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Heiligung

Stell dir mal vor, jemand möchte einen Artikel über dich schreiben - vielleicht sogar eine Biographie über dich verfassen. Was ist dir das Wichtigste, was darin stehen sollte?

- Sollen es deine Errungenschaften sein?
- Sollen es deine Leistungen sein?
- Soll über deinen beruflicher Werdegang berichtet werden?
- Soll deine Familiengeschichte aufgezeichnet werden?
- Sollen darin deine wertvollsten Erinnerungen stehen?
- Sollen darin besondere Ereignisse verzeichnet sein?

Diese Dinge können wirklich wichtig sein. Aber wenn das Anliegen des Schreibers wäre, deine Charaktereigenschaften zu beschreiben, was würde dabei herauskommen? Würde es heißen:

- Du bist streitsüchtig.
- Du bist rechthaberisch.
- Du bist egoistisch.
- Du suchst nur deinen eigenen Vorteil.
- Du bist geizig.
- Du bist unfreundlich.
- Du bist lieblos.

Wenn das dabei herauskäme, wären wir keine guten Vertreter Christi. Denn was soll uns denn das Wichtigste sein? Wir sollen sein wie Christus. Wenn das bereits jemand von mir sagen könnte, wäre das doch die höchste Ehre, die mir in meinem Leben zuteil werden kann. Ein Mann namens Henry Drummond sagte einmal: " Zu werden wie Christus ist das einzige in der Welt, wofür es sich zu leben lohnt, dem gegenüber sind alle anderen menschlichen Bestrebungen eine Torheit und alle geringeren Errungenschaften sind nichtig."

Jesus sagte einmal: "Folget mir und ich werde euch zu Menschenfischern machen". In dieser Aussage sind einerseits ein klarer Auftrag und andererseits der jeweilige Verantwortungsbereich enthalten. Unsere Aufgabe und unsere Verantwortung ist es, ihm zu folgen. Was bedeutet das? Es bedeutet doch, dass wir so leben, wie er lebte. In dem Satz von Jesus ist aber auch noch etwas anderes enthalten. Er macht seine Verantwortung deutlich. Seine Verantwortung ist es, uns zu Menschenfischern zu machen. Somit ergibt sich das eine aus dem anderen. Aber zuerst sind wir gefragt, zu sein wie Jesus.

"Sein wie Christus" ist ein Prozess.

An zwei Beispielen möchte ich diesen Prozess deutlich machen.

1. Stellt euch einen extrem dicken Mann vor, der abnehmen möchte. Sein persönlicher Trainer zeichnet in einen Spiegel die Figur, die der Mann erreichen will. Es dauert Monate harten Trainings und einer Diät, bis der Mann annähernd die Silhouette erreicht. Eines Tages steht er glücklich vor dem Spiegel - er hat sein Ziel erreicht.

2. Ein Bildhauer meißelt die Skulptur eines Löwen aus einem Granitblock heraus. Auf die Frage, wie ihm das gelingt, antwortet er: Es war sehr einfach. Ich habe lediglich all das entfernt, was nicht wie ein Löwe aussah.

"Sein wie Christus" - ein Leben in Heiligkeit

Hierzu stellt sich die Frage: Was bedeutet Heiligkeit oder Heiligung? Heiligkeit ist ein Wesenszug Gottes, der die Reinheit liebt und das Böse abweist. Das bedeutet, dass er abgesondert ist von allem Bösen. Wir können von uns aus Gott in Seiner Heiligkeit nicht ergründen. Wenn wir von ihm etwas verstehen sollen oder dürfen, dann ist dies nur möglich, wenn Gott sich uns offenbart.

Gott ist heilig. (Spr. 9,10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; und Erkenntnis des allein Heiligen ist Einsicht./ Ps. 99,5 Erhebt den HERRN, unseren Gott, und fallt nieder vor dem Schemel seiner Füße! Heilig ist er.) In seiner Gegenwart können wir nur bestehen, wenn wir heilig sind. (Hebr 12,14 Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird;)

Gottes Wille für unser Leben ist unsere Heiligung (1.Thess 4,3: Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung). Heiligung ist die Befreiung aus der Herrschaft der Sünde, damit wir Gott gehören und von ihm verändert werden.

