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Glaubensgrundkurs:
ab Dienstag
den 03.05.11
um 20.00 Uhr

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19.30 Uhr
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Heiligung



Ich will mit einigen Fragen beginnen:
Seid Ihr mit Eurem geistlichen Leben zufrieden?
Erlebt Ihr Ruhe oder Unruhe in Eurem Leben?
Führt Ihr ein Leben in Sicherheit?

Dass uns die Welt keine Sicherheit gibt, erleben wir bspw. an den Naturkatastrophen und am Verlauf der Weltwirtschaft. Was hat das nun mit dem Thema der Heiligung zu tun? Was bedeutet es, ein Leben in Reinheit und Heiligkeit zu führen? Was bedeutet es, in unserem Leben Ruhe zu haben?

Lesen wir dazu Hebr. 12,12-16:

12 Darum richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie

13 und macht gerade Bahn für eure Füße, damit das Lahme nicht abirre, sondern vielmehr geheilt werde.

14 Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird,

15 und achtet darauf, dass nicht jemand mit der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden,

16 dass nicht jemand ein Hurer oder Gottloser sei wie Esau, der für eine Speise sein Erstlingsgeburtsrecht verkaufte.

und

1. Petr. 1,13-19:

13 Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi.

14 Als Kinder des Gehorsams passt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit herrschten,

15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig.

16 Denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn ich bin heilig.

17 Und wenn ihr den Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingsschaft in Furcht.

18 Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel,

19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.

 

Hebr. 12,14 stellt den zentralen Vers dar:       - Frieden nachjagen mit jedermann

                                                                                   - Heiligung nachjagen

 

Aus diesem Vers ergibt sich zudem das Ziel der Heiligung. Ziel ist es, den Herrn sehen zu können. Was macht denn das Leben für einen Sinn, wenn wir nicht zum Ziel haben, den Herrn sehen zu können? Wer von uns ist sich nun sicher, bereits den Herrn zu sehen? Wie kann ich ein sicheres Leben führen und Gewissheit haben, den Herrn sehen zu können?

Was bedeutet Heiligung? Heiligung ist Absonderung. Abgesondert ist jeder, der den Weg mit Jesus geht. Er ist unsere Gerechtigkeit (1. Kor. 6,11b: ..aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Vaters.). Wir sind Sünder. Nur durch Jesus erhalten wir Vergebung unserer Sünden. Diese Haltung ist wichtig, denn daraus ergibt sich, wo bzw. bei wem wir Hilfe suchen.

Wir sollen der Heiligung nachjagen. Dies bedarf einer beständigen Entscheidung.

Gott ist der, der uns heiligt. Jahwe KADOSH = Ich bin der Gott, der euch heiligt.

Weil Gott es ist, der uns heiligt, erhält auch er die Ehre über unsere Heiligung.

Ich will euch den Unterschied zwischen den Leistungschristen und den Christen, die aus Gnade leben, aufzeigen:

                  

                 Leistungschristen

 

       

         Christen, die aus Gnade leben

Sie imitieren Christsein.

Sie sind ein Original.

Sie betrachten Heiligung als Idealbild.

Heiligung ist ihre Identität.

Sie versuchen, diesem Idealbild immer näher zu kommen, indem sie

- mehr vergeben.

- mehr kämpfen.

- mehr lieben.

Gott selbst spiegelt das Wesens seines Geistes in uns wider

(Röm.14,17: Denn das Reich Gottes ist nicht Essen oder Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.).

 

 

1.Petr. 1:

    13 Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi.

Wenn ich umgürtet bin, dann ist das, was ich umgürte, fest an mir. Ich kann es nicht verlieren. Gnade erhalte ich nicht aufgrund von meiner erbrachten Leistung. Gnade ist ein Geschenk. Lassen wir uns von Gott beschenken?

Die Gefahr besteht, dass wir uns Werke, die wir tun, überstülpen, anstatt aus Gnade heraus diese Dinge zu tun.

 

         14 Als Kinder des Gehorsams passt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit herrschten,

Bevor wir Kinder Gottes wurden, waren wir unwissend. Unser Handeln war von unserem Gewissen bestimmt. Jetzt sollte unser Handeln vom Gehorsam Gott gegenüber bestimmt sein. In dem Wort Gehorsam steckt Hören drin. Haben wir gelernt, auf Gottes Stimme zu hören?

 

         16 Denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn ich bin heilig.

„Heilig sein“ soll nicht Teile unseres Lebens, sondern unser ganzes Leben betreffen. Unser Vorbild ist Jesus, der uns berufen hat. Wie kann uns das Führen eines heiligen Lebens gelingen? Aus eigener Anstrengung, aus eigener Kraft heraus wird uns das nicht gelingen können. Gottes Gnade ist es, die uns rein und heilig vor ihm stehen lässt.

Wem gebe ich die Ehre meines Lebens?

Sage ich: „ich habe jener Person vergeben“, gehört die Ehre mir. Ehre gehört Gott, wenn mir bewusst wird, dass es leicht ist, anderen zu vergeben, wenn ich von der Liebe Gottes geführt werde.

 

 

         17 Und wenn ihr den Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingsschaft in Furcht.

Die Erde ist eine Fremde für uns, seid wir Christus gehören. Unsere Heimat ist der Himmel. Zu unserem Vater im Himmel dürfen wir eine enge Beziehung führen. Er ist unsere Sicherheit, die Sicherheit unseres Lebens. Gottesfurcht ist wichtig.

 

         18 Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel,
19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.

Wir sind freigekauft. Deshalb sind wir Eigentum desjenigen, der uns erkauft hat.

 

 

Haben wir Mangel an der Gnade Gottes?

Hebr.12:

15 und achtet darauf, dass nicht jemand mit der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden,

 

Was ist zu tun?

 

1.               Kapitulieren

Ich erkenne, mein menschliches Agieren reicht nicht aus.

2.               Umkehr

Ich zeige Reue, indem ich um Vergebung bitte.
Ich vergebe anderen und mir.

3.               Hingabe

Ich nehme die Gnade Gottes an.

Oft beten wir: „Herr, verändere du die oder jene Person.“ In der Beziehung zu Gott geht es aber um meine Veränderung und nicht um die Veränderung anderer. Ein aufrichtiges und demütiges Herz Gott gegenüber ist dabei die Voraussetzung. Wir wissen, Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen schenkt er seine Gnade. Diese Erkenntnis der Gnade Gottes gibt uns Sicherheit für unser Leben. Auf diese Gnade dürfen wir hoffen Tag für Tag. Und aus dieser Gnade heraus dürfen wir unser Leben führen.
 


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