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Weihnachten ein Fest der Freude
Weihnachten, ein Fest der Geschenke, ein Fest worauf sich besonders die
Kinder freuen. Ein Fest, das in unserem Land fast jeder feiert. Und das
Interessante ist, dass es fast jeder ähnlich feiert, denn dieses Fest
ist wie kaum ein anderes mit Traditionen verbunden. Wochen vorher
beginnen die Vorbereitungen. Das Haus wird geschmückt, Plätzchen werden
gebacken und Geschenke eingekauft. Am Heilig Abend wird der Baum
aufgestellt, das Weihnachtsessen vorbereitet, der Gottesdienst besucht.
Und nachdem zu Hause das Weihnachtsessen verzehrt worden ist, folgt die
Bescherung. Aber halt, habe ich da nicht etwas Wesentliches vergessen?
Ja, was ist das Wesentliche. Dazu möchte ich euch eine Geschichte
erzählen:
Ein Mann erfährt, dass Gott zu ihm kommen wollte. "Zu mir?", schrie er.
"In mein Zuhause?" Er rannte quer durchs Haus - mit skeptischem Blick.
Er sah sein Haus plötzlich mit anderen Augen. "Unmöglich!", schrie er.
"In diesem Sauhaufen kann man keinen Menschen empfangen. Alles
verdreckt. Alles voller Gerümpel. Kein Platz zum Ausruhen. Keine Luft
zum Atmen." Er riss die Fenster und Türen zum Durchlüften auf.
"Freunde", rief er, "helft mir aufräumen. Irgendwer! Aber schnell!" Er
begann, sein Haus zu kehren. Durch dicke Staubwolken sah er, dass einer
ihm zu Hilfe gekommen war. Sie schleppten das Gerümpel vors Haus,
schlugen es klein und verbrannten es. Sie schrubbten Stiegen und Böden.
Sie brauchten viele Eimer mit Wasser, um die Fenster zu putzen. Und
immer noch klebte der Dreck an allen Ecken und Enden. "Das schaffen wir
nie", schnaubte der Mann. "Das schaffen wir", sagte der andere. Sie
plagten sich den ganzen Tag. Als es Abend geworden war, gingen sie in
die Küche und deckten den Tisch. "So", sagte der Mann, "jetzt kann er
kommen, mein Besuch. Jetzt kann Gott kommen. Wo er nur bleibt." "Aber
ich bin ja da", sagte der andere und setzte sich an den Tisch. "Komm
und iss mit mir!"
Gott ist zu uns in die Welt gekommen - er hat Jesus in die Welt
gesandt. Und heute erinnern wir uns an seine Geburt. Und so wie
damals Jesus in die Welt kam, möchte er auch in dein Leben kommen.
Naheliegend wäre jetzt, wenn ich die Weihnachtsgeschichte vorlesen
würde. Aber ich möchte anders beginnen:
Im ersten Kapitel des ersten Buches Mose wird von der Erschaffung der
Erde und der Erschaffung des Menschen berichtet. Wenn wir die
Schöpfungsgeschichte genauer betrachten wird deutlich: Gott hatte eine
Vision, als er die Erde und uns Menschen schuf, und diese Vision hat ER
zielstrebig verfolgt. Seine Vision wird in verschiedenen Bibelstellen
deutlich:
1. Mos. 1,26 "Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild,
das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über
die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des
Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf
den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf
sie als Mann und Frau. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch
untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter
dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden
kriecht."
1. Mos. 2,15 "Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte."
Die Menschen bekamen also einen klaren Auftrag von Gott: Sie sollten
über die Tiere herrschen, die Erde mit ihren Nachkommen bevölkern und
sie bebauen und bewahren.
Gott hatte zudem Gemeinschaft mit den Menschen. Er sprach nicht nur zu ihnen, sondern sie hörten und sahen IHN auch:
1. Mos. 3,8: "Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging,… ."
Gott wandelte also im Garten Eden, um den Menschen zu begegnen. Die
Begegnung fand damals zwischen Gott und den Menschen auf derselben
Ebene statt, weil Gott sich auf die Ebene des Menschen begeben hatte.
Aber was tat der Mensch? War er dankbar, dass Gott ihm das Leben
geschenkt und ihn in ein Paradies gestellt hat? Nein! Er war nicht
dankbar, sonst wäre er Gehorsam gewesen. Er wollte mehr und es schien
mehr zu geben. Dies hat sich der Mensch zumindest von Satan einreden
lassen. Er glaubte dieser Lüge gern, weil sie verlockend schien.
Erinnern wir uns an die Vision Gottes. War durch das Agieren, durch den
Ungehorsam des Menschen SEINE Vision zerstört? Hat Gott aus Wut und
Ärger die Erde, die ER für den Menschen erschaffen und für gut befunden
hatte, vernichtet. Hat ER den Menschen, dessen Erschaffung ER sogar als
sehr gut bezeichnet hat, dem Staub gleich gemacht? Nein! Gott steht zu
SEINER Vision. ER verfolgt sie weiter, auch wenn das Handeln des
Menschen Konsequenzen nach sich gezogen hat. Gott ist treu. Treue
bedeutet, dass sich Gott an SEIN Wort, SEINE Verheißungen und an SEINE
Vision bindet. ER ist nicht wankelmütig. ER überlegt es sich nicht
anders und nimmt sein Wort nicht zurück. Gleichzeitig ist Gott
souverän. SEINE Liebe und SEIN Wille sind unabhängig und nicht
manipulierbar. Wisst ihr, Gott hat nach dem Sündenfall den Menschen
nicht abgeschrieben. ER hat SEINE Vision weiter verfolgt. Bereits in !.
