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Grundlagen des Glaubens
Politiker haben in den letzten Monaten immer wieder auf unsere
christlichen und jüdischen Traditionen unseres Landes hingewiesen. Was
können wir darunter verstehen?
Die Glaubensväter (Abraham, Isaak und Jakob) sind Teil dieser
Tradition. Sie hatten oft kein einfaches Leben, sie erlebten die
verschiedensten Schickschalsschläge, haben aber dennoch mächtige
Erfahrungen mit Gott gemacht. Sie hatten eine Beziehung zu ihm.
Mose ist ebenfalls Teil dieser Tradition. Er hat die 10 Gebote
empfangen. Er hat sie sich nicht selbst ausgedacht, sondern Gott hat
ihm die Tafeln mit den 10 Geboten überreicht. Gott sind die 10 Gebote
sehr wichtig.
Gott hat sich dem Volk Israel genähert, aber sie durften ihm nicht zu
nahe kommen (2. Mos. 19), ohne vorher bestimmte Reinigungsvorschriften
eingehalten zu haben.
Das Wirken Gottes mit dem Volk Israel blieb der Welt nicht verborgen.
Alle Völker hörten von den Wundern und dem Auszug des Volkes Israel aus
Ägypten. Sie lebten nicht isoliert voneinander, sondern betrieben regen
Handel miteinander. Durch die Händler wurden Informationen und
Nachrichten weitergegeben.
Interessant ist, dass die Anbetung der verschiedenen Völker ähnlich
war. Dies ist auf die Anbetung des Gottes Israels zurückzuführen, die
weitervermittelt wurde. Allerdings brachte der Teufel Nuancen in die
Anbetung Gottes hinein, die zur Gotteslästerung geführt haben.
Zusammengefasst kann man sagen, dass die Grundlage unserer Kultur auf folgenden Vers zurückgeht:
Micha 6,8: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von
dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein
vor deinem Gott.
Die 10 Gebote regeln die Beziehung zu Gott. Das Volk Israel erlebte die
Gegenwart Gottes, hörte seine Stimme und wusste, Gott ist allmächtig.
Sie kannten den Unterschied zwischen Gott und dem Kalb, das sie eine
kurze Zeit angebetet hatten.
2. Mos 20:
1 Und Gott redete alle diese Worte:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
- Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er will an erster Stelle unseres Lebens stehen.
s. Mt. 6,31ff:
31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen,
weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden,
noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein
Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis
ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen;
denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen
missbraucht.
- Gott gibt eine klare Anweisung.
- Wie ernst nehmen wir diese Anweisung? Vertreten wir die
Haltung, dass dies jeder so handhaben kann, wie er will, anstatt eine
klare Haltung einzunehmen?
- Es ist nicht unsere Aufgabe, andere zu strafen, wenn sie gegen Gottes Gebot verstoßen. Er macht es selbst.
8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da
sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein
Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner
Stadt lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das
Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum
segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
- Dieser Tag stellt den Tag der Woche dar, an dem wir uns auf Gott konzentrieren sollen.
- Wir sollen aus unserem Alltag herauskommen, zur Ruhe kommen und Gott die Ehre geben, die ihm zusteht.
In den westlichen Ländern tritt häufig das Problem auf, dass, wenn von
Glauben gesprochen wird, die Religionszugehörigkeit gemeint ist. Dies
bedeutet allerdings nicht, dass die Leute glauben, was ihre Religion
lehrt bzw. dass sie überhaupt wissen, was ihre Religion glaubt. Deshalb
ist es wichtig, die Grundlagen des Glaubens zu kennen.
Glaube beruht auf einer persönlichen Entscheidung. Im NT verändert sich
die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen, da sich durch das
Erlösungswerk Jesu ihm alle Menschen nähern können. Dies wird
allerdings Thema einer späteren Predigt werden.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
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Tel.: 07362/21423
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