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Gnade
2. Kor. 6, 1-10
Ich habe heute etwas mitgebracht. Es ist eine Tafel Schokolade. Ich
esse Schokolade sehr gern. Ich genieße sie, indem ich jedes einzelne
Stückchen im Mund zergehen lasse. Leider ist so ne Tafel immer schnell
"alle". Darum habe ich eine 300 g Tafel mitgebracht. Diese Tafel
habe ich aber nicht für mich eingekauft. Ich habe mir gedacht, dass ich
damit jemand eine Freude machen möchte. (Ich mache ein paar Schritte
auf die Gemeinde zu und halte den Zuhörern die Tafel in der Hoffnung
hin, dass sie sich jemand abholt.)
Genau so verhält es sich mit der Gnade. Gott streckt uns seine Gnade
entgegen, aber wir müssen bereit sein, sie zu empfangen. Aber im
Unterschied zu mir, dürfen wir bei ihm aus seiner Fülle schöpfen. Wenn
Gott Menschen mit seiner Gnade beschenkt, nimmt seine Gnade nicht ab.
Ich habe nur eine Tafel mitgebracht. Aber Gott hat eine Fülle. In Joh.
1,16 steht: Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar
Gnade um Gnade. Seine Gnade hat kein Ende. Es geht nicht nur darum,
dass wir bei unserer Errettung von seiner Gnade schöpfen dürfen und es
ist gut. Wir dürfen tagtäglich seine Gnade in Anspruch nehmen.
Gnade begnadigt. Gottes Gnade ist frei von jeglichen Bedingungen.
Gottes Gnade ist vollkommen und immer wieder möglich. Gottes Gnade
ist frei von jeglichem Schuldspruch und frei von jeglicher
Bestrafung, Benachteiligung oder Strafverfolgung. Gottes Gnade schenkt
uns eine vollkommene Begnadigung - eine General-Amnestie. Demjenigen,
dem Gnade erwiesen wurde, weiß, dass er eigentlich einen Schuldspruch,
eine Strafe oder Strafverfolgung verdient hätte. Von Gott erfährt
jeder, der um Gnade bittet, immer und jederzeit göttliche Gnade.
Demjenigen, dem Gnade erwiesen wurde, erlebt eine Freude, die mit
keiner weltlichen Freude vergleichbar ist. Diese Freude ist keine
oberflächliche Freude. Diese Freude wirkt bis in unser Herz.
Demjenigen, dem Gnade erwiesen wurde, erfährt Gottes Kraft und Gottes
Segen.
Gnade kann sich kein Mensch verdienen. Kein Mensch ist gut genug, um
darauf Anspruch zu haben. Gnade kann auch nicht erkauft werden. Auch
durch Aufopferungsbereitschaft und gemeinnützige Arbeit lässt sich
Gnade nicht verdienen. Gnade ist ein Geschenk, das wir durch den
Glauben an Jesus empfangen. Denkt an die Tafel Schokolade, ich habe
keinen gezwungen, sie zu nehmen. Ich habe sie angeboten und jeder hatte
die Möglichkeit, die Tafel als Geschenk entgegen zu nehmen. Es ist
unsere Entscheidung, ob wir das Geschenk Gottes annehmen oder ablehnen.
Keiner wird von Gott in sein Reich gezwungen. Gott geht auf uns zu und
bietet uns das Geschenk an, aber es liegt an unserer Bereitschaft, das
Geschenk anzunehmen. Wenn wir an das Beispiel des verlorenen Sohnes
denken, erkennen wir, dass der Vater täglich auf seinen Sohn gewartet
hat. Genauso steht Gott immer da und wartet darauf, dass Menschen seine
Gnadengaben annehmen. Nehmen wir seine Gnade täglich an? Gott ist da.
Wir bestimmen, ob auch wir an diesem Ort sind, an dem wir Gott
begegnen, um seine Gnade zu empfangen. Wir bestimmen, ob wir Gott nahe
sind oder ob wir eine Distanz zu ihm haben. Gott ist da.
Wie passt Gottes Gnade und Gottes Gerechtigkeit zusammen? Gott ist
gerecht, aber er ist auch gnädig. Gott handelt nie willkürlich. Wir
entscheiden, ob wir nach Gottes Gerechtigkeit beurteilt werden oder ob
wir Gottes Gnade erfahren.
