Der Mensch - ein Geschöpf Gottes/02.09.2013

Ich gebe euch ein paar Daten und ihr dürft euch überlegen, von was ich spreche. Die Zahlen sind in Prozent angegeben.

Wasser                             60       

Proteine (Eiweiß)              16       

Lipide (Fette)                    10      

Kohlenhydrate (Zucker)    1,2

Nukleinsäure                     1

Mineralstoffe                      5

Ich gebe euch weitere Zahlen. Sie sind auf ein Gesamtgewicht von 70 kg bezogen.

14,5 kg Sauerstoff            

12,9 kg Kohlenstoff          

  6,6 kg Wasserstoff         

  1,4 kg Kalzium           

  1,0 kg Phosphor            

  280 g  Kalium

210 g  Schwefel

140 g  Chlor

140 g  Natrium

70 g  Magnesium

Dann gibt es noch Elemente wie bspw. Eisen, Jod, Fluor, Zink, Kupfer, Mangan, Chrom, Kobalt, Molybdän.

Von was spreche ich? All diese Dinge sind Bestandteile des menschlichen Körpers. Diese Stoffe kommen in der Erde vor. Wenn jemand diese Zahlen kennt, kann er die Richtigkeit der Aussage, dass der Mensch aus Erde gemacht wurde, nicht bestreiten.

1. Mos. 2,7a: Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker…

Gott hat also den Menschen aus Erde gemacht. Er hat selbst Hand angelegt. Bei allem anderen, was er erschaffen hat, hat er durch sein Wort erschaffen. Daraufhin geschah, was er gesprochen hat. Den Menschen machte er. Er hat ihn so geformt wie er ihn haben wollte. Dies zeigt, wie wichtig ihm diese Sache war. Das Formen einer menschlichen Gestalt  können wir auch. Wenn wir jetzt auf einen Acker gehen würden und aus der Erde eine menschliche Gestalt formen würden, das würden wir hinbekommen. Das Problem ist aber, dass wir dann noch lange keinen Menschen hätten. Erde allein hat nämlich nicht ausgereicht, damit der Mensch ent-stehen konnte. Ein weiterer Bestandteil war sehr wichtig. Ohne diesen Bestandteil wäre die von Gott geformte Erde trotzdem nur Erde geblieben. Diesen Bestandteil konnte nur Gott dazugeben.

1. Mos. 2,7b: und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. (Luther)

Gott blies also Lebensatem in die Form aus Erde hinein. Dadurch schenkte er dieser Form Leben. Ohne diesen Lebensatem wäre der Mensch nicht entstanden. Wenn wir  unsere aus Erde geformte Gestalt mit unserem Atem anblasen würden, würde nichts passieren. Unser Atem kann kein Leben schenken. Unser Atem be-steht nur aus verbrauchter Luft und riecht mehr oder weniger angenehm – je nach-dem was wir zuvor gegessen haben. Als Gott den Lebensatem in den Menschen blies, ist ein Wunder geschehen: Der Mensch blieb kein Erdklumpen, er wurde ein lebendiges Wesen, weil ihm Leben eingehaucht wurde. Der Erdklumpen verwandelte sich, er bildete, Knochen, Fleisch und Blut, zudem eine Haut, Sehnen, Nerven- und Blutbahnen, Organe u.v.m.

Was sagt die Bibel über unseren Körper?

1.Mos. 3,19: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Er-de werden.

Ps. 104,29 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.

Der Körper ist sterblich und wird wieder zu Erde werden.

Ps. 139

14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.

16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

In den Händen Gottes wurde aus der Erde, aus der der Mensch von ihm geformt wurde, etwas Herrliches, etwas Wunderbares. David hat dieses Wunder verstanden.

2.Petr. 1:

13 Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern;

14 denn ich weiß, dass ich meine Hütte bald verlassen muss, wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat.

2. Kor.5:

1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.

Unser Körper ist nur eine vorübergehende Hütte für die Person, die darin wohnt.

1.Kor. 15:

44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib.

45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen« (1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.

    Bei der Auferstehung erhalten wir einen geistlichen Leib.

1.Kor.6:

19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

    Unser Körper soll der Tempel des Heiligen Geistes sein.

