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Zeuge sein!
Apg.
1,8: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch
gekommen ist und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem, als
auch in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde.
Zeuge sein, was bedeutet das? Ich habe mal im Wörterbuch nachgeschaut und folgendes dazu gefunden:
Als
Zeuge wird eine Person bezeichnet, die hinsichtlich eines
aufzuklärenden Sachverhaltes Angaben zur Sache machen kann.
Üblicherweise werden Zeugen von Polizeibeamten sowie im
Gerichtsverfahren befragt. Im Rahmen der Beweisaufnahme hat er die
Pflicht, wahrheitsgemäß über die von ihm wahrgenommenen Tatsachen und
Zustände (§ 414 ZPO) zu berichten.
Der
Zeuge schildert dem Gericht also eigene Wahrnehmungen. Das Gericht hat
die Aufgabe, die Glaubwürdigkeit des Zeugen zu überprüfen.
Es gibt verschiedene Arten von Zeugen:
- Ein Erkennungszeuge ist der Zeuge, der einen Täter wiedererkennen kann.
- Ein Augenzeuge ist derjenige, der einen Vorgang optisch wahrgenommen hat.
- Ein Ohrenzeuge ist, wer etwas gehört, aber nicht gesehen hat.
- Ein Zeuge vom Hörensagen ist, wer dasjenige berichtet, was ihm ein anderer gesagt hat.
Sowohl
im alten Bund wie auch im neuen Bund hat Gott Menschen dazu berufen,
seine Zeugen zu sein. ER bevollmächtigte sie durch den Heiligen
Geist, diese Aufgaben auszuführen.
Zeugen im Alten Testament
Im Alten Testament schenkte Gott dazu seinen Geist einzelnen Personen.
Es
gab bspw. bedeutende Führer wie Mose, Josua, die Richter, Samuel, Saul
und David. Warum waren diese Männer bedeutend? Hatten sie herausragende
Fähigkeiten, um ihre Aufgabe zu bewältigen? Hatten sie eine besondere
Autorität oder ein besonderes Charisma, wodurch die Menschen begeistert
von ihnen waren und sich deshalb von ihnen führen ließen? Nein! Diese
Menschen waren von Natur aus keine herausragenden Persönlichkeiten.
Betrachten
wir Mose, als er den Auftrag bekam, das Volk Israel aus Ägypten zu
führen. War er begeistert darüber? Nein! Er antwortete Gott in 2. Mos.
4:
"10
Ach, Herr! Ich bin kein redegewandter Mann, weder seit gestern noch
seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn
unbeholfen ist mein Mund und unbeholfen meine Zunge."
Ließ sich Gott davon beeindrucken? Nein. Gott sprach zu ihm in den darauffolgenden Versen:
"11
Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub,
sehend oder blind? Nicht ich, der HERR? 12 Und nun geh hin! Ich will
mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst."
In
dieser Stelle wird ganz deutlich, dass es nicht auf die Fähigkeiten von
Mose ankam, sondern nur auf seinen Gehorsam. Es ging nicht darum, dass
Mose rhetorisch gewandt war. Es ging auch nicht darum, dass er sich
stundenlang darauf vorbereiten sollte, wie er was, wann, zu wem und wo
zu sagen hatte. Er sollte sich nicht stundenlang Gedanken darüber
machen. Es ging nur darum, dass er von dem zeugen sollte, was Gott zu
ihm sprach. Aber wie reagierte Mose? Er sagte zu Gott:
"13 Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst!"
Mose
wollte sich nicht beauftragen lassen. Mose hätte Gott gegenüber sofort
sagen können, dass er sich nicht senden lassen wollte, aber er schob
zuerst andere Gründe vor. Er wollte kein Zeuge für Gott sein. Er
war 40 Jahre in der Wüste Midian (Apg. 7,30) und hatte sich
womöglich mit seinem Leben dort abgefunden. Es scheint, als habe er
sein altes Leben hinter sich lassen wollen. Er wollte vielleicht nicht
an sein Versagen von damals, als er noch jung und enthusiastisch war
und den Ägypter erschlagen hatte, erinnert werden. Er sah sich nicht
mehr in der Rolle des Befreiers seines Volkes. Er hatte inzwischen
Familie, hatte Verantwortung für seine Frau und seine Kinder. Er war
nicht bereit, den Auftrag Gottes, Zeuge für ihn zu sein, zu übernehmen.
