Bild des Baumes in der Bibel_08.07.2018

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Bild des Baumes in der Bibel/8.07.2018

Vor einigen Tagen habe ich in meinem Andachtsbuch gelesen, dass die Herrlichkeit Gottes in der Natur zu sehen ist. Wir müssen somit nur unsere Augen aufmachen und unsere Ohren spitzen, um Gottes Herrlichkeit wahrnehmen zu können. Wenn ich allerdings in der Natur unterwegs bin, bin ich mehr auf mich als auf die Natur konzentriert. Doch an diesem Tag habe ich versucht, meinen Blick schweifen zu lassen. Dabei fielen mir zwei Bäume auf. Sie haben die anderen Bäume um ein Vielfaches überragt. Doch das Besondere an ihnen war nicht ihre Größe, sondern dass sie zwar krumm waren, aber nicht umgefallen sind. Ich habe mir daraufhin Gedanken über Bäume gemacht, im Internet ein bisschen recherchiert und geistliche Elemente zu finden versucht. An dem Ergebnis möchte ich euch nun teilhaben lassen.

 

1. Was wissen wir über Bäume?

Es gibt Nadel- und Laubbäume. Insgesamt existieren mehrere tausend Baumarten. Sie unterscheiden sich durch ihre Blätter, ihre Stämme und Wuchsformen. Eines haben sie gemeinsam. Das ist ihr Aufbau. Jeder Baum hat Wurzeln, einen Stamm und eine Krone.

Durch die Wurzeln findet ein Baum Halt. Das weit verzweigte Wurzelgeflecht verankert den Baum fest im Erdreich. An ihren Enden sind die Wurzeln fast so dünn wie Haare. Sie saugen aus dem Boden Wasser und die darin enthaltenen Nährsalze. Diese Stoffe braucht der Baum zum Überleben. Die Wurzeln laufen über der Erde zusammen und bilden den Stamm. Er ist umhüllt von einer Rinde, die ihn vor dem Austrocknen und vor Schädlingen schützt. Das Wasser und die Nährstoffe werden von den Wurzeln über den Stamm zu den Ästen, Blättern und Früchten weitergeleitet.

 

2. Sprichworte

·  über Wurzeln und Standhaftigkeit

  • Bäume haben etwas Wesentliches gelernt: Nur wer einen festen Stand hat und trotzdem beweglich ist, überlebt die starken Stürme.

Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin

In Mt. 7 berichtet Jesus von einem klugen Hausbauer, der sein Haus auf einem Felsen baut. Dieses Haus hat einen festen Stand. Wassermassen und Stürme können es nicht zum Einsturz bringen.

Haben wir in unserem Leben einen festen Stand? Auf wen oder was haben wir unser Leben aufgebaut? Wem oder was vertrauen wir? Es gibt sehr viele Philosophien und Religionen, nach deren Lebensprinzip wir leben können. Paulus sagt dazu in Kol. 2:

6 Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm,

7 verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.

8 Seht zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leeren Trug, die der Überlieferung der Menschen und den Elementen der Welt folgen und nicht Christus.

Das Problem der Philosophien und der Religionen ist, dass sie durch die Gedanken der Menschen entstanden sind. Die Worte scheinen klug zu sein. Sie klingen scheinbar gut. Doch sie führen uns nicht Gott. Sie haben keinen Bestand vor ihm. Und das macht den Unterschied. Die Bibel beruht nicht auf Menschenwort. Sie ist von Gottes Geist eingegeben. 2. Tim. 3:

16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

17 dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

Gott schenkt uns einen festen Stand, wenn wir ihm unser Leben anvertrauen.

Enno Ahrens

Ich habe mich gefragt, woran das liegen mag, dass sie stärker sind. Das liegt an ihren Wurzeln. Wenn bereits die Bäumchen durch Unwetter geplagt werden, entfalten sie starke Wurzeln, die ihnen den Halt geben, den sie brauchen. Je größer diese Bäumchen werden, desto tiefer werden ihre Wurzeln reichen. Ein Unwetter kann ihnen nichts anhaben. Ohne dementsprechende Wurzeln ist ein Baum schutzlos dem Unwetter oder der Sonne ausgesetzt.

Wir sind verwurzelt sagen die alten Bäume sonst wären wir nicht.

  • Und folgendes Sprichwort stammt aus China:

Ein vom Sturme umgeworfener Baum hatte mehr Zweige als Wurzeln.

Wie tief sind wir in Gott verwurzelt? Geht der Same Gottes in uns auf? Hat er die Chance zum Wachstum? Mt. 4:

5 Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte.

6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.

16 Und diese sind es, die auf felsigen Boden gesät sind: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf,

17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so kommen sie alsbald zu Fall.

· über Früchte:

Deutsches Sprichwort

Was macht einen Baum bedeutsam? Ist es sein äußeres Erscheinungsbild? Was erfreut uns an einem Baum? Sind es seine Blätter, die uns Schatten spenden? An einem heißen Sommertag mag das der Fall sein. Doch das, was einen Baum ausmacht, ist doch seine Frucht! Und was benötigt ein Baum, damit er Frucht bringen kann?

  • Ein gepflegter und gehüteter Baum trägt durch die gute Sorge seines Besitzers seine Frucht zur rechten Zeit, wie man es von ihm erwartet.

