Der Himmel/04.08.19

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Der Himmel/04.08.19

In der letzten Predigt ging es um das Agieren Satans, die Macht der Sünde und den Sieg Jesu über den Tod. (1. Kor. 15, 55-57). Und diesen Sieg dürfen wir durch die Gnade Gottes dankbar annehmen. Jesu Sieg bedeutet für uns, die wir glauben, die Ewigkeit in enger Gemeinschaft mit Gott verbringen zu dürfen. Daher möchte ich heute über den Himmel sprechen. Denn dies wird der Ort sein, an dem wir die Ewigkeit verbringen werden.

 

Jeder Mensch, ob er gut oder böse ist, ob er gläubig oder ungläubig ist, wird mit dem Tod konfrontiert. Liebgewonnene Menschen sterben. Wir, die wir glauben, sind davon überzeugt, dass sie uns vorausgehen und auf uns warten werden.

 

Doch was erwartet uns? Können wir tatsächlich mit Sicherheit sagen, dass es einen Himmel gibt? Ist der Himmel nur die Fantasie einer Religion? Woher wissen wir, ob das, was wir glauben, die Wahrheit ist? Unsere Gewissheit kommt aus dem Glauben und unseren Erfahrungen, die wir im Glauben machen (Hebr. 11,1). Wir erleben, dass geschieht, was Gott sagt, und Verborgenes ans Licht kommt. In der Bibel stellen wir fest, dass Jesus seine Jünger über das Kommende nicht im Ungewissen gelassen hat. Die Bibel ist die Grundlage unseres Glaubens. Und der Heilige Geist, dessen Kommen Jesus angekündigt hat, ist unser Beistand. Er wird uns alles lehren und uns an alles erinnern, was Gott zu uns geredet hat, und er bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind (Joh. 14, 26).

 

Aus dem Glauben schöpfen wir die Gewissheit, dass es einen Himmel gibt. Wir wissen, wir werden nach unserem körperlichen Tod in den Himmel kommen und die Ewigkeit mit unserem Schöpfer verbringen. Doch was sagt die Bibel über den Himmel? Und ist es überhaupt wichtig, dass wir Dinge über den Himmel wissen? Genügt es nicht zu glauben, dass es einen Himmel gibt? C.S. Lewis hat dazu gesagt:

 

Die Christen, die in dieser Welt am meisten ausrichten, sind die,

 

die am meisten über die kommende Welt, den Himmel denken.

 

Stimmt diese Aussage? Ist sie nachvollziehbar? JA! Je mehr wir über den Himmel wissen, desto größer wird unsere Freude darüber, dort sein zu werden, und desto trauriger werden wir über die Menschen, die verlorengehen werden. Aus unserer Freude schöpfen wir die Kraft, uns für das Reich Gottes zu investieren. Diese Kraft ist ein Geschenk Gottes. Gott schenkt uns diese Kraft, wenn wir Zeit mit ihm verbringen, uns nach ihm ausstrecken, ihn anbeten und über ihn nachdenken. Wenn wir über den Himmel nachdenken, werden wir sowohl Gottes Freude über die Erretteten erleben, aber auch seine Traurigkeit über die Verlorenen spüren. Und das ist die Motivation, uns für das Reich Gottes zu investieren. Das bedeutet: Wenn wir ein Herz für die verlorenen Menschen bekommen wollen, wenn wir etwas ausrichten wollen in dieser Welt, dann lasst uns über den Himmel nachdenken. Und das nicht nur heute in der Predigt, sondern lasst uns das jeden Tag tun.

 

Fünf Wahrheiten über den Himmel

 

1. Die Tür zum Himmel ist die Tür unseres Herzens.

 

Offb. 5,20: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

 

Jesus steht vor der Tür und klopft an. Erwartet er bereits zu diesem Zeitpunkt, dass wir die Tür öffnen? NEIN! Denn wir lesen weiter: Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun wird. Das bedeutet doch: Jesus redet zu uns, nachdem er an die Tür geklopft hat. Durch das Klopfen macht er sich bemerkbar. Durch das Reden möchte er uns dazu bewegen, ihn hereinzulassen. Jeder trifft SELBST die Entscheidung für sein Handeln.

