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Gott ist mit uns!
Jeder von uns kennt die Aussage: Gott ist mit uns. Ich möchte mich
heute mit der Bedeutung dieser Aussage beschäftigen. Was bedeutet es
für uns, für dich und auch für mich, dass Gott mit uns ist. Im
deutschen Sprachgebrauch bzw. der Umgangssprache kommt dieser Wortlaut
"mit jemandem sein" nicht vor. Ich habe zumindest noch zu niemandem
gesagt: Ich bin mit dir. Dies wurde zu mir auch noch nie gesagt.
Ich habe versucht, über das Internet die Bedeutung von "mit jemanden sein" herauszufinden. Ich hatte allerdings kein Glück.
Also blieb mir nur übrig, mir selbst Gedanken über die Bedeutung zu machen. Ich hoffe, euch interessiert mein Ergebnis.
Das Gegenteil von "mit" ist "ohne". Ein Beispiel: Wenn ich mit
einem Schirm aus dem Haus gehe, habe ich einen Schirm dabei. Gehe ich
ohne Schirm aus dem Haus, habe ich keinen Schirm dabei. Das Gegenteil
von "mit jemand sein" ist also "ohne jemand sein". Wenn ich ohne
jemand bin, bin ich also alleine. Es ist niemand da, es ist niemand bei
mir. Ist jetzt aber jemand mit mir, bin ich nicht alleine. Es ist
jemand da, es ist jemand bei mir.
Würde sich die Bedeutung von "Gott ist mit uns" auf "Gott ist da" oder
"Gott ist bei uns" beschränken, würden wir im Wort Gottes diese
Aussagen vorfinden. Gott hat sich aber dafür entschieden, die Betonung
auf "Gott ist mit uns" zu legen.
Die Besonderheit dieser Aussage könnte darin liegen, dass Gott uns
dadurch nicht nur seine Anwesenheit zusagt, sondern auch seine Rolle
uns gegenüber deutlich machen will.
Wie sieht die Rolle Gottes im Alten Testament aus? Gott hat sich das
Volk Israel als sein Volk erwählt. Dieses Volk hatte seinen Ursprung in
Abraham, mit dem Gott einen Bund geschlossen hat. Gott stand zu seiner
Wahl und zu seinem Bund, denn er hatte einen Plan mit diesem Volk, der
für die gesamte Menschheit zum Segen werden sollte. Die Erfüllung
seines Planes hatte er nicht vom Handeln dieses Volkes abhängig
gemacht. Dieses Volk war sehr oft ungehorsam und beging Sünde. Gott
ließ dieses Volk dennoch nicht untergehen, er vernichtete es nicht,
sondern er hielt und hält an diesem Volk fest, er stand und steht zu
diesem Volk, arbeitete mit diesem Volk, bewegte ihre Herzen, damit sie
immer wieder zu ihm zurückkehren konnten und blieb diesem Volk treu, um
seinen Heilsplan zu erfüllen. Sein Handeln entsprang nie der Motivation
oder Emotion, wegen ihrer sündigen Taten gegen dieses Volk zu sein. Das
Gegenteil war der Fall: Er hat dieses Volk sehr oft beschützt, hat
ihnen zum Sieg gegen ihre Feinde verholfen und ist für sie eingetreten.
Sein Beweggrund war Liebe. Das Fazit, das wir daraus ziehen können,
ist: Gott war - und ist auch heute noch - mit diesem Volk - aus Liebe
zur gesamten Menschheit.
Der Heilsplan Gottes, den Gott im Alten Testament über 42 Generationen
verfolgt hat, hat sich im Neuen Testament durch die Geburt und den
Kreuzestod Jesu erfüllt. Interessant ist hierbei die Stelle in Mt.1,
23, die sich auf eine Verheißung aus Jes. 7,14 bezieht:
"Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den wird man Immanuel nennen." Das bedeutet: "Gott ist mit uns!".