Mos. 3,14ff ist zu lesen:
"14 Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast,
sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des
Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du
fressen alle Tage deines Lebens! 15 Und ich werde Feindschaft setzen
zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er
wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen."
Habt ihr schon einmal gehört, dass eine Frau einen Samen in sich trägt?
Nein? Biologisch ist das auch nicht erklärbar, da die Frau die Eizelle
in sich trägt und der Mann den Samen. Aber dadurch wird deutlich:
- Das Wunder der jungfräulichen Geburt Jesu durch Maria wird bereits an dieser Stelle verheißen.
- Gott hat bereits zu diesem Zeitpunkt den Heilsplan für die Menschen
entwickelt und verkündet. Das ist die erste Prophetie im Wort Gottes,
die auf die Geburt Jesu und auf seinen Sieg über Satan hinweist.
- Diesen Heilsplan hat Gott im AT nicht vergessen. In jedem Buch des
AT`s können wir einen Hinweis auf Jesus finden. Im NT erleben wir die
Umsetzung der Verheißungen über Jesus.
Deutlich wird aber auch:
- Sünde ist Ungehorsam Gott gegenüber und trennt uns Menschen - damals
wie heute - von Gott. Und wir wissen, es gibt keinen Menschen, der aus
eigener Kraft ein sündloses Leben führen könnte.
- Wir können uns unsere Vergebung nicht verdienen und von uns aus
unsere Beziehung zu Gott nicht wiederherstellen, indem wir bspw. die
verschiedensten Aktivitäten wie ehrenamtliche Tätigkeiten für das
Gemeinwohl oder das Spenden von Geld an karitative Zwecke entwickeln.
Daran ist nichts falsch, aber es bringt uns Gott nicht näher.
- Sünden müssen bestraft werden. Die Strafe ist der Tod. Das bedeutet,
dass wir ohne Vergebung in Ewigkeit getrennt sein werden von Gott.
- Die Gute Nachricht ist: Wir Menschen sind Gott nach wie vor wichtig.
ER möchte weiterhin Gemeinschaft mit uns, deshalb ist sein Heilsplan
überhaupt erforderlich. Gott liebt uns so sehr, dass er das getan hat,
was niemand von uns hätte tun können. ER hat eine Brücke gebaut, durch
die wir die Vergebung unserer Sünden erlangen und unsere Beziehung zu
Gott wiederherstellen können.
- Er baute diese Brücke, indem er als einer von uns auf die Erde kam
und am Kreuz starb, um die Strafe zu bezahlen, die wir verdient hätten.
- Diese Brücke ist Jesus.
Wisst ihr, Gott hat im AT SEINE Vision verfolgt und verfolgt sie auch
heute noch. ER will weiterhin Gemeinschaft mit den Menschen, mit uns,
haben. ER hat uns erschaffen und sehnt sich danach, in Gemeinschaft mit
uns zu leben. Warum? Warum ist IHM dies so wichtig? ER liebt uns.
Gott hat seinen Teil bereits getan. ER hat in Jesus, durch Jesu Tod am
Kreuz, den Weg zu IHM geebnet. ER hat sein Liebstes hingegeben, um uns
die Errettung zu ermöglichen. In Joh. 3,16 wird dies deutlich
"Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn
gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern
ewiges Leben hat."
Die Entscheidung liegt nun bei uns. Nehmen wir das Angebot Gottes an?
Glauben wir, dass Jesus der Messias ist, der nach dem Plan Gottes in
die Welt kam, um die Welt zu erretten? Vertrauen wir diesem Heilsplan
Gottes?
In unserer Geschichte am Anfang wollte der Mann alles perfekt haben für
das Kommen Gottes. Er warf alles Unnötige weg. Er brachte alles zum
Glänzen. Er verbrachte Stunden damit, um alles ordentlich zu machen.
Ist das erforderlich? Nein! Gott will sich nicht als Festtagsbesuch
verstanden wissen, der nur einmal kommt, um danach wieder zu gehen. ER
möchte in den Alltag unseres Lebens kommen. Und uns bei all unseren
Schwierigkeiten zur Seite stehen und Mithilfe leisten - so wie ER es
bei diesem Mann in unserer Geschichte getan hat. ER hat die Ärmel
hochgekrempelt und mitgeschuftet. ER hat sich nicht vor dem Dreck
gescheut. ER hat sich nicht vor Ekel abgewendet. Der Mann war bereit,
Gott einzulassen. Sind wir auch bereit, Gott in unseren Alltag
einzulassen. Sind wir bereit, IHM Einlass in die dunklen, verstaubten,
verdreckten Zimmer unseres Herzens zu gewähren? Gott steht vor deiner
Tür. Bist du bereit, ihm diese Tür zu öffnen?