 

Was passiert, wenn wir die Tür unseres Herzens für ihn nicht öffnen? Jesus bleibt draußen. Er dringt nicht mit Gewalt in unser Herz ein. Er zwingt niemand, ihn hereinzulassen. Er liebt uns so sehr, dass er uns frei entscheiden lässt. Eltern wissen, dass es einen Zeitpunkt im Leben ihrer Kinder geben wird, an dem sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und Erfahrungen sammeln werden. Wie geht es Eltern damit? Das ist für sie oft schmerzhaft. Sie sehen, welchen Weg ihr Kind einschlägt, sie wollen ihr Kind beschützen – und können es doch nicht, wenn das Kind die Hilfe ablehnt. Sie können nur zuschauen und hoffen, dass nichts Schlimmes passiert und der Tag kommt, an dem sie sich unterstützen lassen. Jesu Liebe war sogar so groß, dass er bereit war, sein Leben für uns zu geben. Er hat sich geopfert, damit wir Leben haben.

 

Was ist, wenn wir die Tür unseres Herzens öffnen? Jesus zieht in unser Herz ein und will der Herr unseres Herzens sein. Seine Herrschaft erfolgt in Liebe und Frieden. Und diese Liebe und dieser Friede zieht mit Jesus in unser Herz ein. Als Herrscher gibt er - und zwar Gnade um Gnade.

 

Das Entscheidende aber ist: Wenn wir sterben und unseren Körper verlassen, führt er uns durch diese Tür zum Himmel, durch die er zu uns gekommen ist. Diese Tür ist somit die Verbindungstür zwischen unserem Herzen und dem Himmel. Wenn Jesus allerdings nicht in unserem Herzen wohnt, kann er uns nicht in den Himmel führen. Das bedeutet: wenn wir nicht ein Kind Gottes sind, können wir nicht im Himmel wohnen.

 

2. Der Himmel ist näher, als wir denken.

 

Wie weit ist denn der Himmel von uns weg? Wer von euch kann diese Frage beantworten? Der Punkt ist: Das Reich Gottes beginnt bereits hier auf der Erde in den Herzen der Gläubigen. Wir erleben es: Je enger die Gemeinschaft zu Jesus ist, desto kürzer ist die Entfernung zum Himmel. Nicht Gott bestimmt, wie weit wir von ihm entfernt sind, sondern wir. Gott ist da. Die Frage ist: Wo sind wir?

 

Der Himmel ist einen Schritt von uns entfernt. Dieser Schritt beinhaltet die Entscheidung, zur Tür zu gehen und Jesus herein zu lassen, wenn er anklopft und um Einlass bittet.

 

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Die Reise des Schächers am Kreuz bestand tatsächlich nur aus einem einzigen Schritt. Lk. 23:

 

42 Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich9 kommst!

 

43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

 

Bei manchen dauert die Reise ein ganzes Leben. Sie entscheiden sich bereits als Kinder für Jesus und folgen ihm ein ganzes Leben lang nach. Andere haben andere Wege ausprobiert, bis sie entdeckt haben, dass diese Wege Sackgassen waren. Und manchen geht es wie dem Schächer am Kreuz. Sie irren hoffnungslos umher und finden am Ende den Weg. Das Gute ist: Es ist nie zu spät im Leben, diesen Schritt zu tun.

 

3. In den Himmel zu kommen ist Gnade.

 

Mt. 19:

 

23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Schwer wird ein Reicher in das Reich der Himmel hineinkommen.

 

Heißt das, dass ein Reicher nicht in den Himmel kommen kann? NEIN! Reiche haben es aber schwer. Warum ist das so? Es ist eine Frage des Herzens. Unser Herz soll auf Gott gerichtet sein. Jesus soll in unserem Herzen wohnen. Der Heilige Geist soll uns leiten. Die Frage ist:  Wo ist unser Herz? Mt. 6:

 

21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

 

Unser Herz ist auf das gerichtet, was uns wichtig ist. Jeder von uns muss aufpassen und immer wieder überprüfen, wo er seine Prioritäten gesetzt hat. In Mt. 19 erklärt Jesus weiter:

 

24 Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

 

Beim Lesen der Stelle denkt doch jeder zuerst: Wie kann denn das gehen? Und das ist doch der springende Punkt. Es geht nicht. Das haben die Jünger sofort verstanden. Deshalb fragen sie voller Sorge, wer dann gerettet werden kann.

