihm den Sieg über diese Tiere geschenkt
und ihn aus ihren Klauen errettet hat (1. Sam. 17, 35ff). David ist
sich sicher, dass Gott ihm den Sieg über Goliat schenkt. Aufgrund
seiner Erfahrung ist er sich sicher, dass Gott mit ihm ist. Er hat
völliges Vertrauen in Gott. Die Männer, die gegen die Philister kämpfen
sollen, sehen nur die Größe und Stärke ihrer Feinde und haben Furcht.
David aber vertraut Gott.
Der Sieg Davids demonstriert das übliche Vorgehen Gottes. Sach. 4,6:
Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist,
spricht der Herr, der Heerscharen. 1. Kor. 1,27: sondern das Törichte
der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache, und
das Schwache der Weit hat Gott auserwählt, damit er das Starke
zuschanden mache. David hat keine besonderen Waffen benötigt, um in den
Kampf gegen Goliat zu ziehen. Er hat ihm vertraute Dinge benutzt. Gott
gebrauchte David mit den Fähigkeiten, die ihm aufgrund seiner Jugend
zur Verfügung gestanden haben. David dachte nicht, ich ziehe erst in
den Kampf, wenn ich älter, stärker und reifer bin. Er absolviert nicht
zuerst einen Kurs über Kriegskunst und Waffenführung. Ihm reicht die
Gewissheit, Gott ist da und Gott wird ihm den Sieg schenken. Dies sagt
er auch zu Goliat: Die ganze Versammlung soll erkennen, dass der Herr
nicht durch Schwert oder Speer errettet. Denn des Herrn ist der Kampf,
und er wird euch in unsere Hand geben (1. Sam. 17,47).
Was tun wir, wenn Schwierigkeiten vor uns sind. Sehen wir auf die
Schwierigkeiten und Hindernisse und werden wir dann wie die Männer
Israels handlungsunfähig oder sehen wir wie David auf Gott? Gott
gebraucht uns in unseren Lebenssituationen wie David mit unserem
Erfahrungsschatz, auf den wir zurückgreifen dürfen, und mit unseren
Fähigkeiten, die wir haben. Ich will uns ermutigen, wie David auf
unsere Erfahrungen mit dem Herrn zurückzugreifen, wenn wir Problemen
gegenüberstehen, und wie David Vertrauen zu haben in die Größe Gottes.
Denn Gott gebraucht uns mit unseren Fähigkeiten so wie David und zwar
jetzt, so wie wir sind.
3. David weiß, wer mit ihm ist.
Drei der Brüder Davids sind unter den Soldaten. Eliab, der älteste, ist
zornig auf David, weil er die Soldaten befragt. Aber David lässt sich
dadurch nicht beirren und entmutigen und wendet sich von ihm ab (1.
Sam. 17,28).
Auch vom Spott Goliats lässt sich David nicht entmutigen (1. Sam. 17,42
ff). Er setzt Goliat entgegen: Ich aber komme zu dir mit dem Namen des
Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du
verhöhnt hast.
David geht mutig und entschlossen auf Goliat zu, weist ihn zurecht und
tötet ihn. Aus menschlicher Perspektive undenkbar. Aber David denkt
nicht in menschlichen Dimensionen, sondern hat Gottes Perspektive in
sich verinnerlicht.
Von welcher Perspektive lassen wir uns beeinflussen? Schauen wir auf
die menschliche oder geistliche Situation. Wir haben wie David die
Wahl. Ich frage euch: Wenn wir wissen, wer für uns ist, wer kann gegen
uns sein? Bibelstelle??
4. David ist barmherzig.
Gott schenkt David Erfolg (1. Sam. 18, 14: Und David hatte Erfolg auf
allen seinen Wegen und der Herr war mit ihm.) und Saul reagiert mit
Eifersucht darauf. Seine Eifersucht geht soweit, dass es zu zwei
Situationen kommt, in denen Saul seinen Speer auf David zielt, um ihn
zu durchbohren. Dies misslingt aber (Kap. 18 und 19). Dann lässt Saul
David zwei Mal gegen die Philister kämpfen, damit er von ihnen im Kampf
getötet wird (1. Sam. 18, 17+25). Aber Gott schenkt auch hier Erfolg
und der Name Davids wird sehr berühmt (1. Sam. 18,30). Zwei Mal
versucht Saul David zu ergreifen, um ihn zu töten, aber David kann
fliehen (1. Sam. 19,15 und 20,31).
Die Reaktion Davids auf die Mordversuche Sauls ist die, dass er nicht
gegen Saul kämpft. David weicht aus, versteckt sich und flieht.
David lehnt die Rache gegen Saul ab und vertraut Gott, ihn zur
richtigen Zeit zu erhöhen. Er hätte zwei Mal die Gelegenheit gehabt,
Saul töten zu können (1. Sam. 24,13 und Kap. 26), aber er verschont das
Leben Sauls.