Juan de la Cruz (1542 - 1591), spanischer Mystiker, Karmeliterpater und Kirchenvater

Wilhelm Busch (1832 - 1908), Schriftsteller

Bäume benötigen Pflege. Genauso wie ein Baumbesitzer seine Bäume pflegt, möchte Gott uns pflegen und behüten. Er sorgt sich nicht nur um uns, sondern versorgt uns, mit allem was wir benötigen. Lassen wir Gottes Pflege zu? Bringen wir Frucht? Joh. 15:

5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Lk. 6:

43 Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht trägt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht trägt.

44 Ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man pflückt nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken.

45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

· über die Richtung des Lebens:         

Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin

Kurt Haberstich (*1948), Schweizer Buchautor

Wonach streben wir? Streben wir nach dem Licht? Streben wir nach dem Himmel? Was ist uns wichtig? Sind es die vergänglichen Dinge des Lebens? Oder ist uns das wichtig, was Gott wichtig ist? Joh. 1:

4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

 

3. Aussagen der Bibel

In der Bibel werden wir immer wieder mit einem Baum verglichen. Daher stellt sich die Frage: Was macht einen Baum aus? Ein winziger Setzling wird gepflanzt und dieser wächst zu einem großen Baum heran. Und ab einem bestimmten Alter beginnt er Früchte zu tragen. Durch eine gute Pflege können wir dazu beitragen, dass das Wachstum eines Baumes erfolgreich ist und sein Ertrag groß wird. Meine Lieblingsstelle steht in Ps. 1:

3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

Das Wort „der“ deutet an, dass es eine Bedingung dafür gibt. Diese lesen wir in den ersten beiden Versen von Ps. 1:

1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

Wir sehen:

Wir sollen den Rat der Gottlosen meiden. Wieso sollen wir diesen Personenkreis meiden? Ich möchte dazu eine Gegenfrage stellen: Wie sieht denn ein Rat eines Gottlosen aus? Er bezieht Gott und sein Wort nicht in seinen Rat mit ein. Die Gefahr ist sogar, dass sein Rat gottlos und nicht weise ist.

Wir sollen den Weg der Sünder nicht betreten. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wir sollen nicht sündigen. Jesus hat uns frei gemacht von der Sünde. Er starb sogar für unsere Sünden. Sünde trennt uns von Gott. Das ist allerdings nicht sein Wille. Er will uns vergeben und uns reinigen von aller Schuld, damit wir seine Kinder werden und ewiges Leben haben können.

Wir sollen nicht bei den Spöttern sitzen. Was ist das Ergebnis von Spott? Gal. 6:

7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

Im Gegensatz dazu sollen wir unsere Freude am Wort Gottes haben und ständig darüber nachsinnen. Dadurch erlangen wir nicht nur Weisheit und Erkenntnis, sondern auch den Segen aus Vers 3 (nahe am Wasser sein, fruchtbringend sein, nicht verwelkend sein, Gelingen im Tun habend).

Eine ähnliche Bibelstelle ist Jer. 17:

8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

Lesen wir auch dieses Mal die Voraussetzung. Jer. 17:

7 Gesegnet ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.

Verlassen wir uns auf Gott? Ist er unsere Zuversicht? Bleiben unsere Blätter grün? Bringen wir Frucht? Wenn wir uns auf Gott verlassen, ist uns Gottes Segen verheißen! Wir müssen uns keine Sorgen darum machen, ob wir Frucht bringen. Wir bringen Frucht in dem Maße, in dem wir uns auf Gott verlassen. Die Frucht, die in uns wachsen soll, ist zu finden in Gal. 5:

22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,

23 Sanftmut, Keuschheit;

Wir werden an unserer Frucht erkannt.

Lk. 6,44 Ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man pflückt nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken.

Mt. 7,17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.

Mt. 7,18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.

Mt. 12,33 Nehmt an, ein Baum ist gut, so wird auch seine Frucht gut sein; oder nehmt an, ein Baum ist faul, so wird auch seine Frucht faul sein. Denn an der Frucht erkennt man den Baum.

An der Frucht erkennen wir, ob jemand die Frucht des Fleisches oder die Frucht des Geistes hervorbringt. Paulus warnt uns vor falschen Propheten und gibt uns den Rat, ihre Früchte anzusehen. Mt. 7:

15 Seht euch vor den falschen Propheten vor, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?

Wenn wir allerdings eine faule Frucht tragen, hat das eine Konsequenz:

Mt. 3,10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Mt. 7,19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Leute, die faule Frucht haben, tun Böses. Deshalb werden sie abgehauen und ins Feier geworfen. Sie kommen nicht in das Reich Gottes. Mt. 7:

21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan?

23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet!

Wir sehen: Sie wollen aufgrund ihrer Werke gerechtfertigt werden. Doch Jesus differenziert. Daher frage ich euch: Was ist wichtiger? Ist es die Frucht, die wir hervorbringen, oder sind es die Werke, die wir tun? Ihr kennt die Antwort!  Durch unsere enge Beziehung zu Gott und unsere Bereitschaft, uns von ihm verändern bzw. in sein Bild verwandeln zu lassen, wächst die Frucht des Geistes immer mehr, und dadurch sind wir in der Lage, die Werke zu tun, die Gott für uns vorbereitet hat. Und diese Werke sind gut in den Augen Gottes. Eph. 2:

10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Abschließend möchte ich einige Fragen stellen:

  • Sind wir verwurzelt und gegründet in Jesus?
  • Stehen wir fest im Glauben?
  • Wachsen wir im Glauben?
  • Tragen wir die Frucht des Geistes?
  • Streben wir danach, dass in uns die Frucht des Geistes wachsen kann?

 

Gott segne euch!