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Der heilige Geist in uns

In der Predigt der letzten Woche ging es um das Buch Haggai. In Hag. 1,14 steht:: "Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls, des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Restes des Volkes, so dass sie kamen und sich an die Arbeit am Haus des HERRN der Heerscharen, ihres Gottes, machten." Diese beiden bekamen den Auftrag, den Tempel wieder aufzubauen.

Im Neuen Bund sollen wir der Tempel des Heiligen Geistes sein. Wir dürfen uns von Gottes Geist füllen lassen. Dazu benötigen wir einen Hunger nach der Fülle des Heiligen Geistes und ein Herz, das erwartet, dass Gott uns erfüllt  mit seiner Fülle.

Wir ernten, was wir säen. Stellen wir unsere tägliche Arbeit in den Vordergrund unseres Lebens, werden wir sehr schnell zum Knecht unserer Arbeit. Lassen wir das zu, wird der Feind uns so viel Arbeit aufbürden, dass uns unsere Arbeit zur Qual wird. Deshalb ist es erforderlich, dass wir Gott die Priorität in unserem Leben schenken. Sind wir Knecht unserer Arbeit geworden, können wir uns erneut Gott zuwenden und ihn bitten, uns neu mit seinem Geist zu füllen. Dazu ist Umkehr erforderlich.

In Sach. 1,3 steht: "Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehrt um zu mir, spricht der HERR der Heerscharen, und ich werde mich zu euch umkehren, spricht der HERR der Heerscharen."

In Sach. 2,14 wird beschrieben, was die Umkehr des Volkes zur Folge hat: "Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der HERR."

In den verschiedenen Nachtvisionen beschreibt Haggai, wo Gottes Volk momentan steht und wo es hinkommen soll. Diese Bilder entsprechen teilweise den Bildern aus der Offenbarung.

Lassen wir uns von Gott rufen? Sind wir bereit, den Tempel Gottes in uns zu bauen? Lassen wir Gott in uns wohnen? Wenn wir - bildlich gesprochen - die ersten Steine im Glauben setzen, um den Tempel Gottes in unserem Leben zu bauen, werden wir Segen ernten. Setzen wir aber in unserem Leben Steine, die Gottes Plan nicht entsprechen, wird uns dieser Segen verwehrt bleiben. Wohnt Gott in uns, ist sein Licht in uns. Nur wenn Gottes Licht in uns leuchtet, können wir für die Menschen der Welt nur Licht sein.

Sach. 4,6: "Da antwortete er und sprach zu mir: Dies ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen." Veränderung geschieht nicht durch eigene Macht und Kraft, sondern durch Gottes Geist.

Ps. 122: "1 Ein Wallfahrtslied. Von David. Ich freute mich, als sie zu mir sagten: "Wir gehen zum Haus des HERRN!" 2 Unsere Füße standen dann in deinen Toren, Jerusalem. 3 Jerusalem, die du aufgebaut bist als eine fest in sich geschlossene Stadt, 4 wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme Jahs, ein Mahnzeichen für Israel, um den Namen des HERRN zu preisen. 5 Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David. 6 Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben! 7 Heil sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen. 8 Wegen meiner Brüder und meiner Freunde will ich sagen: Heil sei in dir! 9 Wegen des Hauses des HERRN, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen." Der Tempel in Jerusalem war Anbetungsort. Wie sieht es aus mit unserem Gebet - in der Stille, in der Gemeinschaft mit unserem Partner, mit der Familie, mit der Gemeinde? Sind wir müde geworden? Benötigen wir Erweckung?

Sach. 4,10: "Denn wer hat den Tag kleiner Dinge verachtet?" Viele Dinge in unserem Leben fangen klein an. Bleiben wir aber beständig in unserem Dienst, kann dieser Frucht bringen und wachsen. Die Weihnachtsaktion des Samariterdienstes fing vor Jahren sehr klein an und ist jetzt eine große Aktion, die für viele Kinder zum Segen geworden ist.

Im siebten Kapitel erkundigt sich Haggai, wie lange das Fasten im fünften und neunten Monat des Jahres noch erforderlich ist. Er erhält folgende Antwort: "5 Sprich zum ganzen Volk des Landes und zu den Priestern: Wenn ihr im fünften und im siebten Monat beim Wehklagen gefastet habt, und dies siebzig Jahre, habt ihr etwa mir gefastet? 6 Und wenn ihr esst und wenn ihr trinkt, seid ihr es nicht, die da essen, nicht ihr, die da trinken?" Die Frage, die Gott da stellt, ist die Frage nach der Herzenshaltung. Auch wir müssen uns immer wieder in unserem Tun die Frage stellen, für wen wir wirklich Dinge tun. In Sach 7,9-10 gibt Gott seinen Willen kund: "9 So spricht der HERR der Heerscharen: Fällt zuverlässigen Rechtsspruch und erweist Güte und Barmherzigkeit einer dem anderen! 10 Und bedrückt nicht die Witwe und die Waise, den Fremden und den Elenden! Und ersinnt nicht gegeneinander1 Unglück in euren Herzen!"

Im achten Kapitel gibt Gott dann Antwort zur Fastenfrage. Er sagt nicht, es ist jetzt genug. Sach 8,18f: "18 Und das Wort des HERRN der Heerscharen geschah zu mir: 19 So spricht der HERR der Heerscharen: Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften und das Fasten des siebten und das Fasten des zehnten Monats wird dem Haus Juda zum Jubel und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch die Wahrheit und den Frieden liebt!" Gott fordert sie auf, doppelt so oft zu fasten wie bisher. Diese Zeiten sollen Zeiten der Freude und des Feierns sein, weil sie zum Heil für viele Völker sein werden.  Sach. 8,22: "Und viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, um den HERRN der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen."

Sach. 8, 23 "So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist." Der Rockzipfel dieses jüdischen Mannes scheint auf Jesus hinzuweisen. Lasst uns also wie ein Kind am Rockzipfel seiner Mutter hängt, symbolisch den Rockzipfel Jesu ergreifen und zum Segen für die Welt werden.

Datum 8.11.2009



Gemeinde Gottes Nördlingen

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