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Die Macht der Worte Gottes
Röm. 10, 8 …das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.
Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, 9 dass, wenn du mit
deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben
wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden
wirst. 10 Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit
dem Mund wird bekannt zum Heil".
Steht mal
auf!
-
Ihr dürft euch bitte wieder setzen!
. .
Möglichkeit 1 (wenn alle oder einige aufstehen)
Ich habe nur drei Worte gesagt. Diese drei Worte haben ihre Wirkung
hinterlassen. Einige/ alle von euch sind aufgestanden. Habt ihr euch
gefragt, warum ihr es gemacht habt? Aus Neugier, aus freudiger
Erwartung, was nun kommt oder vielleicht auch nur, weil ihr kein
Spielverderber sein wolltet. Vielleicht wolltet ihr mir auch nur einen
Gefallen tun, ihr wolltet mich nicht enttäuschen. Aber ihr seid
unabhängig von eurer jeweiligen Motivation aufgestanden. Ist euch
aufgefallen, dass ich nicht einmal bitte gesagt habe? Eure Reaktion ist
die Antwort auf meine drei einfachen Worte. Dies zeigt, dass Worte
Einfluss haben.
Möglichkeit 2 (wenn keiner aufsteht)
Ich bin überrascht, dass meine drei Worte keine Wirkung gezeigt haben.
Sie scheinen keinen Einfluss gehabt zu haben. Vielleicht hätte ich
höflicher sein müssen und das Wort "bitte" gebrauchen sollen. Wisst
ihr, warum ihr nicht aufgestanden seid? Vielleicht hattet ihr ja nur
einfach keine Lust, vielleicht wart ihr auch einfach nur zu müde,
vielleicht war euch das Ganze auch einfach nur zu blöd. Wie auch
immer: Meine Worte haben auf jeden Fall keine Wirkung auf euch gezeigt.
Aus dem Wort Gottes wissen wir, dass Tod und Leben in der Macht der
Zunge stehen (Spr. 18,21). Worte haben also Macht! Wir können unseren
Mund sowohl zum Segnen, als auch zum Zerstören gebrauchen Und das nicht
nur für uns selbst, sondern auch für andere. Unser Mund zeigt, was in
unserem Herzen ist. Er bringt zum Ausdruck, was wir denken, fühlen und
wollen. Aber was bringen wir zum Ausdruck? Die vorgelesene Bibelstelle
ermahnt uns, dass uns Gottes Wort nahe sein soll in unserem Mund und in
unserem Herzen. Ist es euch nahe. Ihr wisst, dass der Verstand uns
sagt, was wir denken, aber nicht unbedingt, was Gott denkt. Unser Wille
sagt uns, was wir wollen, aber nicht unbedingt, was Gott will. Unsere
Gefühle sagen uns, was wir fühlen, aber nicht unbedingt, was Gott
fühlt. Wird unsere Seele gereinigt, wird sie dafür zubereitet, Gottes
Gedanken, Wünsche und Gefühle in uns zu haben. Wir werden dann ein
Sprachrohr für den Herrn. 1. Kor. 2,16 sagt uns, dass wir den
Sinn Christi in uns haben sollen. Was hatte Christus im Sinn? Er hatte
die Erfüllung des Wortes Gottes im Sinn.
Die/ das Wort/e Gottes
- sind Geist und Leben (Joh. 6,63).
- macht lebendig, ist wirksam und schärfer als ein zweischneidiges Schwert (Hebr. 4,12).
- ließ die Welt entstehen (Hebr. 11,3).
- hat schöpferische Kraft (Ps. 33, 6+9)
- erhält das Universum am Leben (Hebr. 1,3).
- erkennt die Gedanken und Regungen unseres Herzens (Hebr. 4,12).
- ist der Maßstab, nach dem Menschen, die sein Wort nicht annehmen, gerichtet werden (Joh, 12,48).
Worte aus Gottes Mund sind mächtig! Wir wissen um die Wunder, die Gott
gewirkt hat, die Jesus getan hat. Diese Wunder sind durch das
gesprochene Wort aus Gottes Mund oder aus Jesu Mund geschehen. Ihr
kennt aus der Schöpfungsgeschichte das folgende Beispiel: Und Gott
sprach es werde Licht und es ward Licht. Ihr seht also: Er spricht und
es geschieht. Wisst ihr, Gott verändert sich nicht. In Mal. 3,6 steht:
"6 Ich, der HERR, wandle mich nicht". In Hebr. 13,8 lesen wir: "8 Jesus
Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit." Und weil
sich Gott nicht verändert, sind seine Worte auch heute noch mächtig.
