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Die Wichtigkeit des Wortes

 1. Kor. 12:

4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist "ein" Geist.
5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist "ein" Herr.
6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist "ein" Gott, der da wirkt alles in allen.
7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller;
8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist;
9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem "einen" Geist;
10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
11 Dies alles aber wirkt derselbe "eine" Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

Das prophetische Wort ist eine Gabe. Derjenige, der diese Gabe durch den Heiligen Geist empfangen hat, hat die Aufgabe, das von ihm empfangene prophetische Wort weiterzugeben. Es ist für den/ die anderen ein Zuspruch. Derjenige/ diejenigen, für die das prophetische Wort ist, sollten es aufschreiben, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Denn es ist wichtig, dass wir Gott beim Wort nehmen, damit sich sein Wort erfüllen kann.

Viele Christen, vor allem Christen in charismatischen Gemeinden, stehen in der Gefahr, nur die Segnungen Gottes zu empfangen. Dabei vergessen sie, die Zusagen Gottes in ihrem Leben umzusetzen.

Wir gehen wir mit Gottes Wort um? Sind wir bereit, an einer Prophetie solange festzuhalten, bis sie eintritt? Sind wir zu warten bereit, auch wenn es sehr lange dauert?

Dazu möchte ich ein Zeugnis erzählen: Eine sechsköpfige Familie bekam in einer Prophetie den Auftrag, ein Haus zu kaufen und in diesem Haus eine Bibelschule für junge Menschen zu eröffnen. Das Ehepaar entschloss sich daraufhin, ihren sicheren Arbeitsplatz zu verlassen, um sich in diesen Dienst von Gott gebrauchen lassen zu können. Das erste Jahr war sehr schwierig. Dieses Jahr stellte für die Familie eine Prüfungszeit dar, aber sie haben an der Prophetie festgehalten. Sie ließen sich nicht beirren.

Der Erwerb eines Hauses scheiterte an den fehlenden Sicherheiten des Ehepaares. Aber sie haben nicht aufgehört, immer wieder bei Banken vorzusprechen. Eines Tages saßen sie wieder in einem Gespräch mit der Bank. Sie hatten ein Haus gefunden, das relativ günstig war, im Verhältnis zu den vorherigen Häusern. Allerdings gab es auch sehr viel zu renovieren in diesem Haus. Der Mann erklärte dann irgendwann sein Vorhaben, indem er mit folgenden Worten begann: "Gott hat mir gesagt, dass.. . Sein Gegenüber schaute ihn ernst an und meinte dann: Wissen Sie was, ich weiß zwar noch nicht wie, aber irgendwie kriegen wir die Finanzierung hin.

Inzwischen sind fünf Jahre seit der Prophetie vergangen, aber inzwischen hat sich von dieser sehr viel erfüllt. Warum? Das Ehepaar hielt an dem Wort Gottes fest und vertraute auf Gott.

Auch im Wort Gottes finden wir Situationen, in denen über Menschen eine Weissagung gesprochen wurde. Ein Beispiel finden wir in 1. Tim. 1,18:

"Diese Botschaft vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind, damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst."

Über Timotheus wurden Weissagungen gesprochen. Paulus arbeitet mit diesen und vertraut Timotheus dementsprechend Dinge an.

Josef erhielt eine Verheißung. Diese hat er zu Hause ausgesprochen, was ihm den Zorn seiner Brüder einbrachte. Er hat allerdings trotz der Widrigkeiten, die sein Leben mit sich brachte, an dieser Verheißung festgehalten. Dazu können wir Ps. 105 lesen:

17 Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Josef wurde als Knecht verkauft.
18 Sie zwangen seine Füße in Fesseln, sein Leib musste in Eisen liegen,
19 bis sein Wort eintraf und die Rede des HERRN ihm Recht gab.

Hätte Josef die Prophetie nicht erzählen sollen? Wäre das Schweigen darüber
besser gewesen? Das Wort Gottes muss ans Licht, es muss offenbar werden. Sie erfüllen sich allerdings nicht von alleine. Einerseits müssen wir im Vertrauen auf Gott Schritte im Glauben tun, andererseits müssen wir dafür sorgen, dass uns der Feind unsere Prophetie nicht rauben kann.

In Hos. 4,6 können wir sehen, was passiert, wenn wir Gottes Wort vergessen:

"Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. Denn du hast die Erkenntnis verworfen; darum will ich dich auch verwerfen, dass du nicht mehr mein Priester sein sollst. Du vergisst das Gesetz deines Gottes; darum will auch ich deine Kinder vergessen."

Mordechai trifft Ester gegenüber in Est. 4, 13-14 eine klare Aussage. Sie hat die Möglichkeit, im Glauben an Gott vor den König zu treten - in der Gefahr, ihr Leben zu verlieren, oder aus Angst vor dem Tod nicht vor den König zu treten und dennoch zu sterben. Mordechai hat aber die Zuversicht, dass es Gottes Plan war, dass Ester Königin wird, um dadurch das Volk retten zu können. Est. 4:

13 ließ Mordechai Ester antworten: Denke nicht, dass du dein Leben errettest, weil du im Palast des Königs bist, du allein von allen Juden.
14 Denn wenn du zu dieser Zeit schweigen wirst, so wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden erstehen, du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?

Wie gehen wir um mit Gottes Wort, seinen Zusagen, sein prophetisches Wort für uns? Ist unser Umgang leichtfertig oder nehmen wir ihn beim Wort?

Wir können Gott nur erleben, wenn wir ihn beim Wort nehmen und uns in Bewegung setzen, indem wir den Teil tun, den wir tun können. Dazu gehört auch, dass wir uns nach seinen Gaben ausstrecken.


Gemeinde Gottes Nördlingen

Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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