Röm. 12,1: Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Wir sollen uns und unser ganzes Sein Gott hingeben. Dies zeigt sich in un-serem Lebensstil und an unserem Dienst.

Röm. 12,13: Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.

Wir sollen uns nicht von Satan missbrauchen lassen, indem wir uns zur Sünde verleiten lassen, sondern wir sollen uns Gott hingeben, dann kann er uns als Waffe der Gerechtigkeit gebrauchen.

In 1. Mos. 2,7 haben wir erfahren, dass der Mensch mehr ist, als ein Körper, er ist ein lebendiges Wesen. Gott hat ihm dieses Leben geschenkt, als er den Atem des Lebens in seine Nase hauchte. Dadurch verwandelte sich der Erdklumpen in ein lebendiges Wesen und das Blut im Körper des Menschen begann zu zirkulieren. 3. Mos. 17:

11 Denn des Leibes Leben ist im Blut und ich habe es euch für den Altar gegeben, dass ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die Entsühnung, weil das Leben in ihm ist.

Blut ist also das Sinnbild für das Leben. Woran merken wir, dass jemand nicht mehr lebt? Sein Herz schlägt nicht mehr. Es hat aufgehört, das Blut durch unser Herz-Kreislaufsystem zu pumpen. Das Blut erfüllt viele wesentliche Aufgaben, um die Lebensvorgänge aufrechtzuerhalten. Hauptaufgabe ist der Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Zellen und der Abtransport von Stoffwechselendprodukten wie Kohlenstoffdioxid oder Harnstoff. Außerdem werden Hormone und andere Wirkstoffe zwischen den Zellen befördert. Blut dient weiterhin der Homöostase, das heißt der Regulation und Aufrechterhaltung des Wasser- und Elektrolythaushaltes, des pH-Werts sowie der Körpertemperatur. Als Teil des Immunsystems hat das Blut Aufgaben in Schutz und Abwehr gegen Fremdkörper und gegen Antigene. Weiter ist das Blut ein wichtiger Bestandteil bei der Reaktion auf Verletzungen (Blutgerin-nung und Fibrinolyse). Werden diese Aufgaben nicht mehr erfüllt, sterben wir.

Warum gibt es den Tod?

Röm. 6,23: Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Das ist eine deutliche Aussage, die wir alle kennen. Aber Gott in seiner Gnade hatte auch im Alten Bund eine Möglichkeit der Entsühnung geschaffen. Die Menschen hatten von ihm die Möglichkeit erhalten, ein Tier zu opfern anstelle des eigenen Lebens. Als die ersten Menschen sündigten, hat Gott ein Tier geopfert und ihre Blöße mit dem Fell bedeckt. Im Neuen Bund hat Jesus sein Blut vergossen, er ist für uns gestorben, damit wir Leben haben.

Röm. 5,10: Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.

Jesus ist Leben (Joh. 14,6: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.) und er ist gekommen, damit wir Leben haben. Und als er kam, musste sein Leben geben, damit wir dieses Leben empfangen können. Damit ist nicht nur das Leben auf der Erde gemeint, sondern es geht um das ewige Leben in Gemeinschaft mit Gott.

Einerseits haben wir nun festgestellt, dass unser Körper vergänglich und sterblich ist und dass das Blut Sinnbild für das Leben in uns ist. Andererseits ist Gottes Plan, dass wir für immer Gemeinschaft mit ihm haben sollen. Jetzt stellt sich die Frage, welcher Teil des Menschen soll nun ewig leben? Es kann nicht unser Körper sein und auch nicht das Blut in uns. Der Mensch besteht aus mehr. In der Elberfelder Übersetzung können wir in 1. Mos. 2,7c lesen:

…so wurde der Mensch eine lebende Seele.

Und in 1. Mos. 1:

26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Gott schuf den Menschen nach seinem Bild. Aber wir wissen nicht, wie Gott aus-sieht. Dennoch wissen wir, dass Gott Geist ist (Joh. 4,2). Das ist sein Bild. Wenn uns also das Wort Gottes sagt, dass Gott den Menschen in seinem Bilde erschuf, bedeutet dies, dass zusätzlich zu Körper und Seele, der Mensch auch das Bild Gottes besitzt, d. h. er ist Geist.