Gnade entspringt aus einer Haltung der Liebe und Barmherzigkeit. Ein
Geschäftsmann hat keinen Vorteil, wenn er seinem Schuldner die Schulden
erlässt. Derjenige, der einen Vorteil erlebt, ist der Schuldner. Die
Last seiner Schuld liegt nicht mehr auf ihm, wenn er Gnade erfährt.
Durch die Gnade wird er frei von dieser Last.
Gott hat Gnade möglich gemacht. Wie? Durch das Opfer, das Jesus am
Kreuz vollbracht hat. Jesus hat die gesamte Last der Welt getragen. Er
hat auch meine und deine Last getragen. Er hat das Opfer bereits
vollbracht. Es ist kein weiteres Opfer erforderlich. Das Opfer Jesu war
erforderlich, damit wir Menschen mit Gott in Verbindung treten können.
Wir Menschen sind von uns aus, aus eigener Kraft nicht in der Lage, vor
Gott gerecht da zu stehen. Wir sind aus Gnade durch den Glauben
gerechtfertigt (Eph.2, 8f).
Die Gnade Gottes in unserem Leben erfahren zu haben, erfordert eine
Antwort oder auch eine Reaktion von uns. Ich frage euch: Kann
denn ein Leben, das von der Gnade Gottes berührt wurde, so weitergehen
wie bisher? Es gibt dazu eine Geschichte: Von einem Dieb wurde bekannt,
dass er sein Leben Jesus übergeben hat. Er stahl aber weiter. Eines
Tages wurde er von einem Christen darauf aufmerksam gemacht, dass er
als Kind Gottes nicht stehlen kann. Er war zuerst etwas irritiert, weil
ihm das zuvor niemand gesagt hatte. Dann entschloss er sich, sein altes
Leben weiter zu führen. Er wollte sein Leben nicht verändern. Er wollte
nicht damit aufhören, Diebstähle zu begehen. Er wendete sich somit vom
Glauben ab.
Dieser Dieb hat verstanden, dass er eine Entscheidung treffen muss. Er
musste entscheiden, ob er sein altes Leben weiterführt oder sein
weiteres Leben an der Seite Gottes lebt und sein Leben danach
ausrichtet. Dieser Dieb wusste sicher nicht, dass mit dem Geschenk der
Gnade außer der Errettung und der Erkenntnis, errettet zu sein,
weitere Dinge einhergehen.
Zum einen empfangen wir die Gnade, um einen christlichen Lebensstil
führen zu können. Gott ist es nämlich, der uns befähigt, ein Leben frei
von Gottlosigkeit und weltlichen Begierden zu führen. Er gibt uns die
entscheidende Kraft, ein Leben in Heiligkeit vor Gott zu führen und den
Versuchungen der Welt zu widerstehen.
Zum anderen wirkt Gott durch seine Gnade in uns, um seine Werke tun zu
können. Durch seine Gnade schenkt er uns die Fähigkeit, seinen Willen
zu tun, und die Kraft, seinem Wort zu gehorchen.
Das Tolle ist, wir müssen Gott nicht um seine Gnade betteln. Wir sind
keine Bettler vor Gott. Wir dürfen Gott bitten, seine Kinder werden zu
dürfen, und wir dürfen die Errettung annehmen. Und wie Kinder ihren
Vater um Dinge bitten, die sie für ihr Leben benötigen, dürfen wir
unseren Vater im Himmel bitten, uns zu helfen, einen Lebensstil zu
führen und Werke zu tun, die ihm wohl gefallen.
Die empfangene Gnade Gottes soll eine Kettenreaktion in uns
hervorrufen. Derjenige, der die Gnade Gottes empfängt, verändert sein
Leben, seine Wertvorstellungen, sein Denken und Handeln. Er tut, was
Gott will. Er wird Jesus immer ähnlicher und zum Zeugnis für andere.
Das Bewusstsein der Gnade Gottes kann uns verloren gehen, wenn die
Gnade Gottes für uns eine Selbstverständlichkeit wird.
Selbstverständlichkeiten in unserem Leben erfahren keine Wertschätzung
und keinen Dank. Die Gefahr ist, dass sie dadurch unwichtig werden.