Wie werden wir heilig? Wir werden nicht Gottes Geheiligte durch das Erreichen eines gewissen Grades von praktischer Heiligkeit. Wäre das Gottes Weg zur Heiligkeit, würde dies dem Grundsatz des Gesetzes entsprechen. Wir sind Gottes Geheiligte aufgrund des Opfers, das Jesus für uns getan hat (Heb. 10,10). Dieser Weg entspricht dem Grundsatz der Gnade. Ein "Heiliger" ist somit kein sündloser oder charakterlich hochstehender Mensch, sondern jemand, dem Gott die Schuld vergeben und das ewige Leben geschenkt hat. Eigene Anstrengungen, Bußübungen oder moralisch einwandfreies Verhalten machen uns demnach nicht heilig. Gott heiligt uns vielmehr und spricht uns gerecht, wenn wir ihm vertrauen.

Formen der Heiligung

1. Die Erwählung vor der Bekehrung

Gott hat uns, die Gläubigen erwählt, bevor wir errettet worden sind.

2. Thess. 2,13: Euch aber, vom Herrn geliebte Brüder und Schwestern, hat Gott von Anfang an dazu bestimmt, gerettet zu werden. Dafür müssen wir ihm immer wieder danken. Durch den Geist Gottes führt ihr nun euer Leben nach Gottes Willen, und ihr glaubt an die Wahrheit.
1. Petr. 1,2: Ihr seid Gottes Kinder geworden, weil Gott, unser Vater, euch von Anfang an dazu auserwählt hat. Durch die Kraft des Heiligen Geistes könnt ihr jetzt Jesus Christus als euren Herrn anerkennen, weil er am Kreuz sein Blut für euch vergossen und euch von eurer Schuld befreit hat. Gott schenke euch immer mehr seine Gnade und seinen Frieden.

2. Stellungsmäßige Heiligung

Im Augenblick unserer Bekehrung sind wir durch unsere Stellung geheiligt, die wir durch Christus haben (1. Kor. 1,30: Aus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung). Durch die Heiligung sind wir abgesondert von der Welt.

Allerdings können wir zwar geheiligt sein durch Christus und dennoch fleischlich sein in unserem Verhalten (1. Kor. 1,3: Und ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christus.). Aus diesem Grund kommt es dazu, dass Geheiligte in Christus ermahnt werden, heilig zu sein  (1. Petr. 1, 15: sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! 16 Denn es steht geschrieben: "Seid heilig, denn ich bin heilig.").

3. Praktische und wachstumsmäßige Heiligung

Die praktische Heiligung soll sich in unserem Lebensstil/ Lebenswandel niederschlagen. Wir sollen ein Leben für Gott führen - ein Leben in Absonderung von Sünde und vom Bösen. Die Ermahnung, heilig zu sein, bezieht sich auf die praktische Heiligung.

Im Wort Gottes wird die praktische Heiligung immer wieder betont:

Jesus betet in Joh. 17 für seine Jünger: "Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit."

Paulus drängt die Korinther in 2. Kor. 7,1: Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.

Petrus formuliert dies ähnlich in 1. Petr. 1,15: sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig!

Werden wir abgesondert, ist ein Unterschied zu den anderen unbekehrten Menschen um uns herum nicht zu vermeiden. Das Problem ist, dass wir uns aber oft nicht unterscheiden wollen. Wir wollen so sein, wie die Menschen um uns herum. Wir wollen nicht auffallen. Dieses Problem hatten bereits die Israeliten. Sie wollten nicht in der Absonderung leben, wie es ihnen von Gott gelehrt worden war. Als Samuel alt geworden war, forderten sie in 1. Sam. 8, 5 einen König mit den Worten: "Nun setze doch einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie es bei allen Nationen ist!" Mit dieser Forderung war Samuel nicht einverstanden und er suchte Rat bei Gott. Gott sagte zu ihm in Vers 7: "Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll."

