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Gottes Perlen

Mt. 13, 44-46: Vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle

44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. 45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
In unseren Bibelversen geht es in erster Linie um das Himmelreich. Wo Gott ist, befindet sich sein Reich.
Beim ersten Vergleich mit dem Mann auf dem Acker ist unklar, was er auf dem Acker tat. Es ist nicht ersichtlich, ob er ein Arbeiter war oder nur zufällig den Acker betreten hat. Er scheint den Schatz eher zufällig gefunden und nicht gezielt danach gesucht zu haben. Aber als er den Schatz gefunden hatte, hatte er nur ein Ziel: Er wollte den Schatz haben. Zuerst hat er den Schatz versteckt, danach hat er alles verkauft, um den Acker erwerben zu können. Dieser Schatz war ihm soviel wert, dass er allen bisherigen Besitz aufgab, um den Schatz erwerben zu können.
Im nächsten Vers wird ein Kaufmann beschrieben, der gezielt nach guten Perlen gesucht hat. Als er eine kostbare gefunden hatte, verkaufte er alles, um sie erwerben zu können. Sein ganzer bisheriger Besitz war ihm diese eine Perle wert.

Die Entstehung der Perle

Die Entstehung von Perlen ist ein Schauspiel der Natur, das unbekannterweise in vielen verschiedenen Muschel- und Schneckenarten stattfindet - selbst in Muschelarten, die in Deutschland heimisch sind.
An für sich ist die Muschel dicht, so dass kein Fremdkörper eindringen kann. Als Abstoßungsreaktion der Muschel auf das Eindringen eines Fremdkörpers oder Parasiten, wird dieser in eine Schicht muscheleigenem Perlmutt isoliert. Nach einigen Jahren, in denen sich mehr und mehr Perlmuttschichten um den Fremdkörper gebildet haben, ist eine ansehnliche Perle entstanden.

Weitere Bibelstellen, in denen eine Perle vorkommt; sind:

Mt. 7,6: Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.

Vor diesem Bibelvers steht:

Mt.7, 1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. 2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? 4 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. 5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.

In diesen Versen werden wir zuerst gewarnt, andere nicht zu verurteilen. Danach kommt die Warnung, das Wort Gottes - die Perlen - nicht mit Menschen zu besprechen, die es nicht verstehen können und die dich danach mit ihren Worten zerreißen. Es geht darum, bei der Verkündigung des Wortes Gottes weise zu sein.
Als Jesus seine Jünger aussendet, sagt er zu ihnen in Mt.10,14: Und wenn jemand euch nicht aufnehmen noch eure Worte hören wird - geht hinaus aus jenem Haus oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen! Jesus gibt ihnen zuerst den klaren Auftrag zu predigen, er befiehlt ihnen aber nicht, den Menschen das Wort Gottes aufzuzwingen. Er fordert sie vielmehr auf weiterzugehen und die Menschen, die nichts davon wissen wollen, hinter sich zu lassen. Gott zwingt sich niemanden auf.
In unserem Alltag wird es nicht immer möglich sein, die Menschen, die nichts vom Evangelium wissen wollen, hinter uns zu lassen, aber wir können weise mit ihnen umgehen, damit sie hinter unserem Rücken nicht den Mund über uns zerreißen.
In der Offenbarung können wir lesen, dass die Hure von Babylon mit Perlen geschmückt war (Offb. 17,4: Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand,).
In der Offenbarung wird zudem beschrieben, dass der Handel nicht mehr funktioniert (Off. 18: 15 Die Kaufleute dieser Dinge, die an ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual weitab stehen, weinend und trauernd, 16 und werden sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlachstoff und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen! 17 Denn in einer Stunde ist der so große Reichtum verwüstet worden.).

Was macht die Perle wertvoll?

Der Wert einer Sache ergibt sich zum einen daraus, wie selten sie vorkommen, zum anderen wird der Wert über das Angebot und die Nachfrage bestimmt. Nachfrage entsteht oft durch Neid. Wir sehen, dass irgendjemand irgendetwas hat und wir wollen es auch haben.

Früher waren Perlen sehr selten, da sie nicht sehr häufig gefunden wurden. Man benötigte Jahre, um in den Besitz einer Perlenkette zu kommen. Heutzutage werden Perlen gezüchtet.
Wir müssen uns fragen, was ist uns Christen wertvoll?

Gottes Bild von uns!

Gott betrachtet uns als Perle. Wir sind für ihn wertvoll. Er holt uns aus unserem Dreck heraus, reinigt uns und verändert uns. Unser Auftrag ist, uns gegenseitig als Perlen zu betrachten. Jesus hat die Menschen nie verurteilt, obwohl er von ihrer Sünde wusste. Er hat sie nie damit konfrontiert. Er sah jeden Menschen als eine Perle an.

Wer ist für Gott ein Schatz?

Mt. 13: 47 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und Fische von jeder Art zusammenbrachte, 48 das sie dann, als es voll war, ans Ufer heraufzogen; und sie setzten sich nieder und lasen die guten in Gefäße zusammen, aber die faulen warfen sie hinaus. 49 So wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: Die Engel werden hinausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern 50 und sie in den Feuerofen werfen; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. 51 Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja. 52 Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Reichs der Himmel geworden ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.

Für Gott sind alle Menschen wertvoll (s. verlorener Sohn). Derzeit ist noch Gnadenzeit. Alle Menschen haben noch die Möglichkeit, Gott zu suchen und zu finden. Ist die Gnadenzeit vorbei, wird Gott sein Netz auswerfen und es einholen. Dann folgt das Gericht, bei dem die Menschen Rechenschaft über ihr Leben abgeben müssen und Jesus sein Urteil über jeden fällen wird. Seine Nachfolger werden die Ewigkeit mit ihm verbringen.
Das neue Jerusalem (Off. 21,18ff) wird eine goldene Stadt sein mit Toren aus gigantischen Perlen (Offb. 21,21: Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas.) Es gibt keinen Tempel, denn "denn der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm" (Off. 21,22).


Gemeinde Gottes Nördlingen

Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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