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Der Heilige Geist/Sprachengebet

Paulus hat nach seiner Bekehrung und der Erfüllung mit dem Heiligen Geist sehr viel mit der Kraft und durch die Kraft des Heiligen Geistes erlebt und sich durch äußere Umstände in seinem Auftrag nicht aufhalten lassen.

Im Leben des Petrus wird ebenfalls die Veränderung deutlich, die durch die Taufe des Heiligen Geistes geschah.

Der Heilige Geist soll auch in uns wohnen. Seine Kraft soll auch in uns sichtbar werden. Gott sagt es uns in verschiedenen Bibelstellen zu:

Hes. 36, 27:  "Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut."

Die Veränderung geschieht nicht durch eigenes Vermögen oder eigene Kraft, sondern durch den Geist Gottes.

Joh. 14,17: "den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht, noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein."

Röm. 8,9: "Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein."

Kor. 3,16: "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?"

1. Joh. 2,27: "Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist es auch wahr und keine Lüge. Und wie sie euch belehrt hat, so bleibt in ihm."

Bei unserer Bekehrung wurde uns die Erkenntnis geschenkt, dass Jesus da ist, dass er in unser Leben gekommen ist. Haben wir die Erkenntnis, dass der Heilige Geist da ist, dass er in unser Leben gekommen ist?

Jesus hat während seines Lebens auf der Erde in Vollmacht gepredigt. Sein Reden ging den Menschen durch das Herz. Der Heilige Geist macht das Wort im Herzen lebendig. Er schließt es auf, damit es verstanden werden kann.

Die Geistausgießung an Pfingsten ging nicht still und leise vor sich. Sie ging einher mit der Erschütterung der Wände. Zudem hat der Heilige Geist den Jüngern eine neue Sprache geschenkt. Der Heilige Geist kam also sicht- und hörbar. Das hat sich bis heute nicht verändert. Auch heute noch ist es erkennbar, in wem die Kraft des Heiligen Geistes am Wirken ist.

Der Heilige Geist zieht sich zurück, wenn wir Dinge tun, die uns von Gott trennen, die vor Gott Sünde sind. Gott ist ein heiliger Gott und er will, dass auch wir heilig sind. Sünde macht uns unheilig. Allerdings erfolgt dieser Rückzug leise und oft nicht sofort erkennbar. Ein Beispiel hierfür ist Simson: Er wusste nicht, dass die Kraft Gottes von ihm gewichen war und wunderte sich, als er kraftlos war.

Im Gegensatz dazu kommt der Teufel heimlich, still und leise in das Leben von Menschen. Er ergreift bspw. durch die Beschäftigung von okkulten Dingen Besitz von und in Menschen. Anfangs erscheinen diese Dinge, die er wirkt, positiv, bis die Menschen merken, wie sehr sie davon plötzlich gefangen sind. Muss der Teufel einen Menschen verlassen, geschieht dies mit Geschrei (s. Austreibung der Dämonen, die in Schweinen Wohnsitz nehmen müssen).

1. Kor. 12,1: "Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid." Wir sollen also nicht in Unkenntnis darüber sein.

Es gibt viele Dinge, die durch die Kraft des Heiligen Geistes geschehen. Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: Wollen bzw. brauchen wir das?

Die Jünger waren gehorsam.

Apg. 1: "4 Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten - die ihr, sagte er, von mir gehört habt; 5 denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen."

Apg. 8: "12 Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen. 13 Auch Simon selbst glaubte, und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus; und als er die Zeichen und großen Wunder sah, die geschahen, geriet er außer sich.

Apg. 8: "17 Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist! 18 Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld." Die Haltung des Simon war nicht in Ordnung

Wie kommt der Heilige Geist in unserer Leben?

Dies geschieht durch Gebet!

Apg. 9,17: "Hananias aber ging hin und kam in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt durch Jesus - der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst -, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest."