 

25 Als aber die Jünger es hörten, gerieten sie ganz außer sich und sagten: Wer kann dann gerettet werden?

 

Durch die Antwort von Jesus sind sie sicher beruhigt.

 

26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich.

 

Das macht deutlich: Es kommt nicht auf unser Vermögen an, sondern allein auf Gottes Gnade. Eph. 2:

 

8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;

 

9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.

 

4. Wir sind Sünder und kommen doch in den Himmel – durch Jesus.

 

Geschichte: Ein Christ müht sich ab, ganz allein einen hohen Berg zu besteigen. Dieser Berg ist der Bereich in seinem Leben, in dem er die meisten Versuchungen erlebt und am häufigsten in Sünde fällt. Er möchte so gern die reinweiße Siegesfahne auf dem Gipfel hissen. Der Aufstieg ist schwierig, aber er macht verbissen weiter. Er stellt sich sein Ziel vor: Er will so gerne seine reinweiße Fahne Jesus zeigen.

 

Aber als er versucht, den Berg zu besteigen, rutscht er immer wieder ab und fällt hin. Schließlich sieht er, dass die Fahne nicht mehr weiß ist, sondern schmutzig und halb zerrissen. Er merkt: ich schaffe es nicht. In diesem Augenblick kommt Jesus zu ihm und hilft ihm auf die Füße. Der Herr nimmt ihm die kleine zerrissene Fahne ab, steckt sie in die Falten seines Gewandes und zeigt auf eine weithin sichtbare strahlendweiße Fahne auf dem Berggipfel. Und er lächelt und sagt: „Schau da, was ich für dich getan habe!“ Sogleich nimmt Jesus den Rucksack des Mannes auf seinen eigenen Rücken, zeigt ihm den Weg und hilft ihm. Gemeinsam gehen sie den Weg bis zum Gipfel.    

 

Röm. 3,23 denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes

 

24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.

 

Joel 3,5 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Rettung sein, wie der HERR gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die der HERR berufen wird.

 

5. Wir werden für immer Frieden haben.

 

Das hebräische Wort für Frieden ist Shalom. Es wird als traditionelle Gruß- und Abschiedsformel verwendet. Shalom beinhaltet nicht nur innere Gelassenheit, Zufriedenheit und Abwesenheit von Stress. Die Bedeutung ist viel weitreichender. Es geht um das Ganz-Sein, um Gesundheit und um Heil. Leib, Seele und Geist sind gesund und im Lot.

 

Jeder Mensch hat eine Sehnsucht nach Frieden. Die Bibel zeigt unterschiedliche Wege, um Frieden zu erfahren:

 

·  Gottvertrauen:

 

Herr, du gibst Frieden dem, der sich fest an dich hält und dir allein vertraut. (Jes. 26,3/ Hoffnung für alle)

 

·  Gebet statt Sorge:

 

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden;

 

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. (Phil. 4,6-7)

 

· Freude im Herrn:

 

Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! (Phil. 4,4)

 

· Blick auf Gott:

 

Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt!

 

Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein. (Phil.4,8-9)

 

Wer ist der, der Frieden gibt? Jesus!

 

Joh. 14, 27 Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam.

 

Wieso ist der Friede wichtig? Der Friede hilft uns, unbeschadet durch die Stürme des Lebens zu kommen.

 

Wisst ihr: Gott möchte, dass alle Menschen in den Himmel kommen (1. Tim. 2,4). Er hat seinen Teil bereits getan, damit das möglich wird. Das ist sein Geschenk für uns. Es liegt nun an uns. Jeder entscheidet selbst, ob er dieses Geschenk annehmen möchte.

 

Wer denkt, das Leben mit Gott ist langweilig und öde, der irrt sich gewaltig. Das Leben mit Gott ist ein Abenteuer. Er ist immer da. Ich kann jeden nur ermutigen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Öffne die Tür deines Herzens, und lass Jesus hinein. Deine Sünden sind kein Hindernis. Jesus hat dafür längst bezahlt. Daher müssen wir uns nicht selbst anklagen oder uns von irgendjemand anklagen lassen. Gott hat uns längst vergeben. Und so kann der Friede Gottes in unser Herz einziehen.

 

Der Herr segne und behüte dich.

 

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

 

Der Herr erhebe sein Angesicht über dich gebe dir Frieden. (4. Mos. 6, 24-26)