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Verheißungen Gottes – Wie gehen wir damit um?

Jeder von uns kennt das Sprichwort „sich Hals über Kopf in eine Sache stürzen“. Das Problem dabei ist, dass wir dabei meist sehr überstürzt handeln und einiges vergessen können, was wir unbedingt beachten sollten. Treffen wir Entscheidung „Hals über Kopf“, besteht die Gefahr, dass wir später unser Handeln bedauern, da wir Konsequenzen dabei nicht bedacht haben. Unser Verstand wurde nicht aktiviert.

Eigentlich sollte man denken, dass das Volk Israel Gott kannte, aber auch sie trafen „Hals-über-Kopf“-Entscheidungen. Lesen wir dazu 1. Kor. 10,1-13:

Warnung vor sündiger Lust
1 Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind
2 und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden
3 und alle dieselbe geistliche Speise aßen
4 und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus.
5 An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden.
6 Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren.
7 Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, wie geschrieben steht: "Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen."
8 Auch lasst uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend.
9 Lasst uns auch den Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.
10 Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden!
11 Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.
12 Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.
13 Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.

Obwohl alle dieselben Erfahrungen mit Gott gemacht, die Hilfe Gottes und Wunder Gottes erfahren hatten, hatte Gott an ihnen kein Wohlgefallen. Woran lag das? Sie wurden gierig nach dem Bösen.

Einige von ihnen betrieben Götzendienst (s. 2.Mos. 32). Als Mose auf dem Berg Sinai war und nicht nach den zeitlichen Vorstellungen des Volkes zurückkehrte, wollte das Volk einen anderen Gott haben. Obwohl das Volk Gott hätte kennen müssen, zweifelten sie. Gott hatte ihnen eine Verheißung gegeben. Gott wollte sie ins verheißene Land führen. Diese Verheißung ging verloren. Sie haben sie vergessen. Sie gewöhnten sich an den Alltag des Wüstenlebens, an den Sand, die Hitze des Tages, der Kälte in der Nacht und sie waren damit zufrieden. Nachdem sie nicht wussten, was mit Mose ist, der ihnen die Verheißung Gottes übermittelte, suchten sie nach Alternativen und arrangierten sich mit ihrer Situation, anstatt an der Verheißung festzuhalten. Aaron sammelte daraufhin den Schmuck des gesamten Volkes ein, formte es und machte ein gegossenes Kalb daraus. Als Mose allerdings vom Berg Sinai zurückkehrte, übernahm Aaron nicht die Verantwortung für sein Handeln. In Vers 24 tut Aaron so, als ob das Kalb zufällig entstanden wäre.

Befindet sich die Gemeinde (im engen wie im weiten Sinn) in einer Wüstensituation? Gott hat uns viele Dinge im NT verheißen. Erleben wir sie? Erleben wir, dass Gefangene frei, Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben werden? Erleben wir, dass Menschen in unseren Gemeinden satt werden und ihr Durst gestillt wird? Punktuell in den Gemeinden geschehen diese Wunder. Wir erfreuen uns daran. Aber erleben wir vor Ort, in unserer Gemeinde, diese Wunder? Haben wir uns mit unserer Situation, mit unserem Wüstendasein abgefunden oder haben wir die Verheißung Gottes weiterhin als Ziel vor uns?

Was war die Folge dessen, dass das Volk gesündigt hat? Jede Sünde hat Konsequenzen, die negativ ist. Die Israeliten, die älter als 20 Jahre alt waren, durften nicht mehr ins Gelobte Land. Sie durften es nicht sehen und nicht Wohnsitz darin nehmen. Sie hatten sich für die Wüste entschieden und mussten bis zum Ende ihres Lebens in der Wüste verharren.

Eine weitere Sünde im Leben der Israeliten war die Hurerei. In 4. Mos. 14,33 steht: Und eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein und eure Hurereien tragen, bis eure Leiber in der Wüste umkommen.
Wir sehen, auch hier ist Folge der Sünde der Tod, auch wenn sie Gott nicht sofort getötet hat

Als das Volk Israel gegen Gott murrte, ließ er Schlangen unter sie kommen, von denen sie gebissen wurde. Dem Volk wurde ihre Sünde bewusst und es bat Mose, für sie im Gebet einzutreten. Gott zeigte sich gnädig, aber jeder, der gerettet werden wollte, musste Gott zeigen, dass er Gott vertraute, indem er auf die eherne Schlange blickte, die Mose gemacht hat. 4. Mos. 21,9:
Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.