Wir wissen, dass mit der Jungfrau Maria gemeint ist und mit deren Sohn
Jesus. Jesus erhält in dieser Stelle den Namen Immanuel. Immanuel ist
ein hebräischer Name. In der Bibelstelle finden wir gleichzeitig die
Übersetzung: "Gott ist mit uns". Wir können daraus schließen, dass Gott
in Jesus mit uns ist. Ist also Jesus in uns, ist Gott mit uns. Dieses
"uns" bezieht sich nun aber nicht nur auf das Volk Israel, sondern auf
alle Menschen. Jesu Leben uns sein Sterben war dafür die Voraussetzung.
Er hat sein Leben für uns hingegeben, damit wir Menschen, alle
Menschen, ewiges Leben bei Gott haben können. In Jesus macht Gott allen
Menschen das Angebot, dass sie sagen können, Gott ist mit uns. Die
Frage ist, ob dieses Angebot angenommen wird. Nur die Menschen, die
dieses Angebot annehmen, können die Erfahrung machen, dass Gott mit
ihnen ist.
Interessant ist, dass Gott seine Aussage nicht persönlich, sondern
allgemein formuliert. Es heißt nicht: "Gott ist mit dir.", sondern
"Gott ist mit uns!" Das mag daran liegen, dass Gott uns in unserem
Glaubensleben nicht als Einzelkämpfer haben möchte, sondern uns
Christen als eine Gemeinschaft geplant hat. Diesen Plan sieht er in der
Gemeinde und dem Gemeindeleben umgesetzt. Jesus ist das Haupt der
Gemeinde und die Gemeinde stellt den Leib Christi dar.
In 1. Kor. 10, 16f steht:
16 Haben wir durch den Abendmahlskelch, über dem wir das Dankgebet
sprechen, nicht Anteil am Blut, das Christus für uns vergossen hat?
Haben wir durch das Brot, das wir brechen und gemeinsam essen, nicht
Anteil an seinem Leib?
17 Es gibt beim Abendmahl nur ein Brot. Und obwohl wir so viele sind,
sind wir doch ein Leib, weil wir alle von dem einen Brot essen.
In 1. Kor. 12,13 wird die Frage beantwortet, wer zum Leib gehört:
13 alle, die durch den Geist Gottes in diesen Leib getauft wurden.
In 1. Kor. 12,12-30 finden wir Detailinformationen über die Gemeinde
bzw. diesen Leib. Dabei wird immer wieder ein Vergleich zum
biologischen Körper hergestellt. Einzelne Verse wollen wir uns genauer
ansehen:
15 Selbst wenn der Fuß behaupten würde: "Ich gehöre nicht zum Leib,
weil ich keine Hand bin!", er bliebe trotzdem ein Teil des Körpers.
16 Und wenn das Ohr erklären würde: "Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!", es gehörte dennoch dazu.
Wer zum Leib dazugehört, gehört dazu und kann sich nicht einfach selber
abtrennen. Bin ich durch den Geist Gottes in den Leib getauft worden,
gehöre ich zum Leib Christi. Es spielt keine Rolle, ob ich das
letztlich will oder nicht. Ich gehöre dazu.
17 Angenommen, der ganze Körper bestünde nur aus Augen, wie könnten wir
dann hören? Oder der ganze Leib bestünde nur aus Ohren, wie könnten wir
dann riechen?
18 Deshalb hat Gott jedem einzelnen Glied des Körpers seine besondere Aufgabe gegeben, so wie er es wollte.
19 Was für ein sonderbarer Leib wäre das, der nur einen Körperteil hätte!
Der Körper hat verschiedene Glieder, die alle notwendig sind
D.h., wir können uns nicht ausklinken. Gott bestimmt, welches Glied wir
im Leib Christi sind. Jedes Glied hat seine eigene, besondere Aufgabe.
Diese Aufgabe hat Gott uns zugeteilt. Wir haben somit eine
Verantwortung als Glied in diesem Leib Christi, in dieser Gemeinde
Gottes.