Allerdings
entbrannte der Zorn Gottes (V. 14). Damit Mose sich keine Ausrede mehr
einfallen lassen konnte, stellte ihm Gott seinen Bruder Aaron zur
Seite, der für ihn das Reden übernehmen sollte.
Machte
Gott einen Fehler, als er Mose beauftragte? Nein! Mose hatte, nachdem
er seinen Auftrag angenommen hatte, Gott vertraut und war gehorsam. In
2. Mos. 33,11 heißt es sogar: "Und der HERR redete mit Mose von
Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet".
Ein
anderes Beispiel ist Josua. Er ist von Jugend an ein Diener von
Mose. Er wich nicht aus dem Innern des Zeltes, obwohl Mose das Zelt
bereits verlassen hatte. Als es darum ging, das verheißene Land
auszukundschaften, waren von den 12 Kundschaftern nur Kaleb und Josua
diejenigen, die das Land mit Gottes Augen sahen. Josua war Gott
gegenüber treu und gehorsam, aber letztlich war er kein Mann mit
besonderen Fähigkeiten. Dennoch hat Gott Josua erwählt:
4.
Mos 27: "18 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Josua, den Sohn
des Nun, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn!"
5.
Mos. 34: "9 Josua aber, der Sohn des Nun, war erfüllt mit dem Geist der
Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Söhne
Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte."
Wir
können also sehen, dass die bedeutenden Führer im Alten Testament ihre
Aufgabe bewältigen konnten, weil sie durch den Heiligen Geist dazu
befähigt wurden. Diese Aufgaben waren politischer, militärischer und
geistlicher Natur und überstiegen oft die rein menschlichen
Möglichkeiten. In der Kraft des Heiligen Geistes verkündeten sie das
aktuelle Wort Gottes, teilweise verbunden mit machtvollen Taten und
Wundern (vgl. 1.Kön. 18,25-40: Elia demonstriert die Macht Gottes,
indem er betete und es sieben Jahre nicht mehr regnete. Als er dann
erneut um Regen bat, regnete es erneut.). In den Psalmen und
Chronikbüchern lesen wir, dass die Priester und Leviten durch den
Heiligen Geist das Volk Israel im Lobpreis und der Anbetung leiteten
(1.Chron. 25,1-6; 2.Chron. 20,14).
Das
Kommen des Geistes geschah oft plötzlich und unerwartet (z.B. 1.Sam.
10, 10: Als sie dorthin an den Hügel kamen, siehe, da kam ihm eine
Schar von Propheten entgegen. Und der Geist Gottes kam über ihn (Saul),
dass er in ihrer Mitte weissagte.
Obwohl
im Alten Testament der Heilige Geist nur auf Einzelne kam, lesen wir
gelegentlich die Verheißung, dass er in den kommenden Zeiten - im neuen
Bund - auf das ganze Gottesvolk ausgegossen wird:
Joel
3: "1 Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen
werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden
weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden
Visionen sehen. 2 Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde
ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen."
Jes
59: "21 Ich aber - dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein
Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt
habe, werden nicht aus deinem Mund weichen noch aus dem Mund deiner
Nachkommen, noch aus dem Mund der Nachkommen deiner Nachkommen, spricht
der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.."
Gott verheißt außerdem, dass er im neuen Bund ein neues, gehorsames Herz schenken wird:
Hes
36: "26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist
in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem
Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Und ich
werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass
ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und
tut. 28 Und ihr werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben
habe, und ihr werdet mir zum Volk, und ich, ich werde euch zum Gott
sein."
Zeugen im neuen Bund
Der
neue Bund stellt das Zeitalter der christlichen Gemeinde dar. Es ist
das Zeitalter der Mission. So wie der Vater den Sohn in die Welt
gesandt hat, so sandte Jesus nun seine Jünger aus (Joh 20,21: "Jesus
sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt
hat, sende ich auch euch."). Warum wurden sie ausgesendet? Die Antwort
finden wir in Apg. 1,8b: "ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in
Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der
Erde."
In
Lk 24, 48 sagt Jesus zu den Emmausjüngern, nachdem er ihnen das
Evangelium erklärt: "Ihr seid Zeugen hiervon". Als Zeugen haben sie
einen klaren Auftrag. Sie haben wiederzugeben, wen sie erkannt, was sie
gesehen und was sie gehört haben. Dies haben sie getan, als sie nach
Jerusalem - zu den Jüngern - zurückgekehrt sind.
