Was ist unsere Bestimmung?
Dazu eine Geschichte:
Löwe Lambert landete als
Baby in einer Schafherde. Er wollte wie Schaf sein – wie alle anderen auch.
Deshalb versuchte er, sich auch wie ein Schaf zu benehmen. Er versuchte, Gras
zu fressen und Mählaute von sich zu geben. Aber so oft er es auch versuchte, es
gelang ihm nicht. Er war sehr unglücklich deswegen.
Eines Tages kam ein Wolf, um
Schafe zu reißen. Der Löwe sah dies,
brüllte und verteidigte die Schafe. Der Wolf floh, so schnell er konnte, als er
den Löwen bemerkte. Der Löwe war von da an glücklich, denn er hat durch den
Vorfall mit dem Wolf seine Bestimmung gefunden.
Wie finden wir unsere
Bestimmung? Dafür ist es erforderlich, unseren Ist-Zustand zu analysieren.
Dazu helfen folgende Fragen:
-
Was kann ich?
-
In welchem
Bereich bin ich begabt?
-
Erkenne ich,
dass ich wunderbar gemacht bin?
-
Erkenne ich,
dass es gut ist, wie ich gemacht bin?
-
Nehme ich mich
an?
-
Schließe ich
Frieden mit meinen Schwächen?
Psalm 139,14:
„Ich danke dir dafür, dass
ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“
Dieser Psalm lässt keinen
Zweifel daran, dass Gott jeden Menschen wunderbar gemacht und begabt hat. Erst
wenn ich mich akzeptiere, wie ich bin, und mich annehme, mit meinen Stärken und
meinen Schwächen, kann ich in meine Bestimmung kommen.
Das zweite Gebot besagt:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Dieses Gebot kann ich nur erfüllen, wenn
ich mich lieben kann. Ich kann mich aber nur lieben, wenn ich mich annehme –
und wenn ich mich geliebt fühle. Gott will dir jeden Tag zeigen, wie sehr er
dich liebt.
Woher kommt meine Motivation? Woher kommt meine
Kraft?
Jesus sagt uns ganz klar,
was er über uns denkt und was er von uns erwartet:
Joh. 15, 4:
„Bleibt in mir und ich in
euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am
Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.“
Hier wird deutlich, aus uns
selbst heraus, aus eigener Kraft, bringen wir keine Frucht hervor. Nur wenn wir
Jesus ganz nah sind und bleiben, können wir Frucht hervorbringen.
Eph. 2,10:
„Denn wir sind sein Werk,
geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass
wir darin wandeln sollen.“
Wir sind von Gott gemacht,
geschaffen um Gutes zu tun. Diese Werke, die wir tun sollen, hat er bereits
vorbereitet. Wir sollen darin wandeln.
Erkenne deinen Traum
Martin Luther King hat ein
Gedicht über seinen Traum geschrieben. Das Gedicht hat die Überschrift: I have
a dream. In seinem Gedicht hat er sich an Gottes Wort festgehalten. Er war
davon überzeugt, dass das, wovon er träumt, eines Tages Realität wird. Seine
Überzeugung entstand durch seinen Glauben. Leider konnte er nicht mehr erleben,
als es geschehen ist.
Paulus
vergleicht das christliche Leben mit einem Lauf in einem Wettkampf. Er ist
gewillt, die Siegeskrone zu erhalten,
1.Kor. 9,24:
„Wisst ihr nicht, dass die,
die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den
Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt.“
Die Gefahr besteht, dass in
uns ein Erwartungsdruck entsteht. Wir setzen uns entweder aufgrund unserer
Erwartungen oder wegen den Erwartungen anderer unter Druck. Wichtig ist, dass
wir uns auf Gott konzentrieren und diesem Druck nicht nachgeben. Gott ist
derjenige, der in uns einen Traum hineinlegt. Diesen dürfen wir uns nicht
rauben lassen. Wir dürfen uns von anderen nicht von unserem Traum, den Gott uns
geschenkt hat, ablenken lassen.
In der stillen Zeit mit Gott
können wir uns den Traum, den Gott für uns geplant hat, schenken lassen.
Vergeude deine Zeit nicht mit Dingen, für die du nicht bestimmt bist, zu denen
du nicht berufen bist. Sei dankbar, dass dein Bruder Gaben hat, um das zu tun,
was Gott von ihm will. Denke nicht, du musst dasselbe tun.
Vergleiche dich nicht mit
deinen Geschwistern. Bereits Petrus wurde deswegen von Jesus ermahnt. Er fragte
Jesus nach Johannes in Joh. 21:
21 Als Petrus diesen
sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem?
22 Jesus spricht zu
ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge
du mir nach!
Wir sind ein Leib mit vielen
Gliedern. Deshalb hat jeder in diesem Leib seine spezielle Aufgabe. Röm.12,
4 Denn wie wir an "einem" Leib viele Glieder haben, aber nicht alle
Glieder dieselbe Aufgabe haben,
5 so sind wir viele
"ein" Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern
Glied,
6 und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.
Das heißt bildlich gesprochen: Wenn du Flügel bekommen hast, versuche
damit nicht zu schwimmen. Hast du Flossen bekommen, versuche nicht zu fliegen.
Lass dich ermutigen!
Höre auf das, was Gott dir sagt, und handle danach.
Sei alles, was du sein kannst. Sei du selbst.
Gib dein Bestes. Laufe deinen Lauf und erringe deine Siegeskrone.
Gott hilft dir, steht dir zur Seite und greift ggfs. ein
Jesus sagt: Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. (Mt.
11,30)
Vertrau auf Gott, er ist treu. Ps. 71,22:
So will auch ich dir danken mit Saitenspiel für deine Treue, mein Gott;
ich will dir zur Harfe lobsingen, du Heiliger Israels.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
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