Hananias nennt Paulus Bruder, obwohl dieser zuvor die Christen verfolgt hatte. Durch den Heiligen Geist wusste er, dass Paulus nun sein Bruder im Glauben ist. Kornelius ist ein weiteres Beispiel für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Obwohl er ein Heide war, wurde er mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Die Voraussetzung ist, dass wir glauben. Gottes Handeln setzt unseren Glauben voraus. Gott zwingt uns nichts auf. Jesus sagte häufig zu den Menschen, die er geheilt hatte: Dein Glaube hat dir geholfen.

Es gibt vier unterschiedliche Sprachen (bzw. Arten von Sprachengebeten):

1. Sprachengebet als Zeichen für den Ungläubigen

1. Kor. 14,22: "Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht für die Glaubenden, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber nicht für die Ungläubigen, sondern für die Glaubenden."

Diese Sprache wird uns durch den Heiligen Geist gegeben. Wir haben sie nicht gelernt. Allerdings gibt es immer wieder Beispiele, dass das Sprachengebet von anderen verstanden werden kann, obwohl derjenige, der betet, nicht weiß, was er betet. Diese Gabe dient der Auferbauung - in diesem Fall für Ungläubige.

2. Sprachengebet zur Auslegung

Offb. 2,17: "Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und, auf den Stein geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt."

Offb. 19,12: "Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst;"

Ein Sprachen- oder Zungengebet, das in der Gemeinde gesprochen wird, aber von niemandem ausgelegt wird, dient niemanden. Die Auslegung hat den Charakter eines prophetischen Wortes, baut die Gemeinde oder einzelne der Gemeinde auf und ist ein Zeichen für die Gemeinde.

1. Kor. 12,10: "einem anderen aber Wunderwirkungen; einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen; einem anderen aber Auslegung der Sprachen."

3. Sprachengebet als Gebetssprache

Gott möchte, dass jeder von uns mit dem Heiligen Geist erfüllt ist. Beten wir in unserer stillen Zeit in Zungen, reden wir mit Gott. Dies dient der persönlichen Auferbauung.

1. Kor. 14: "14 Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer. 15 Was ist nun? Ich will beten mit dem Geist, aber ich will auch beten mit dem Verstand; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstand.

1. Kor. 14, 2: "Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse."

4. Sprachengebet als Fürbitte

Es kann vorkommen, dass uns der Heilige Geist auf das Herz legt, in Sprachen zu beten. Dabei wissen wir nicht, um was es geht. Wir können mit dem Gebet erst aufhören, wenn der Heilige Geist uns die Erlaubnis gibt. In dieser Gebetszeit gehen wir in Fürbitte für andere.

Beispiel: Eine Frau hat den Eindruck, in Sprachen beten zu sollen. Sie sieht im Geist einen chinesischen Mann, der auf dem Boden kniend einen Boden wischt. Sie hat immer wieder die Worte für ihn im Kopf: Steh auf und geh. Nach einiger Zeit kommt sie in Kontakt mit chinesischen Christen. Diese erzählen, dass ein Pastor im Gefängnis saß. Eines Tages, als er den Boden auf den Fluren wischen musste, vergaßen die Wärter, ihn in seine Zelle zu sperren. Ihm kamen immer wieder die Worte in den Sinn, er solle aufstehen. Aber er hatte Angst, dass ihn die Wärter niederschlagen würden. Als er um sich blickte, bemerkte er allerdings, dass niemand da war. Er stand auf, konnte das Gefängnis unbemerkt verlassen. Am Eingang wartete ein Taxi auf ihn, mit dem er nach Hause fahren konnte. Die Frau sah in ihrem Gebetstagebuch nach, wann sie für den Mann gebetet hatte. Es stellte sich heraus, dass es derselbe Mann war, von dem die chinesischen Brüder erzählten. Beides geschah nämlich am selben Tag.

1. Kor. 14,38:   "Wenn aber jemand das nicht erkennt, so wird er auch von Gott nicht erkannt (Rev. Elberfelder)"

oder

"Wenn es aber jemand missachten will, der missachte es! (Schlachter 2000)"

1. Kor. 14: "39 Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht! 40 Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.


Gemeinde Gottes Nördlingen

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