Die
Apostel haben ihren Auftrag ebenfalls angenommen. Sie waren Zeugen
Jesu. Sie haben den Weg Jesu, seine Worte und Taten selbst miterlebt
und konnten sich für die Echtheit ihrer Überlieferung über Jesus
verbürgen. Johannes, der Lieblingsjünger Jesu und vermutlich Schreiber
des Johannesevangeliums, schrieb als Schlusswort:
Joh.
21,24: "Das ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und der dies
geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. 25 Es gibt
aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese alle
einzeln niedergeschrieben würden, so würde, scheint mir, selbst die
Welt die geschriebenen Bücher nicht fassen."
Außerdem
gibt er in Joh. 20,30 f den Zweck seines Evangeliums an: Er zeugt von
den Wundern Jesu, von den Zeichen, die Jesus getan hat, damit die
Menschen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist und durch den Glauben
an ihn ewiges Leben empfangen.
(Joh.
20,30 Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor den Jüngern
getan, die nicht in diesem Buch geschrieben sind. 31 Diese aber sind
geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn
Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.)
Paulus
zeugt ebenfalls von dem, was Jesus getan hat. Er ließ sich ebenfalls
rufen und nahm den Auftrag an, Zeuge für Jesus zu sein. Er war ein
angesehener Mann unter den Juden, der zuvor sehr darauf bedacht war,
das Gesetz zu beachten. Als Pharisäer gehörte er zu den Gelehrten des
Volkes.
Phil.
3,5 Beschnitten am achten Tag, vom Geschlecht Israel, vom Stamm
Benjamin, Hebräer von Hebräern; dem Gesetz nach ein Pharisäer.
Apg.
23,6 Da aber Paulus wusste, dass der eine Teil von den Sadduzäern, der
andere aber von den Pharisäern war, rief er in dem Hohen Rat: Ihr
Brüder, ich bin ein Pharisäer, ein Sohn von Pharisäern
Paulus
hätte Stolz auf seine Herkunft, seine Bildung, seinen
gesellschaftlichen Stand sein können. Aber er gibt seine Rolle als
Pharisäer auf, um ein Zeuge für Jesus sein und seinen Missionsauftrag
erfüllen zu können.
Wir
sehen also, die Apostel nehmen ihren Auftrag ernst. Sie setzen sich für
das Evangelium ein und sind sogar bereit, dafür zu sterben. Damit sie
Zeugen sein und ihre missionarischen Aufgaben erfüllen konnten, wurde
Ihnen der Heilige Geist verliehen:
Joh 20,22 Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!
Apg. 1,8a: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.
Warum
war der heilige Geist wichtig? Benötigten die Apostel den
besonderen Beistand des Heiligen Geistes, um glaubwürdig darzulegen,
dass Jesus dies oder jenes gesagt oder getan hat? Ich denke nicht! Denn
die Apostel haben Jesus besonders intensiv erlebt. Seine Person, sein
Wort und sein Tun hat sie nicht unberührt gelassen wie irgendeinen
unbeteiligten Zuschauer, sondern all das hat tiefe Spuren in ihrem
eigenen Leben hinterlassen. Um diese Spuren wahrnehmen zu können,
ist das Wirken des Heiligen Geistes erforderlich. Wenn die
Apostel von Jesus Zeugnis geben, berichten sie nicht nur über Jesus,
sondern auch über sich selbst in der Begegnung mit ihm. Ihre
Verkündigung ist optimistisch, weil sie die umwandelnde Kraft der
Begegnung mit Jesus als Betroffene erfahren haben und weitergeben
können.
Durch
den Heiligen Geist haben die Apostel zudem die Kraft empfangen, die sie
zuvor nicht hatten, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Zuvor hatten
sie Angst, hatten sich versteckt, danach waren sie voller Kraft und
Mutes.
Zudem schenkt der Heilige Geist Weisheit. Erst durch den Heiligen Geist ist es möglich geistliche Dinge zu begreifen.
(1.Kor.
2,13 Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche
Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir
Geistliches durch Geistliches deuten.)
Durch
den Heiligen Geist geschahen unter den Aposteln viele Zeichen und
Wunder (Apg 2,43: Es kam aber über jede Seele Furcht, und es geschahen
viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.). Jesus sagte das in
Joh 14,12 voraus: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich
glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als
diese tun, weil ich zum Vater gehe." Diese Zeichen und Wunder waren
hauptsächlich Heilungen und Befreiungen von bösen Geistern, aber auch
Visionen (Apg. 10,9-20), Enthüllung verborgener Gedanken (Apg.