Sie zeigen Wirkung. Und da jeder von uns ein Sprachrohr Gottes sein
soll, wirken seine Worte auch aus unserem Mund.
In der anfangs vorgelesenen Bibelstelle Röm. 10,8-10 erfahren wir, dass Glaube und Bekennen zum Heil führt.
Was ist Heil? Es ist nicht nur die Errettung von Sünden, sondern auch
Ganzheit, Unversehrtheit, Heilung, Sicherheit, Befreiung u.v.m.. Das
größte Wunder allerdings ist unsere Errettung. Auch hier ist Glaube und
Bekenntnis sehr wichtig.
Was ist Bekennen? Bekennen ist, dass wir laut aussprechen, was wir
glauben. Wir sprechen uns Gottes Wort als Wahrheit zu. Wir bringen
unser Reden in Übereinstimmung mit seinem Wort. Wir gebrauchen sein
Wort im Glauben wie ein Banner, das erhoben wird. Wir setzen es ein,
wie Mose seinen Stab gebrauchte, wodurch viele Wunder und Zeichen
geschehen sind.
Was ist Glaube? Hebr. 11,1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht
auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht
sieht. Glaube ist also eine Gewissheit unserer Hoffnung, ein Vertrauen
in das Handeln Gottes.
Es gibt schwierige Zeiten, in denen wir ein Wunder Gottes benötigen.
Was tut ihr dann? Ich nehme an, ihr tretet vor den Thron Gottes. In
welcher Haltung tretet ihr vor ihn? Mir geht es so, dass ich ihm dann
erst einmal mein Herz ausschütte. Manchmal weine ich auch, wenn die
Situation dementsprechend schlimm ist. Manchmal jammere und klage ich.
Und ich frage euch, ist es das, was wir tun sollen?
Jesus fordert uns in Mk. 11: 22 auf: "… Habt Glauben an Gott! 23
Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor
und wirf dich ins Meer, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen,
sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden."
Ist das nicht revolutionär? Wie oft erleben wir Berge in unserem Leben?
Berge in Form von Schwierigkeiten wie Nöte, Krisen, Krankheiten etc
Vielleicht steht ihr ja gerade vor so einem Berg. Sprecht ihr, wie
Jesus auffordert, zum Berg oder eher über ihn, über eure
Schwierigkeiten, über eure Situation? Leicht kann es passieren, dass
wir ins Klagen, ins Jammern und ins Lamentieren kommen. Ich jedenfalls
kenne das gut von mir, das habe ich ja vorher schon erwähnt. Ihr auch?
Ist das der Wille unseres HERRN? Nein! ER will, dass wir zum Berg
sprechen und Gottes Willen bekennen (proklamieren). Denn es geht nicht
um unseren Willen und unsere Vorstellungen!
Wir müssen aber auch wissen, dass das Wort Gottes nicht wie eine
Zauberformel oder manische Beschwörung funktioniert. Es kann auch nicht
wie eine mathematische Formel angewendet werden, indem wir verschiedene
Regeln in Form von Ritualen beachten. Glaube und Bekenntnis hat auch
nichts mit positivem Denken oder Verstandeskraft zu tun. Es geht darum,
Gottes Verheißungen für die jeweilige Situation in unserem Leben in
Anspruch zu nehmen, sie Tag und Nacht zu bekennen und die Gewissheit zu
haben, dass Gott seine Verheißung in unserem Leben wahr werden lässt.
Gottes Wort will uns ergreifen, unser Herz erneuern und verändern und
unseren Glauben stärken. Nur so sind wir in der Lage, es im Glauben zu
proklamieren (anzuwenden, zu bekennen).
Was tun wir, wenn wir Gottes Wort im Glauben bekennen, wir aber keine
Veränderung feststellen oder unser Berg größer wird? Kennt ihr das? Ihr
betet und betet und es tut sich nichts. Wie geht es euch dabei? Mir
fällt eine Situation dazu ein. Der Mann meiner Freundin ist noch nicht
errettet. Meine Freundin betet inzwischen seit zwanzig Jahren für ihn.
Immer wieder beten wir auch gemeinsam. Es tut sich - zumindest
äußerlich - absolut nichts. Inzwischen hat sie einige Verheißungen von
Gott erhalten, in denen ihr zugesichert wird, dass ihr Mann errettet
wird. Was tut sie? Sie nimmt diese Verheißungen und proklamiert sie.