4. Die vollkommene Heiligung

Die vollkommene Heiligung liegt für uns in der Zukunft. Wenn wir den Herrn von Angesicht zu Angesicht sehen werden, werden wir auf ewig von der Sünde und dem Bösen abgesondert sein  (1. Joh. 3,2: Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.).

Ein Leben in Heiligkeit - wie gelingt das?

Wir werden aufgefordert, ein heiliges Leben zu führen: "So wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig, denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn ich bin heilig." (1.Pet. 1,15-16).

Ein heiliges Leben ist untrennbar mit der Beziehung zu Gott verbunden. Nur in der Beziehung zu ihm, kann eine Veränderung unserer Einstellung, unseres Charakters und Verhaltens erfolgen. "Heiligen" bedeutet "absondern, für Gott abgestellt sein". Wenn Gott uns gerecht spricht und heiligt, sondert er uns von der Sünde ab und befreit uns von ihrer Herrschaft. Damit sind wir frei, in einer persönlichen Beziehung mit ihm zu leben und ihm zu dienen. Durch den Einfluss seines Geistes verändert sich unser Wesen, sodass Liebe, Freude oder Frieden die negativen Gefühle und Verhaltensweisen mehr und mehr ersetzen (Gal. 5,22f). Gott nimmt in unserem Denken immer mehr Raum ein, wenn wir es zulassen. Wir fragen immer mehr nach dem Willen Gottes und versuchen ihn mit Jesu Hilfe in unserem Leben umzusetzen (Kol. 4,12). Jesus ist dabei unser Vorbild. Nach ihm richten wir unser Denken und Verhalten aus (Joh. 8,12). Jesus prägt von nun an unser Leben.

Diese Veränderung ist jedoch nur möglich, wenn wir uns dem Einfluss Gottes ausliefern. Wenn wir aber nicht auf Gott hören und nach seinem Willen suchen, wenn wir nicht im Gebet mit ihm verbunden bleiben oder wenn wir den Einfluss seines Geistes abwehren, wird alles beim Alten bleiben. Gott zwingt uns die Erneuerung unseres Lebens nicht auf. Er bietet sie uns als Geschenk an.

Die Bibel ist wie ein Spiegel. Durch sie zeigt uns Gott Sünde und Charaktermängel. Auch durch die Stimme des Heiligen Geistes versucht er uns auf Schwachstellen aufmerksam zu machen. Es ist wichtig, auf ihn zu hören, unser Versagen zu bereuen und um Vergebung, Befreiung und Veränderung zu bitten. Wir dürfen darauf vertrauen, dass er unser Leben neu machen wird (1. Joh. 18,9). Die Veränderung unseres Lebens ist ein Geschenk Gottes, das er uns anbietet. In diesem Sinne ist Heiligung die tägliche Erfahrung der Liebe und Gnade Gottes, der Vergebung durch Christus und der Erneuerung durch den Heiligen Geist.

"Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: dass Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde." (1. Joh. 1,5-7).

Gott sieht unser GANZES Leben. Er sieht auch unsere Sünde. Sünde ist bei ihm Sünde. Es gibt keine Wertigkeit, wie wir sie vielleicht manchmal hätten. Passiert es uns, dass wir Sünde verharmlosen? Sagen wir bspw.: "Ach, das ist gar nicht schlimm, das ist ja nur eine Notlüge." Wir dürfen nicht vergessen, dass Jesus derjenige ist, der uns eines Tages richten wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir JEDE Sünde ablegen.

Der Kampf gegen die Sünde ist die Voraussetzung für ein geheiligtes Leben.

Warum? Der Mensch wurde zum Ebenbild Gottes geschaffen. Als der Mensch sündigte, wurde seine Beziehung zu Gott und den Menschen gestört. Die Sünde bewirkt ein Getrenntsein von Gott und führt zum Leben im Egoismus und Vereinsamung.

Deshalb beschreibt Jesus in sehr radikalen Bildern, wie stark wir Sünde verabscheuen und ablehnen müssen.

Mark. 9,43.47: "Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. Und wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf`s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen.."