13,9-11), göttliche Leitung (Apg. 8,29; 11,12.17; 13,2-3; 16,6-10),
Einblick in den Willen und die Absicht Gottes (Apg. 10,19-20). Ihr seht
also: Im Leben und Dienst der ersten Gemeinden begegnen wir dem Wirken
des Heiligen Geistes auf Schritt und Tritt.
Wo
das Evangelium verkündet wird, regen sich Widerstand und Verfolgung.
Das haben viele der Apostel erfahren. Paulus wurde bspw. gesteinigt,
gefangen genommen und musste aus verschiedenen Städten fliehen. Gerade
in solchen Situationen ist es wichtig, der Gegenwart und den
Eingebungen des Heiligen Geistes zu vertrauen:
Mk
13, "10 und allen Nationen muss vorher das Evangelium gepredigt werden.
11 Und wenn sie euch hinführen, um euch zu überliefern, so sorgt euch
vorher nicht, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde
gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der
Heilige Geist."
Zeugen heute - unser Auftrag
Wir
Christen heute leben ebenfalls im neuen Bund. Somit gilt auch für uns
der Auftrag, Zeugen Jesu zu sein. Allerdings ist die Möglichkeit, das
von Jesus Gehörte oder bei ihm Gesehene unmittelbar weiterzugeben, mit
dem Tod der letzten Zeugen erloschen. Im Heiligen Geist lebt aber die
andere Seite des "Zeuge Seins" ungebrochen fort. Deshalb sind wir
auch heute wie die Führergestalten des AT und die Zeugen Christi im NT
auf das Wirken des Heiligen Geistes angewiesen. Ohne seine Kraft
verfallen wir in ein kraftloses, verkrampftes Christsein, das wenig von
der Erlösung widerspiegelt, die Christus für uns erworben hat. Übrig
bleibt eine nette Weltanschauung unter der Vielzahl religiöser
und pseudo-religiöser Weltanschauungen.
Mit
der Kraft des Heiligen Geistes sind wir in der Lage, von dem zu
berichten, was wir in unserem eigenen Leben mit Jesus erfahren haben
und was Spuren in unserem eigenen Leben hinterlassen hat. Man kann viel
über Jesus und die Bibel gelesen oder studiert haben. Reden wir
darüber, stellt das nur einen Bericht über das Gelesene dar. Der
Schritt vom Bericht zum Zeugnis setzt voraus, dass wir das Gelesene mit
dem selbst Erlebten verknüpfen, deuten und als Ganzes weitergeben. Wenn
wir bspw. im Wort Gottes lesen, dass Gott unser Versorger ist und
schenken wir diesem Wort glauben, werden wir in verschiedensten
Situation Gott darum bitten, uns zu versorgen. Erhört Gott unser Gebet,
ist es wichtig, dass wir das Erlebte als Gottes eingreifen auf unser
Gebet begreifen und als Zeugnis weitergeben.
"Zeuge
sein" beginnt mit einem prüfenden Blick auf das eigene Leben. Denn Gott
hinterlässt darin Spuren: Erfahrungen seiner Nähe, seines Erbarmens,
seiner Führung, seiner Hilfe, seines Trostes, seiner Vergebung usw.
Diese Spuren gilt es wahrzunehmen, als solche anhand der Bibel
wiederzuerkennen oder auf andere Weise im Licht des Heiligen Geistes zu
deuten. Dieses Vorgehen ist wichtig, weil dadurch Worte wie "Erbarmen",
"Liebe", "Befreiung", "Zuwendung" usw. zu Lebens-Erfahrungen werden.
Diese Erfahrungen vermitteln zugleich Optimismus für die Zukunft. Denn
wir können sicher sein, dass Gott in unserem eigenen Leben auch künftig
Spuren hinterlassen wird und zwar immer tiefere. "Zeuge sein"
vermittelt Erlebtes. Das ist auch für andere wichtig, glaubwürdig und
anziehend, weil es authentisch ist.
Mit
den Worten von Paulus möchte ich abschließen: "Lasst euch beständig vom
Geist erfüllen" (Eph 5,18) und werdet zu Zeugen von dem, was ihr mit
Gott hier und jetzt erlebt.
Gemeinde Gottes Nördlingen
Hahnengasse 2
86720 Nördlingen
Tel.: 07362/21423
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