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Der Heilige Geist im NT


Das Kommen des Heiligen Geistes

Apg. 1 Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. 2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen. 4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel. 6 Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder Einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte. 7 Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? 8 Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als auch Proselyten, 11 Kreter und Araber - wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden? 12 Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? 13 Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.

In dieser Bibelstelle wird die Ausgießung des Heiligen Geistes beschrieben. Auch heute noch dürfen wir das einmalige Erlebnis der Erfüllung mit dem Heiligen Geist erleben. Wir erfahren eine persönliche Berührung, die eine Veränderung in uns bewirkt.

Nutzen wir, was Gott uns durch den Heiligen Geist geschenkt hat bzw. schenken will? Leben wir in der Kraft des Heiligen Geistes?

Der Heilige Geist fühlt sich in uns nur wohl, wenn wir eine lebendige Beziehung zu ihm haben. Er zieht sich von uns aber auch wieder zurück, wenn dieses Wohlfühlen-Können in uns nicht gegeben ist.

Wir können erkennen, dass es durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist eine Veränderung im Leben der Apostel gegeben hat. Aus menschlicher Schwachheit wurde geistliche Stärke.

1. Kor. 12

4 Es gibt aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist; 5 und es gibt Verschiedenheiten von Diensten, und es ist derselbe Herr; 6 und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. 7 Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. 8 Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben; einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; 9 einem anderen aber Glauben in demselben Geist; einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist; 10 einem anderen aber Wunderwirkungen; einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen; einem anderen aber Auslegung der Sprachen. 11 Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.

Deutlich wird, dass es zwar verschiedene Gaben wird, aber alle durch den Geist hervorgebracht werden. Gott lässt uns nicht in Unkenntnis über die Gaben, sie werden konkret benannt:

- Wort der Weisheit
   ist die Gabe zu wissen, was zu tun bzw. wie zu handeln ist in einer bestimmten Situation.

- Wort der Erkenntnis
   ist die Gabe, das Wort Gottes auszulegen.

- Gabe des Glaubens
   ist die Gewissheit, dass das, was man gerade gebetet bzw. geäußert hat, eintreffen wird.

- Gabe der Heilung
   ist die Gabe, durch die andere gesund werden.

- Gabe der Wunderwirkungen
   ist die Gabe, dass Wunder geschehen.

- Gabe der Weissagung
  ist die Gabe, Worte Gottes auszusprechen.

- Unterscheidung der Geister
   ist die Gabe, dass erkannt wird, von wessen Geist ein Mensch beeinflusst ist.

- Zungenrede (Gabe der verschiedenen Sprachen)
  ist die Gabe, durch die wir persönliche Auferbauung erfahren. Diese Sprache versteht nur           Gott.

- Gabe der Auslegung der Sprache
   ist die Gabe, die Sprachen zu verstehen bzw. zu übersetzen.

Diese Gaben sind ein Geschenk Gottes an uns. Sie sind kostbar und stammen aus der Schatzkammer Gottes. Wir sollen Sehnsucht danach haben, diese Gaben zu empfangen und ihnen nachzujagen. Wir sollen Hunger danach bekommen und sie wertschätzen.

Diese Gaben bringen eine Verantwortung mit sich. Gott traut uns zu, damit verantwortungsbewusst umgehen zu können. Er zeigt uns damit seine Wertschätzung.

Als Gemeinde stellen wir den Leib Christi dar. Ein Leib hat viele Glieder. Alle Glieder sind wichtig. Ein Leib funktioniert nur gut, wenn das Zusammenspiel der Glieder funktioniert. Die Liebe untereinander stellt eine Voraussetzung für dieses Funktionieren dar. Bspw. sollten wir nicht auf die Fähigkeiten anderer eifersüchtig sein, sondern uns an ihnen erfreuen. Die Liebe untereinander stellt eine Herausforderung dar. Liebe zu üben ist wichtig. Jesus ist das Haupt der Gemeinde. Er lenkt die Glieder und hilft uns, untereinander liebevoll zu sein.

Die Liebe wird im Hohelied der Liebe deutlich:

Apg. 13,1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 2 Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. 4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war. 12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin. 13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte aber von diesen ist die Liebe.

Hier wird deutlich, Gaben sind wichtig, aber die Liebe ist eine erforderliche Voraussetzung, ohne die alles andere nichtig ist. Letztlich wird Glaube, Hoffnung und Liebe bleiben, wobei die Liebe das Größte sein wird (Vers 13).

In Kap. 14 geht es um die Sprachenrede:

1 Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt! 2 Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse. 3 Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung. 4 Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. 5 Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.

26 Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung.

Die Weissagung in der Gemeinde ist für die Erbauung der Gemeinde wichtig. Deshalb sollen wir danach eifern, besonders diese Gabe zu empfangen.


Datum 15.11.09



Gemeinde Gottes Nördlingen

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