20 Aber so ist es ja auch nicht, sondern viele einzelne Glieder bilden gemeinsam den einen Leib.
21 Darum kann das Auge nicht zur Hand sagen: "Ich brauche dich nicht!"
Und der Kopf kann nicht zu den Füßen sagen: "Ihr seid überflüssig!"
22 Vielmehr sind gerade die Teile des Körpers, die schwach und unbedeutend erscheinen, besonders wichtig.
Die Glieder brauchen sich gegenseitig, besonders die kleinsten sind
nötig. Wenn ich keinen Daumen hätte, könnte ich Dinge nicht greifen,
nicht in die Hand nehmen. Hätte ich keine Zehen, würde mir das Stehen
sehr schwer fallen, wenn mir das Stehen überhaupt möglich wäre.
23 Wenn uns an unserem Körper etwas nicht gefällt, dann geben wir uns
die größte Mühe, es schöner zu machen; und was uns anstößig erscheint,
das kleiden wir besonders sorgfältig.
24 Denn was nicht anstößig ist, muss auch nicht besonders bekleidet
werden. Gott aber hat unseren Leib so zusammengefügt, dass die
unwichtig erscheinenden Glieder in Wirklichkeit besonders wichtig sind.
Wir merken, es gibt Glieder, die Aufgaben haben, die weniger ehrbar
erscheinen. Allerdings werden gerade sie mit größerer Ehre bedacht.
25 Unser Leib soll eine Einheit sein, in der jedes einzelne Körperteil für das andere da ist.
Gott hat den Leib als Einheit zusammengefügt. Was stellen wir uns unter
einer Einheit vor? Einheit hat mit Verbundenheit, mit Harmonie, mit
Gemeinsamkeit und mit "sich eins sein" zu tun. Wir sollen ein Team
darstellen. Wir sollen uns einig sein, gemeinsam vorangehen,
miteinander gemeinsame Ziele verfolgen, füreinander da sein. Wir
sollen nicht nebeneinander vor uns hin leben oder gar gegeneinander
agieren. Der Leib Christi funktioniert, wenn Jesus seine Rolle als
Haupt einnehmen darf und sich die Glieder der Gemeinde untereinander
einig sind.
26 Leidet ein Teil des Körpers, so leiden alle anderen mit, und wird ein Teil geehrt, freuen sich auch alle anderen.
Leidet einer, leiden alle; freut sich einer, freuen sich alle. Dies
drückt ebenfalls die Einheit des Körpers aus. Dem Auge ist es nicht
egal, wenn der Zeh Schmerzen leidet. Das Auge nimmt Anteil an dem Leid.
Und die Hand ist nicht neidisch, wenn das Ohr Grund zur Freude hat. Die
Hand freut sich mit dem Ohr.
27 Ihr alle seid der eine Leib Christi, und jeder Einzelne von euch gehört als ein Teil dazu.
Paulus betont es noch einmal: Gemeinsam und nur gemeinsam sind wir der
Leib Christi. Als einzelner können wir den Leib Christi nicht
repräsentieren. Nur gemeinsam stellen wir Jesus in dieser Welt dar.
28 Jedem hat Gott seine ganz bestimmte Aufgabe in der Gemeinde
zugeteilt. Da sind zunächst die Apostel, dann die Propheten, die
verkünden, was Gott ihnen eingibt, und drittens diejenigen, die Gottes
Botschaft lehren. Dann gibt es Christen, die Wunder tun, und solche,
die Kranke heilen oder Bedürftigen helfen. Einige leiten die Gemeinde,
andere reden in unbekannten Sprachen.
29 Sind sie nun etwa alle Apostel, Propheten oder Lehrer? Oder kann jeder von uns Wunder tun?
30 Kann jeder Kranke heilen, in unbekannten Sprachen reden und das Gesagte erklären?
Hier betont Paulus noch einmal, dass jeder seine zugewiesene Aufgabe
hat. An dieser Stelle ist er/ sie wichtig. Es gibt das Sprichwort:
"Schuster bleib bei deinen Leisten." Was will uns das Sprichwort denn
sagen? Es bedeutet doch, dass der Schuster die Aufgaben übernehmen
soll, die in sein Aufgabenrepertoire fallen und seinen Fähigkeiten
entspricht. Übernimmt er berufsfremde Aufgaben, kann nicht davon
ausgegangen werden, dass das Ergebnis genauso ist, wie wenn sie vom
Fachmann übernommen worden wären.