Manchmal merken wir erst, wie wichtig etwas für uns ist, wenn es uns
verloren gegangen ist.
Paulus ermahnt in unserem Bibeltext die Korinther, dass sie die Gnade
Gottes nicht vergebens empfangen sollen. Etwas vergebens zu empfangen
bedeutet, die vorhandenen Möglichkeiten nicht auszuschöpfen. Ein
Beispiel: Ein Mann wohnt auf einer Insel, auf der es einen Vulkan gibt.
Dieser soll innerhalb von 24 Stunden ausbrechen. Er hat keine
Möglichkeit, von der Insel zu kommen, weil er kein Auto besitzt, um
rechtzeitig zum Hafen der Insel zu kommen. Da kommt ein Freund zu ihm,
bringt ihm ein Auto vorbei und sagt: "Hier nimm das Auto, jetzt bist du
gerettet." Der Mann freut sich, ruft weitere Freunde an, um ihnen von
seiner Rettung zu erzählen. Danach kauft er sich eine Straßenkarte und
ein weiteres Buch über das Autofahren. Er will nämlich den besten Weg
erkunden und unbedingt vorher noch seinen Fahrstil verbessern, da er
kein guter Fahrer ist. Aber was passiert? Der Vulkan bricht aus und
begräbt den Mann, der in seinem Haus sitzt, um die Bücher zu studieren,
unter sich. Der Mann besaß das Geschenk, das ihn zur Rettung hätte
führen können. Er hat sich auch riesig darüber gefreut. Das Problem war
nur, dass er das Geschenk nicht in Anspruch genommen hat. Seine Freunde
sagten danach: Er hat das Geschenk vergebens erhalten.
Wir empfangen die Gnade vergebens, weisen wir sie zurück oder schöpfen
wir die Möglichkeiten der uns geschenkten Gnade nicht aus. Wir stehen
nicht alleine da,
- um ein Leben frei von Gottlosigkeit und weltlichen Begierden zu führen.
- um ein Leben in Heiligkeit vor Gott führen zu können und den
Versuchungen der Welt zu
widerstehen.
- um Gottes Willen zu tun.
- um Gottes Wort zu gehorchen.
Gottes Gnade ist da. Er schenkt uns durch diese Gnade die Fähigkeit und die Kraft. Wir müssen die Gnade nur annehmen.
Paulus ist in seinem Leben bestrebt, für keinen Menschen zu einem
Anstoß zu werden. Er will für keinen Menschen ein Hindernis darstellen.
Dies ist für ihn sehr wichtig. Er will nämlich nicht, dass jemand über
den Glauben an Jesus Christus wegen seines Lebensstils lästert. Er lebt
sein Leben vielmehr in dem Bewusstsein, für andere als Mitarbeiter im
Reich Christi ein Vorbild zu sein. In seinem Aposteldienst geht er mit
den Menschen, die Gott noch nicht kennen, sehr einfühlsam um,
verkündigt aber in aller Klarheit das Evangelium. In seinem Umgang mit
seinen Geschwistern wirkt Paulus oft hart. Aber Korrektur ist
erforderlich, wenn ein Christ dabei ist, den Weg Gottes zu verlassen.
Korrektur ohne Klarheit kommt nicht an. Hätte zu dem Mann auf der Insel
jemand gesagt: "Lass doch die Bücher, steig in dein Auto und komm.",
hätte er sich vielleicht korrigieren lassen. Aber ein zaghafter Hinweis
mit den Worten: "Meinst du wirklich, es ist sinnvoll, diese Bücher zu
studieren?" hätte ihn wahrscheinlich nicht aufgerüttelt. Womöglich
hätte ihn diese Kritik nur verletzt und zum Weiterlesen angespornt. Ich
als Schwabe hätte womöglich gedacht: "Jetzt habe ich so viel Geld dafür
ausgegeben, jetzt werden die Bücher auch gelesen!"
Paulus hat sein altes Leben vollkommen aufgegeben, als er Christ wurde.