Gott hat dich aus Liebe erschaffen. ER hat dich wunderbar gemacht (Ps.
139). Du bist kein Zufallsprodukt. Du bist von Gott gewollt und ER hat
eine Vision mit dir. Stimmt dein Lebensplan, den du entworfen hast, mit
der Vision Gottes überein?
Werfen wir einen kurzen Blick auf ein paar Personen aus der Weihnachtsgeschichte:
Über Maria wird folgendes in Lk. 1 geschrieben:
26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine
Stadt von Galiläa, mit Namen Nazareth, gesandt, 27 zu einer Jungfrau,
die einem Mann namens Josef, aus dem Haus Davids, verlobt war, und der
Name der Jungfrau war Maria. 28 Und er kam zu ihr hinein und sprach:
Sei gegrüßt, Begnadete! Der Herr ist mit dir. 29 Sie aber wurde
bestürzt über das Wort und überlegte, was für ein Gruß dies sei. 30 Und
der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade
bei Gott gefunden. 31 Und siehe, du wirst schwanger werden und einen
Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. 32 Dieser wird
groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott,
wird ihm den Thron seines Vaters David geben; 33 und er wird über das
Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende
sein.
Zu Josef lesen wir in Mt. 1:
20 Während Josef dies aber überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel
des Herrn im Traum und sprach: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht,
Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen! Denn das in ihr Gezeugte ist von
dem Heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst
seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk retten von seinen
Sünden. 22 Dies alles geschah aber, damit erfüllt würde, was von dem
Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht:23 "Siehe, die
Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden
seinen Namen Emmanuel nennen", was übersetzt ist: Gott mit uns. 24
Josef aber, vom Schlaf erwacht, tat, wie ihm der Engel des Herrn
befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; 25 und er erkannte sie
nicht, bis sie einen Sohn geboren hatte; und er nannte seinen Namen
Jesus.
Zu den Magiern finden wir folgendes in Mt. 2:
1 Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des
Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem,
die sprachen: 2 Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist?
Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen,
ihm zu huldigen.
Dann gibt es noch die Hirten in Lk. 2:
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben
und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. 9 Und ein Engel des Herrn
trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie
fürchteten sich mit großer Furcht. 10 Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die
für das ganze Volk sein wird. 11 Denn euch ist heute ein Retter
geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. 12 Und dies sei
euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und
in einer Krippe liegend.
Was haben diese Personen gemeinsam? Sie wurden von Gott gerufen, um an
SEINEM Plan teilzuhaben, um ihn zu erfüllen. Maria hätte sagen können:
"Was, ich soll schwanger werden? Das kann nicht sein! Das will ich
nicht! Ich werde nie einen Mann bekommen. Josef wird die Verlobung
lösen. Er wird mich sitzen lassen, wenn ich jetzt schwanger bin." Josef
hätte antworten können: "Nie und nimmer werde ich eine schwangere Frau
heiraten, zumal das Kind nicht von mir sein wird. Was werden die Leute
sagen? Sie werden mich verspotten! Ich verliere meine Ehre! Nein, ohne
mich. Maria kann heiraten, wer will, aber ich nicht." Die Weisen hätten
anders reagieren können, als sie den Stern sahen. Sie hätten sich
darüber freuen können, diesen Stern entdeckt zu haben, aber sie hätten
zu Hause bleiben können. Sie wussten nicht, wohin sie dieser Stern
führen würde. Sie wussten nicht, wie lange die Reise dauern würde. Das
Reisen zur damaligen Zeit war beschwerlich, da gab es noch keinen ICE,
in den man sich hätte setzen können. Die Hirten, die bereits den ganzen
Tag gearbeitet hatten und ihre Nachtruhe verdient hatten, hätten sagen
können: "Schön und gut, wir wissen jetzt Bescheid, aber wir sind müde
und wollen weiter schlafen. Wir wollen uns morgen darum kümmern. Jetzt
legen wir uns wieder hin." All diese Personen ließen sich darauf ein,
dass Gottes Plan, SEINE Vision, Teil ihres Lebens wurde. Sie gaben Gott
Antwort, indem sie gemäß dessen handelten, was Gott ihnen aufs Herz
legte.
Gott ruft auch jeden von uns. Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit
uns. ER sehnt sich danach, in unseren Alltag hineinkommen zu dürfen. ER
sehnt sich danach, SEINE Rolle als Vater einnehmen zu dürfen. Hörst du
SEINEN Ruf? Ich kann dich nur ermutigen: Gib IHM Antwort! ER wartet
darauf, in dein Herz kommen zu dürfen. Dein Herz muss nicht bereits
vorher perfekt sein, ER arbeitet mit dir daran, dass Veränderung
geschieht. ER überfordert dich dabei nicht. Erkenne die Vision Gottes
für dein Leben und mache SEINE Vision zu deiner Vision. Gott ist mit
dir, da darfst du dir sicher sein. ER schenkt dir gelingen.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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