Als er vom Tod Sauls erfährt, ist David voller Trauer. Er weint, klagt
und zerreißt seine Kleider (2. Sam. 1). Ich habe mich gefragt, warum
ist David traurig über den Tod seines Feindes? Er weiß, dass Saul ein
Gesalbter Gottes war. Er ist ihm nicht nur zu dessen Lebzeiten, sondern
auch in dessen Tod mit Respekt und Achtung begegnet. Dies kommt in
seinem Klagelied über ihn zum Ausdruck (2. Sam. 1,19-27).
Wie gehen wir mit Menschen um, die uns Übles antun wollen? Sind wir auf
Rache und Vergeltung aus? Vertrauen wir, dass Gott für unsere
Gerechtigkeit sorgt? David hat Gott vertraut. Er hat dem Plan Gottes
für sein Leben nicht vorgegriffen. Er hat auf den Zeitpunkt Gottes
gewartet.
5. David sucht vor seinem Handeln den Herrn.
David holt sich Rat bei Gott, bevor er in den Kampf zieht (1. Sam.
23,2/ 2. Sam. 5,18ff), und vertraut darauf, dass Gott zu seinem Wort
steht. David wird nicht enttäuscht.
David soll von seinen Männern gesteinigt werden, als deren Familien von
den Amalekitern weggeführt werden. Die Reaktion Davids ist, dass er
sich in dem Herrn, seinem Gott stärkt und ihn befragt, was er tun solle
(1. Sam. 30).
Nach dem Tod Sauls befragt David Gott, wohin er gehen soll. David
handelt nicht eigenmächtig und nach menschlichem Ermessen. Er will im
Willen Gottes bleiben.
Auch wir dürfen und sollen Gott suchen, bevor wir handeln. Gott wird auch uns seinen Weg für unser Leben zeigen.
6. David lässt sich korrigieren.
Es gibt eine Situation, in der David emotional sehr heftig reagiert und
in der Gefahr stand, eigenmächtig zu handeln. In 1. Sam 25 will er
Nabal töten, weil dieser ihm gegenüber ungerecht war. Nabals Frau
Abigajil verhindert diese Tat, indem sie ihm verdeutlicht, dass er in
Blutschuld gerät, wenn er Nabal tötet. Daraufhin lässt David von seinem
Vorhaben ab und er preist den Herrn, dass er ihn von dieser Blutschuld
abgehalten hat.
Interessant ist, dass Gott Nabal nach zehn Tagen schlug und dieser
daraufhin starb. David preist erneut den Herrn, weil dieser seine
Schmach an Nabal gerächt hat. David wirbt um Abigajil und sie wird
seine Frau.
Korrektur ist nicht angenehm, da uns dabei unser Fehlverhalten
aufgezeigt wird. David hat den Segen Gottes erfahren, als er sich
korrigieren ließ. Er nahm die Kritik an und veränderte die Einstellung
seines Herzens und sein Handeln.
Die Rolle Abigajils war sicher auch nicht einfach. Sie zeigte sich
David gegenüber demütig und sprach dennoch klare Worte der Kritik.
Ich wünsche uns, dass es uns gelingt, sowohl Kritik in Weisheit annehmen als auch in Weisheit abgeben zu können.
7. David hat Geduld.
David wurde als Kind zum König gesalbt. Aber er wird nicht sofort
König. Zuerst kommt er an den Königshof, um Saul zu dienen. Dann muss
er sogar fliehen und hält sich im Land seiner Feinde auf. Er versucht
nicht, aus eigener Kraft den Willen Gottes umzusetzen, sondern wartet
geduldig auf den Zeitpunkt Gottes. Erst mit 30 Jahren wird David König
über Juda in Hebron und herrscht dort 7 Jahre. Mit 37 Jahren wird er
König über ganz Israel und herrscht weitere 33 Jahre (2. Sam. 2 und 5).
Haben wir Geduld? Das kann ich von mir nicht immer behaupten. David ist
uns ein Vorbild darin, den Zeitpunkt Gottes für seinen Plan für unser
Leben abzuwarten.
8. David ist sich seiner Stellung vor Gott bewusst.
2. Sam. 5,12: David erkannte, dass ihn der Herr als König über Israel
eingesetzt und dass er sein Königtum um seines Volkes Israel willen
erhöht hat. Er wusste also, dass es nicht sein Verdienst und seine
Leistung war, die ihn diese Stellung gebracht hat. Diese Haltung hat
verhindert, dass David hochmütig wurde. In einem Sprichwort heißt es,
Hochmut kommt vor dem Fall. Hochmut hat mit Selbstüberschätzung der
eigenen Fähigkeiten zu tun. Dadurch kommt es zu Entscheidungen, die uns
nicht zum Besten dienen und das Kartenhaus unseres Lebens zum Einsturz
bringen.
Auch für unser Leben ist es wichtig, dass wir Gott die Ehre für seine
Segnungen an uns geben und sie nicht als unsere eigene Leistung
betrachten. Gott die Ehre zu geben sollte auch in unserem Leben die
Antwort auf Gottes Segnungen sein.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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