Für ihn gibt es keine Kompromisse. Er hat sein Leben völlig in den
Dienst Jesu gestellt. Sein Dienst ist nicht abhängig von seiner
jeweiligen Lebenssituation. Er dient Gott unabhängig davon, in welcher
Lage er sich befindet. Trotz Trübsalen, Nöten und Ängsten dient er
Gott. Zudem ist er bereit, die Konsequenzen seines Dienstes auf sich zu
nehmen. Er dient Gott bspw. in Schlägen, in Gefängnissen, in
Verfolgungen. Er ist auch bereit, Oper zu bringen. Er dient im Wachen
und im Fasten. Er weiß auch, was er für seinen Dienst benötigt. Zum
einen nennt er hier Charaktereigenschaften, die aus der Frucht des
Geistes entspringen. Sein Dienst geschieht in großer Geduld, in
ungefärbter Liebe, in Langmut und in Freundlichkeit. Zum anderen ist
ihm bewusst, dass er seinen Dienst nicht aus eigener Kraft
bewältigt. Deshalb lässt er sich von Gott führen. Paulus dient in
Erkenntnis, im Heiligen Geist, in dem Wort der Wahrheit und mit den
Waffen der Gerechtigkeit. Ihm ist es nicht wichtig, welchen Stand er
bei den Menschen hat. Ihm ist nicht wichtig, was andere über ihn denken
oder über ihn reden. Er macht sich nicht abhängig von der Ehre bei
Menschen, von ihren Gerüchten oder ihren Lobeshymnen. Paulus weiß, dass
sein Leben in der Hand Gottes liegt. Er weiß, dass er aus weltlicher
Sicht oft Grund zur Trauer hätte. Weil er aber Gottes Sicht der Dinge
verinnerlicht hat, hat er allezeit Grund zur Freude. Er weiß, dass er
materiell gesehen ein armer Mann ist, aber er weiß auch, dass er die
Menschen durch das Evangelium reich macht. Er sagt von sich selbst,
dass er nichts hat, und doch alles hat. Ihm ist genug, Jesus zu haben.
Ihm ist Jesus zu haben alles.
Durch das Werk seines Dienstes wird das Evangelium sehr weit in der
damals bekannten Welt verbreitet. Dieses Werk tut er aus seinem Glauben
heraus. Paulus weiß um die Gnade Gottes, die ihm bei seinem
Damaskuserlebnis begegnet ist. Er gibt Antwort auf diese Gnade, indem
er seit dem Tag seiner Bekehrung aus dieser Gnade lebt. Aus dieser
Gnade heraus ist er fähig, ein Leben frei von Gottlosigkeit und
weltlichen Begierden zu führen. Aus dieser Gnade heraus ist er fähig,
ein Leben in Heiligkeit vor Gott zu führen und den Versuchungen der
Welt zu widerstehen. Aus dieser Gnade heraus ist er fähig, Gottes Wort
zu gehorchen und Gottes Willen zu tun. Gott ist es, der ihm diese
Befähigung und die Kraft geschenkt hat, um dies alles zu tun. Paulus
ist es, der diese Befähigung und die Kraft angenommen hat. Er hätte
nein dazu sagen können. Aber er hat einen christlichen Lebensstil und
seine Berufung als Apostel, seine Aufgabe, angenommen. Was wäre
gewesen, wenn er nein gesagt hätte? Gott hätte sicher jemand anderen
berufen, damit das Werk, zu dem Paulus berufen war, getan worden wäre.
Aber was wäre mit Paulus gewesen? Hätte er dann zu den Menschen gehört,
die vergebens die Gnade Gottes empfangen haben?
Wenn ich von Gottes Werken spreche, meine ich die Werke, von denen
Jakobus im zweiten Kapitel seines Briefes schreibt. Er sagt, dass der
Glaube ohne Werke tot ist (V. 26). Jakobus spricht hier nicht von den
Werken des Gesetzes, sondern von den Werken des Glaubens. Somit stellt
seine Aussage keinen Widerspruch zu Paulus dar. Wir sind aus Gnade
durch Glauben errettet. Wir können nicht durch unsere Werke errettet
werden. Aber was ist Glaube ohne Werke? Wenn ich bekenne, dass ich
Christ bin, aber keinen christlichen Lebensstil vorweise und nicht das
tue, was Gott will, ihm nicht gehorche, was für ein Zeugnis gebe ich
denn dann ab? Gott schämte sich nicht, Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs
genannt zu werden. Aber ich frage mich, muss er sich schämen, wenn mein
Name hinter seinem Namen stehen würde?