Sie lässt sich nicht entmutigen. Sie weiß, dass Gott treu ist und dass
der Tag nahe ist, an dem ihr Mann errettet wird. Sie hat die Gewissheit
im Glauben.
Ihr seht, Ausdauer ist erforderlich. Viele möchten die biblischen
Aussagen zwar auf ihr Leben anwenden und proklamieren Gottes Wort. Wenn
es aber scheinbar nichts bewirkt, hören sie wieder auf, zum Berg zu
sprechen, und reden stattdessen über ihn. Ein Hochleistungssportler hat
bei seinem Training ein klares Ziel vor Augen. In seinem Training ist
er nicht nachlässig. Er trainiert täglich. Warum tut er das? Er weiß,
dass hartes Training erforderlich ist, um das Ziel zu erreichen. Beim
Wettkampf möchte er siegen. Ist er in seinem Training nachlässig, wirft
ihn das in seiner Leistungsfähigkeit und seinen Bewegungsabläufen
zurück. Ausdauer ist also ein wichtiges Bindeglied zum Sieg. So ist
auch das Bekennen des Wortes Gottes erforderlich, bis wir den Sieg
haben. Wir müssen wissen, was wir glauben, und entschieden sein, dabei
zu bleiben, bis wir Ergebnisse sehen.
Es kann aber auch passieren, dass Gott uns Antwort schickt, wir sie
aber nicht hören können, weil Satan den Empfang verhindert. In Dan.
10,12f lesen wir: "12 Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel;
denn von dem ersten Tage an, als du von Herzen begehrtest zu verstehen
und anfingst, dich zu demütigen vor deinem Gott, wurden deine Worte
erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen. 13 Aber der
Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage
widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den
Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem
Engelfürsten des Königreichs Persien." Daniel wusste zuvor nichts von
dem Kampf in der unsichtbaren Welt. Er war traurig, als er nicht sofort
Gottes Antwort erhielt, dennoch demütigte er sich vor Gott und fastete.
Er hat seine Sache dadurch weiterhin vor Gott bewegt. So ist auch jeder
von uns aufgefordert, weiterhin mit dem Herzen zu glauben und mit dem
Mund zu bekennen, was Gottes Wort zu unserer Situation sagt.
Ist euch bewusst, dass ihr Erben der Verheißungen Gottes seid? In Hebr.
6 steht: "11 Wir wünschen aber sehr, dass jeder von euch denselben
Eifer um die volle Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende beweise, 12
damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch
Glauben und Ausharren die Verheißungen erben." Derjenige, der als Erbe
eingesetzt ist, hat einen Anspruch darauf. Gott will, dass auch wir zu
Erben seiner Verheißungen werden. Ist euch aufgefallen, durch was wir
die Verheißungen erben werden? Ja - durch Glauben und Ausharren.
Kennt ihr Gottes Verheißungen? Ich kenne sicher nur einen Bruchteil.
Ich habe aber - wie ihr ja auch - die Bibel zur Verfügung. Dort können
wir nachschauen, benötigen wir eine spezielle Bibelstelle, die zu
unserem Berg passt. Einige will ich euch nennen:
Ein Wort für den
- Schwachen: Der Herr ist meines Lebens Stärke (Ps. 27,1)
- Kranken: Durch seine Wunden bin ich geheilt (Jes 53,4).
- der in Schwierigkeiten steckt: Gott ist uns Zuflucht und Hilfe, eine
Hilfe reichlich gefunden in Drangsalen (Ps 46,1).
- Furchtsamen: Auch wenn ich wandere im Tal der Todesschatten, fürchte
ich kein Unheil, denn du bist bei mir (Ps. 23,6).
- Ängstlichen: Gott hat mir nicht den Geist der Furchtsamkeit gegeben,
sondern der Kraft und der Liebe und
Besonnenheit (2. Tim.1,7).
Zum Schluss möchte ich euch ermutigen, euch von Gott in eurem Reden
verändern zu lassen. Entscheidet euch, Wunder in eurem Leben erfahren
zu wollen. Hört auf das, was Gott zu euch spricht. Seine Worte führen
zum Heil. Übt euch darin, zu den Bergen und nicht über die Berge zu
sprechen. Bekennt Gottes Wort im Glauben, auch wenn es noch nicht
sichtbar ist. Vergesst nicht, ihr müsst dies nicht aus eigener Kraft
schaffen. Gott ist in seiner Gnade euer Helfer.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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