Nehmen wir Eph. 4, 15f hinzu:
15 Stattdessen wollen wir die Wahrheit in Liebe leben und zu Christus hinwachsen, dem Haupt der Gemeinde.
16 Er versorgt den Leib und verbindet die Körperteile miteinander.
Jedes Einzelne leistet seinen Beitrag. So wächst der Leib und wird
aufgebaut in Liebe.
Paulus betont noch einmal, dass Jesus das Haupt der Gemeinde ist. Jesus
ist derjenige, der den Leib versorgt und ihn zusammenfügt. Aber auch
wir stehen in Verantwortung: Wir sind aufgefordert, Liebe zu üben und
auf Christus zu schauen.
Gottes Plan mit der Gemeinde als Leib Christi ist genial. Könnt ihr da
"Amen" sagen? Wie sieht die Praxis aus? Wisst ihr, bereits die ersten
Christen hatten damit so ihre Probleme. Paulus musste den Geschwistern
in Korinth schreiben: Hört auf, euch zu streiten! (1. Kor.1,10). Was
war passiert? Die Gemeinde, die sowohl von Apollos, Petrus und Paulus
besucht worden war, scheint zu dem Zeitpunkt des Briefes
orientierungslos und verwirrt gewesen zu sein. Das Problem war, weder
Apollos, noch Petrus oder Paulus waren da, um sie zu lehren. Im Bemühen
um Klarheit gerieten sie in Streit. Sie hatten vergessen, wer das Haupt
der Gemeinde war - Christus. Anstatt auf Jesus zu schauen, stellten sie
Aussagen von Apollos, Petrus und Paulus in den Vordergrund. Es drohte
eine Spaltung. Wie reagiert Paulus? Sagt er: "Was gibt es denn da zu
überlegen? Natürlich gilt das, was ich gesagt habe! Also folgt dem, was
ich euch gelehrt habe!" Nein! Paulus kommt auf den Kern des Glaubens zu
sprechen - die Botschaft vom Kreuz. Er zeigt zudem auf, dass diese
Botschaft mit menschlicher Weisheit nicht zu erfassen ist. Im dritten
Kapitel stellt er die Sinnlosigkeit ihres Streites dar. Er erklärt es
damit, dass Apollos, Petrus und er selbst nur Diener Gottes sind, die
ihnen gegenüber nur ihren Auftrag erfüllt haben. 1. Kor. 3, 5-8:
5 Wer ist denn schon Apollos oder Paulus, dass ihr euch deshalb
streitet? Wir sind doch nur Diener Gottes, durch die ihr zum Glauben
gekommen seid. Jeder von uns hat lediglich getan, was ihm von Gott
aufgetragen wurde.
6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat euren Glauben wachsen lassen.
7 Es ist nicht so wichtig, wer pflanzt und wer begießt; wichtig ist allein Gott, der euren Glauben wachsen lässt.
8 Von Gottes Mitarbeitern ist einer so notwendig wie der andere, ob er
nun das Werk beginnt oder weiterführt. Jeder wird von Gott den
gerechten Lohn für seine Arbeit bekommen.
Paulus wird nicht zum Richter, indem er einzelne für ihre Haltung
verurteilt. Er nimmt jeden einzelnen in die Verantwortung. Jeder
einzelne hat die Aufgabe, sein Denken und Handeln zu überprüfen und
gegebenenfalls zu korrigieren. Er macht ihnen neu bewusst, Jesus den
Platz einzuräumen, der ihm als Haupt der Gemeinde zusteht.
Uneinigkeiten, Streitigkeiten und gegenseitige Verletzungen in
Gemeinden werden auch heutzutage nicht immer vermieden werden können.
Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Bestehen wir auf unsere Meinung,
wollen wir Recht bekommen? Sehen wir nur, was der andere getan oder
nicht getan hat? Nehmen wir nur wahr, was der andere vermeintlich
verkehrt gemacht hat? Wie ist die Haltung Gottes in einer solchen
Situation? Was erwarten wir von ihm? Wollen wir, dass er sich auf
unsere Seite stellt und somit gegen den anderen ist? Was tut Gott? Habt
ihr euch das schon einmal überlegt? Gott gibt nicht dem einen Recht und
dem anderen Unrecht. Könnt ihr euch erinnern, was ich zu Beginn gesagt
habe? Ich möchte es euch ins Gedächtnis rufen: Gott ist mit uns. Die
Betonung liegt auf uns - seine Gemeinde. Er steht zu uns, er ist uns
treu. Ich frage euch: Wenn er mit uns ist, wie kann er da gegen einen
einzelnen von uns sein?
Bei Problemen mit unseren Geschwistern haben wir zwei Möglichkeiten.
- Wir können uns tagelang ärgern, darüber schimpfen, diskutieren,
unser Recht einfordern und erwarten, dass der andere sich bewegt und
seine Einstellung verändert.
- Wir können uns bewegen und uns verändern, indem wir Gott
fragen, was wir tun sollen. Damit übernehmen wir Verantwortung, die in
erster Linie uns und unser Handeln betrifft. Wollen wir im Glauben
wachsen und Veränderungen in unserem Leben erreichen, hängt es damit
zusammen, inwieweit wir dazu bereit sind.
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Gott dir bei Schwierigkeiten
noch nie gesagt hat, was der oder die anderen tun sollten? Gott ist ein
persönlicher Gott. Er ist ein Gott der Beziehung. Er möchte zu jedem
von uns eine Beziehung haben und in dieser persönlichen Beziehung zu
dir geht es ihm darum, dein Herz zu berühren, dich zu heilen und dich
zu verändern. Sind wir bereit dazu, uns berühren, heilen und verändern
zu lassen?
Wir wissen bei Problemen und Konflikten mit anderen meistens, was die
anderen tun sollten. Oft wissen wir sogar, was wir tun sollten,
schaffen es aber nicht. Wir stehen in einem Kampf zwischen Fleisch und
Geist (s. Gal. 5). Deshalb ist es wichtig, dass uns bewusst ist, dass
Gott mit uns ist, dass er uns liebt und uns unsere Verfehlungen
vergibt. Es ist wichtig, dass wir auf Jesus als dem Haupt der Gemeinde
schauen und bereit sind, uns von ihm berühren, heilen und verändern zu
lassen. Wenn wir das erlebt haben, sind wir auch in der Lage, Jesu
Gebot der Liebe zu erfüllen
Joh. 13, 34 f:
34 Heute gebe ich euch ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch
geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben.
35 An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.
Jesus gibt uns also den klaren Auftrag. Wir sollen uns lieben. Dieser
Auftrag Jesu gilt jedem persönlich. Es geht nicht darum, dass wir an
die anderen die Erwartung haben, dass sie uns lieben, sondern dass
jeder für sich seiner Verantwortung den anderen gegenüber nachkommt.
Paulus hat in 1. Kor. 13 konkretisiert, was unter Liebe zu verstehen ist: Zusammengefasst kann man sagen:
- Ohne Liebe zählt alles, was ich tu, nichts.
- Eigenschaften der Liebe sind:
Geduld und Freundlichkeit, Vergebungsbereitschaft, Vertrauen, voller Hoffnung und
Durchhaltevermögen, Langmut, Demut, Anstand.
- Liebe ist nicht vorteilsbezogen, nicht nachtragend und nicht reizbar.
Wisst ihr, Gott ist Liebe, er erfüllt alle diese Eigenschaften. Er
liebt uns - Jesus hat den Weg gebahnt, damit wir seine Liebe empfangen
können. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Gnade.
Gott ist mit uns - in Jesus - heute, morgen und in Ewigkeit. Amen.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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