Sind Gott Werke wichtig? Jesus diente den Menschen. Sein Reden über das
Reich Gottes stimmte mit seinem Handeln überein. Dadurch konnten die
Menschen erkennen, dass Jesus ein besonderer Mensch war. Sie suchten
seine Nähe. Sie sonnten sich an dem Segen, der von ihm ausging. Sie
hatten auch viele Erwartungen an ihn. Sie wollten Wunder erleben,
geheilt werden. Manche wollten ihn gar als weltlichen Herrscher Jesu
Priorität war aber nicht, die Erwartungen der Menschen zu erfüllen.
Seine Priorität war, den Willen seines Vaters zu tun. Jesus tat viele
Werke. Er tat sie aus Gehorsam seinem Vater gegenüber.
Wo stehen wir? Die meisten von uns sind bereits aus Gnade durch den
Glauben errettet. Wir haben das Geschenk der Gnade, das zur Errettung
führt, angenommen. Aber was ist seitdem in unserem Leben geschehen?
Sind wir in unserem geistlichen Leben gewachsen? Führen wir ein
heiliges, Gott wohlgefälliges Leben? Welcher Art sind die Werke, die
wir tun? Sind es unsere Werke oder Gottes Werke?
Gottes Gnade ist in Fülle da. Aus dieser Gnade dürfen wir schöpfen. Wir
dürfen jeden Tag neu vor Gott stehen und uns von seiner Gnade
beschenken lassen. Wir dürfen ihn jeden Tag neu bitten, uns zu helfen,
an unserem Charakter zu arbeiten. Wir müssen dies nicht aus eigener
Kraft schaffen. Wir müssen nur ein Ja dazu finden, dass Gott uns
verändern darf. Wir brauchen uns auch nicht entmutigen lassen, wenn wir
immer wieder in alte Verhaltensweisen zurückfallen. Wichtig ist, dass
wir immer wieder vor Gott, unseren Vater treten, dass wir Buße tun,
wenn es nötig ist, und uns neu mit der Gnade seiner Kraft und seiner
Befähigung füllen lassen. Wenn wir in diesem Prozess bleiben, werden
wir das Ziel erreichen. Wir werden Jesus immer ähnlicher werden und
unser Lebensstil wird zum Zeugnis für die Welt werden. Wenn wir in der
Gegenwart Gottes bleiben, werden wir auch seinen Willen erkennen und
Gehorsam sein können. Wir werden unsere Kraft nicht mehr für eigene
Werke verschwenden. Wir werden von Gott die Kraft und die Fähigkeit
erhalten, seine Werke zu tun. Gott hat einen Plan mit jedem von uns.
Aber wir können seinen Plan für unser Leben nur erkennen, wenn wir ihm
nahe sind, wenn wir in Beziehung zu ihm leben. Aus 1. Kor. 13 wissen
wir, dass ohne Liebe alles andere nichts wert ist. Leben wir noch in
einer Liebesbeziehung zu unserem Vater? Leben wir in einer
Liebesbeziehung zu Jesus? Was ist ein christlicher Lebensstil wert,
ohne eine Liebesbeziehung zu unserem Vater und zu Jesus? Humanisten
können ebenfalls einen vorbildlichen Lebensstil führen. Macht sie das
zu Christen? Nein! Also lasst uns diese Liebesbeziehung neu erfahren.
Lasst uns von Gott neu das Feuer der ersten Liebe schenken.
Lasst uns ein Leben führen, das Wirkung hinterlässt. Lasst uns ein
Leben führen, dem aus dem Glauben sichtbare Früchte des Geistes folgen.
Denn ein Glaube, der keinerlei Wirkung im Leben hinterlässt, ist
nutzlos und tot und im Grunde kein Glaube. Unser Leben soll geprägt
sein von dem Zusammenwirken des Glaubens und der Werke. Der Glaube ist
dabei Ausdruck unserer Herzenshaltung. Die Werke sind Ausdruck der
sichtbaren Veränderungen. Beides geschieht durch die Kraft und die
Veränderung Gottes. Lasst uns deshalb ein Leben aus der Gnade Gottes,
die uns diese Kraft und die Befähigung schenkt, führen.
Mit dem folgenden Bibelvers möchte ich schließen:
Ps. 23,6: Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des HERRN lebenslang.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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