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ab Dienstag
den 03.05.11
um 20.00 Uhr

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Gebete und Versprechungen der Bibel

 

Dass Gebete von Christen immer von Gott erhört werden, kann man nicht so absolut stehen lassen. Es gibt zwar Bibelstellen, die man bei oberflächlichem Lesen so verstehen könnte, aber wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass es Bedingungen für die Gebetserhörung gibt.

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.
Matthäus 7,7-8

Das ist ein großartiges Versprechen Gottes und aus den darauf folgenden Versen (Matthäus 7,9-11) geht hervor, dass Gott denen, die ihn um gute Gaben bitten, auch gute Gaben gibt.

Er gibt gewiss nicht jede schlechte Gabe, um die seine Kinder ihn bitten, so wie auch menschliche Eltern das mit ihren Kindern nicht tun würden. Allerdings kommen Eltern manchmal bestimmten Wünschen ihrer Kinder nach, obwohl es ihrer Überzeugung nach nicht das Beste für das Kind ist.
Auch das kann eine sinnvolle erzieherische Maßnahme sein.

Ebenso gibt es Beispiele in der Bibel, wo Gott die Wünsche von Menschen erfüllt, die hartnäckig etwas wollen, was gegen seinen Willen ist, z.B.:

 

*     Psalm 78,29-31
Es steht zwar nicht, dass das Volk direkt zu Gott gebetet hatte, aber Mose brachte das Verlangen des Volkes nach Fleisch vor Gott, und er erhörte sie - machte sie allerdings auch für die Konsequenzen verantwortlich.

*      4.Mose 22
Die Geschichte von Bileam zeigt, dass Gott den Herzenswunsch Bileams erhörte. Er hatte aber Bileam vorher klar gesagt, dass er nicht zu Balak gehen soll. Wie man hier sieht, ist es gefährlich, um etwas zu beten, obwohl Gott gezeigt hat, dass er es nicht will. Es kann einem zum Verhängnis werden - so wie bei Bileam.

1.Samuel 8,5-22
Israels Wunsch nach einem König wurde erfüllt, obwohl es - jedenfalls zu diesem Zeitpunkt - nicht Gottes Wille war.

Wir sollten uns also davor hüten, immer wieder um etwas zu bitten, wovon Gott uns in seinem Wort und/oder durch persönliche Führung gezeigt hat, dass es nicht sein Wille ist.

 

Jesus gibt ein Beispiel für "Wunsch-Gebete"

Dagegen sehen wir am Beispiel Jesu, wie wir unsere eigenen Wünsche vor Gott bringen sollen, wenn wir nicht wissen, ob sie im Willen Gottes sind:
Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zurück und kniete nieder, betete und sprach: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir weg - doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte.
Lukas 22,41-43

Wir sehen, dass Jesus seinen Wunsch nach Erlösung aus dem Leiden vor Gott brachte, dabei aber ganz bewusst den Willen des Vaters über seinen eigenen stellte. War sein Gebet also vergeblich?

Nein, der Vater erhörte ihn auf seine eigene Weise. Er gab Jesus die Kraft, durch das Leiden hindurch und siegreich daraus hervor zu gehen (siehe auch Hebräer 5,7-8).



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