Das ist keine leere Warnung Jesu, um uns Furcht einzuflößen, sondern Jesus beschreibt hier eine geistliche Realität. Sünden verändern, betrügen, verhärten, nehmen dem Menschen die Sehnsucht nach Gott und dem Guten, sie trennen von Gott.

Sünde beginnt in der Gesinnung und in den Gedanken, dort liegen die Wurzeln für die darauf folgenden Tatsünden.

Matt. 5,28: "Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch begangen hat in seinem Herzen."

Matt. 5,21-22: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird..."

Jak. 4,17: "Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde." Hier wird deutlich, dass es auch Unterlassungssünden gibt.

Ist Sünde entschuldbar? NEIN! Schon Adam und Eva haben versucht, ihre Sünde zu erklären, die Schuld auf den anderen zu schieben. Aber es gibt keine Ausrede für das Sündigen. Im Gegenteil: Es wird uns sogar zugesagt, dass wir nicht über unser Vermögen versucht werden und Gott aufgrund seiner Treue einen Ausgang schaffen wird (1. Kor. 10,13).

Bereits im AT wird der Sieg über Sünde gefordert und als möglich gesehen.

Gen. 4,6-7 "Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen."

Gottes Liebe und Barmherzigkeit ist groß zu allen Menschen, die darum ringen, von Sünden Abstand zu nehmen und Gott ihr Leben anzuvertrauen. Aber Gottes Zorn ist groß über diejenigen, die Sünde nicht Sünde nennen wollen (Matt. 3,7f) und sich mit ihrer eigenen Schwachheit entschuldigen wollen, denn

Jes. 59,1f: "Die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört."

Gott liebt jeden Menschen und er nimmt jeden an, der zu ihm kommen möchte und sei er noch so stark mit Sünden verhaftet. Wir kennen Gottes Treue, dass er niemanden verstößt, der sich ihm zuwenden möchte. Aber wir sollen uns auch dessen bewusst sein, dass Sünden uns von ihm trennen. Niemand soll dem gleichgültig gegenüber stehen oder mit der Sünde spielen.

Die Vergebung der Schuld ist ein großes Geschenk. Es ist wichtig, sich den Wert der Vergebung vor Augen zu stellen. Wir erhalten Gottes Gnade nicht als Schleuderware, Jesus hat dafür sein Leben gegeben, um uns von Sünden erlösen zu können. Deshalb sollen wir auch ein Leben als Erlöste führen und nicht an Sünden festhalten.

1.Petr. 1,18f: "Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken."

Die Bekennung der Sünden ist der einzige Weg zur Vergebung. Bereits in Spr. 28,13 finden wir folgende Aussage: "Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden." In 1. Joh. 1,9 steht: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit."

Es ist wichtig und gut, seine Sünden Gott gegenüber zu bekennen, aber auch ein Zeichen wirklicher Reue, sie vor Menschen ans Licht zu bringen. Jak, 5,16: "Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung." Interessant  ist, dass auch in diesem Zusammenhang der Dienst füreinander möglich ist. Jesus ist uns im Dienst für andere als gutes Beispiel vorangegangen (Joh. 13,2-17). Er hat sich vor Menschen erniedrigt, die mit Sünden behaftet waren und hat dadurch seine Liebe gezeigt.

Von ihm können wir lernen, voreinander klein zu werden, einander in Liebe zu tragen und dadurch fähig zu werden, selbst in der Heiligung zu wachsen und anderen darin zu helfen. Einander dienen kann man nicht losgelöst von der Sorge um das Heil des anderen sehen, ein Sorgen darum, dass der andere im Glauben wachsen und reifen kann und keine Sünde ihn in der Verbundenheit mit Gott hindert.

Gott hat jeden einzelnen Christen, jeden von uns, dazu befähigt, dem anderen eine Stütze zu sein, damit der ganze Leib zu einem heiligen Tempel erbaut werden kann (Eph. 2,21). Er stellt damit die gesamte Gemeinde in die Verantwortung füreinander, deshalb

"Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird." (Heb. 12,14).


Gemeinde Gottes Nördlingen

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