1. Kor. 15,45: Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen« (1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.

Die Worte Seele und Geist finden wir immer wieder im Wort Gottes. Für manche Bibelforscher sind diese Begriffe identisch. Der Grund dafür ist, dass die Unterscheidung oft sehr schwierig ist. Gott hat uns in Einheit von Geist, Seele und Leib er-schaffen, deshalb ist die Unterscheidung nicht erforderlich, wenn wir in dieser Einheit leben. Ich denke aber, dass es interessant ist, der Seele und dem Geist separate Funktionen zuzuordnen. Hebr. 4,12 zeigt auf, dass Gottes Wort Seele und Geist voneinander trennen kann:

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Thess. 5,23: Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!

In diesem Vers wird deutlich, dass Gott den Menschen als eine Einheit von Geist, Seele und Körper erschaffen hat. Aber diese Einheit ist durch den Sündenfall ge-stört worden. Der Körper wurde sterblich und Gott kann Geist und Seele voneinander trennen.

Zu den Funktionen der Seele zähle ich den Verstand, in dem unser Denken statt-findet, die Gefühle, die wir haben, und unseren Willen, mit dem wir Entscheidun-gen treffen. Unsere Entscheidungen auf der seelischen Ebene sind davon abhängig, ob wir mehr auf unseren Verstand oder auf unsere Gefühle hören.

Wir wissen, dass Gott Geist ist und wir haben gesehen, dass Gott den Menschen nach seinem Bild erschaffen hatte. Dadurch, dass Adam nicht nur aus Körper und Seele bestand, sondern auch Geist war, konnte er mit Gott nicht nur kommunizieren, sie konnten sich auch begegnen und wandelten miteinander im Garten Eden. Die Beziehung war unkompliziert. Sie war nicht gestört. Nach dem Sündenfall war die Beziehung immens gestört, weil ein Teil von Adam starb. Er starb nicht körperlich, seine Seele starb auch nicht, aber er starb geistlich gesehen. Sein Geist und Gottes Geist konnten dadurch nicht mehr miteinander kommunizieren. Adams unkomplizierte Beziehung zu Gott starb. Das Problem besteht immer noch. Sünde trennt uns von Gott, unser Geist stirbt. Ist unser Geist tot, kann er seine Funktion nicht ausüben. Deshalb hat Jesus im Neuen Bund aufgezeigt, dass wir von neuem geboren werden müssen. Joh. 3:

5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen.

6 Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.

7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.

8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.

Jesus sagt deutlich, dass nur derjenige Geist ist, der aus dem Geist d.h. aus Gott geboren ist. Ich kann aus mir heraus kein geistliches Leben produzieren, das geist-liche Leben, die Gemeinschaft mit Gott,  kann nur der Heilige Geist in uns bewirken.

1. Kor. 2:

12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

13 Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten.

14 Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird.

Ohne den Heiligen Geist, der unseren Geist zu neuem Leben erweckt, können wir geistliche Dinge nicht wahrnehmen und nicht verstehen. Unser Verstand allein reicht nicht aus, um geistliche Dinge bewerten zu können. Deshalb benötigen wir einen erweckten Geist in uns, der mit Gottes Geist kommunizieren kann.

Zusammenfassung:

Wir sind Gottes Geschöpfe, wurden nach Gottes Ratschluss nach seinem Bild erschaffen geplant und entworfen und erhielten den Atem Gottes als einzige Kreatur auf der Erde. Das bereits sind Dinge, die wir uns oft kaum vorstellen können. Sie übersteigen unseren Horizont. Wir können sie nur im Glauben annehmen. Und obwohl wir als Menschen immer wieder versagen, indem wir sündigen, hat Gott uns nicht aufgegeben. Gott hat einen Erlösungsplan entwickelt, der in Jesus Wirklichkeit wurde. Wir erfahren Erlösung durch das Blut Jesu. Enden möchte ich mit dem Vers aus Jes. 43:

7 Denn sie alle gehören zu dem Volk, das meinen Namen trägt. Ich habe sie zu meiner Ehre geschaffen, ja, ich habe sie gemacht.

Wir wurden zu seiner Ehre erschaffen.

Amen.