Der Beginn einer Sünde ist oft Unzufriedenheit eines einzelnen. Einer fängt an zu murren und zu maulen und steckt die anderen damit an. Anstatt Gottes Verheißungen auszusprechen und ihnen zu vertrauen, wird auf die Ist-Situation gesehen. Diese ist in der Tat nicht immer berauschend. Diese kann unzufrieden machen. Was bestimmt unser Leben? Sind es die Verheißungen oder die Ist-Situation? Sehen wir auf die Verheißungen, können wir Worte des Glaubens und Vertrauens aussprechen. Betrachten wir nur die Ist-Situation, stehen wir in der Gefahr, nur das Negative zu sehen und dementsprechend zu reden. Es ist wichtig, dass wir darauf achten, was wir aussprechen. Unsere Worte sind dabei ein Spiegel unseres Herzens. Wir haben die Pflicht, auf unsere Seele zu achten.

Spr. 15,28: Das Herz des Gerechten überlegt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen lässt Bosheiten sprudeln.
Spr. 17,20: Wer verschlagenen Herzens ist, findet kein Glück; und wer sich mit seiner Zunge windet, fällt ins Unglück.

Mk .7,21: Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord,
Wir müssen nicht in der Wüste bleiben. Wir haben Hoffnung! Haben wir Hoffnung? Gott ist uns gegenüber treu. Glauben wir das? Gott wird nicht zulassen, dass wir über unsere Kraft hinaus versucht werden.

1. Tim. 4,4:
Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird;

Wir sehen, wir müssen uns nicht verunsichern lassen, wenn es um unsere Speise geht.

1. Tim. 3,16 (Geheimnis des Glaubens):
Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Der offenbart worden ist im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.

Wir sind die Heiden, denen das Evangelium gepredigt wurde. Nun ist unser Auftrag, es weiterzugeben.

1. Joh. 5, 1-5:
1 Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren1; und jeder, der den liebt, der geboren hat, liebt den, der aus ihm geboren ist.
2 Hieran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote befolgen.
3 Denn dies ist die Liebe Gottes: dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
4 Denn alles, was aus Gott geboren2 ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
5 Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Der Glaube überwindet die Welt. Derjenige glaubt, der sagt, was Gott in ihn gelegt hat, der Gottes Wort und seine Verheißungen proklamiert, der sich sättigt mit dem Wort Gottes und in dem das Wort lebendig wird. Darf dich Gott formen oder lebst du lieber dein Leben nach deinen Vorstellungen?

Ein Beispiel: Du bildest dir ein, dass du einen bestimmten Pullover haben musst. Gleichzeitig weißt du, du solltest jemand Geld spenden. Es geht aber nur eine Sache. Du kannst Gott fragen, ob du den Pullover wirklich kaufen sollst oder du kannst darauf loskaufen. Kaufst du darauf los, kann es dir passieren, dass du feststellst, du brauchst ihn gar nicht. Oder du ziehst ihn nicht an, weil dir jemand sagt, wie hässlich er an dir aussieht. So oder so: Er liegt in deinem Schrank und verstaubt. Du hast dein Geld für etwas verschwendet, was dir nicht die Befriedigung gebracht hat, die du dir erhofft hast. Hättest du Gott gefragt, hättest du ihn vielleicht dennoch gekauft, um dasselbe festzustellen, oder du wärst Gehorsam gewesen und hättest Segen erfahren. Es hätte aber auch sein können, Gott stimmt dem Kauf zu und du hättest deine Freude daran.

Eph. 5,1-15:
1 Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!
2 Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!
3 Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt;
4 auch Unanständigkeit und albernes Geschwätz und Witzelei, die sich nicht geziemen, stattdessen aber Danksagung.
5 Denn dies sollt ihr wissen und erkennen4, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - er ist ein Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes.
6 Niemand verführe euch mit leeren8 Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.
7 Seid9 also nicht ihre Mitteilhaber!
8 Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts
9 denn die Frucht des Lichts besteht in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit,
10 indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.
11 Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß!
12 Denn was heimlich von ihnen geschieht, ist selbst zu sagen schändlich.
13 Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird durchs Licht offenbar;
14 denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: "Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten!, und der Christus wird dir aufleuchten!"
15 Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise!


Gemeinde Gottes Nördlingen

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