Weihnachten

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Weihnachten

2018

Heute feiern wir Weihnachten. Die meisten von uns haben an diesem Tag ein festes Ritual entwickelt. Alle Jahre wieder wird dieses Ritual wiederholt. Manche von uns haben sogar bereits vor dem Weihnachtstag feste Rituale. Plätzchen werden gebacken, Adventskalender werden befüllt und verschenkt, als Beschenkter wird jeden Tag ein Türchen geöffnet und der Baum wird gekauft. Und nun befinden wir uns im Gottesdienst. Ist dieser Besuch auch ein Ritual für uns? Wäre es denn schlimm, wenn es so wäre? Nein! Wir Menschen benötigen Rituale. Sie helfen uns, unser Leben zu strukturieren. Wir müssen nicht jedes Mal nachdenken, ob und wie wir etwas machen. Wir machen es aus Routine heraus und es fällt uns leicht. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt: Ihr wollt in euerer Familie ein neues Ritual einführen, aber keiner macht mit. Es fällt einem sogar selbst schwer, sich daran zu halten. Das Scheitern ist somit vorprogrammiert. Doch wenn alle von einem bestimmten Ablauf einer Sache begeistert sind, heißt es gleich: Das machen wir wieder. Ich habe dieses Jahr Plätzchen gemeinsam mit meiner Tochter, mit zwei Nichten und meiner Schwägerin gebacken. Am Ende meinten die Cousinen, das machen wir nächstes Jahr wieder. Ihr seht: So schnell können Rituale entstehen.

 

Doch schauen wir uns die Rituale zu Weihnachten an:

 

- Was hat ein Gänsebraten mit Blaukraut und Knödeln mit Weihnachten zu tun? Nichts!

 

- Was hat der Christbaum mit Weihnachten zu tun? Nichts!

 

- Was hat der Weihnachtsmann mit Weihnachten zu tun? Nichts!

 

- Was haben Weihnachtsplätzchen mit Weihnachten zu tun? Nichts!

 

- Was haben Geschenke mit Weihnachten zu tun?

 

Ja, wie ist es mit den Geschenken? Wieso beschenken wir uns an diesem Tag? Wir wollen anderen eine Freude machen. Das könnten wir aber an jedem anderen Tag auch. Wieso beschenken wir uns also an Weihnachten? Es hängt sehr wohl damit zusammen, dass wir anderen eine Freude bereiten wollen. Und diese Freude, die wir verbreiten wollen, hat seinen Grund. Das Problem ist, dass der Grund dieser Freude vielen verloren gegangen ist und/ oder sie nicht daran glauben wollen oder können. 

 

Paulus schreibt an die griechische Gemeinde in Galatien (Gal 4, 4f):

 

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.

 

Genau das ist vor über 2000 Jahren passiert: Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt. Bereits im Alten Testament finden wir viele Bibelstellen, die auf den Sohn Gottes hinweisen. Die Juden wussten, dass der Sohn Gottes der Messias sein sollte, der sie retten würde. So warteten sie auf diesen Sohn Gottes. Dies zeigt, sie vertrauten Gottes Verheißungen. Doch die meisten hatten ihre eigenen Vorstellungen darüber, wie der Messias sein sollte und was er tun sollte. Und das war ein Problem. Jesus, der Sohn Gottes, entsprach nicht ihren Vorstellungen. Dies fing bereits mit seiner Geburt an. Er wurde von einer einfachen Frau, Maria, geboren. Ihr Mann, Josef, war ein Handwerker. Diese einfachen Leute waren für die Betreuung, Versorgung und Erziehung von Jesus verantwortlich. Beide waren vermutlich in den Augen der Welt nicht sehr gebildet. Sie lebten zudem in ärmlichen Verhältnissen. Und in diese Situation hinein wurde Jesus geboren. Jetzt können wir sagen: Das ist doch nicht angemessen für den Sohn Gottes. Und wir können fragen: Wie konnte Gott dies auch noch zulassen bzw. wollen. Hat Gottes Plan seinen Sohn betreffend Makel? Hat Gott da einen Fehler gemacht? Nein, das hat er sicher nicht. Jesus wuchs in einem Umfeld auf, das perfekt für ihn war. Maria und Josef hatten alles, was sie für ihn brauchten. Stimmt das? Maria und Josef waren obdachlos, als sie in Betlehem angekommen sind. Wie kann ich da sagen, dass sie alles hatten. Es gibt einen Grund, wieso ich das sagen kann: Gott hat sie nicht im Stich gelassen und so hatte Jesus ein Dach über dem Kopf, als er geboren wurde, auch wenn das Dach nur das Dach eines Stalles war. Wisst ihr, das interessiert einen Säugling nicht. Was benötigt ein Säugling? Er braucht Liebe, Wärme, Zuwendung, ausreichend Muttermilch und ein gewisses Maß an hygienischen Bedingungen. Wir können davon ausgehen, dass seine Eltern für all diese Dinge gesorgt haben, obwohl sie die erste Zeit in einem Stall waren. Gott hat zudem die Weisen aus dem Morgenland kommen lassen, die das Kind mit materiellen Gaben beschenkt haben. Darunter war Gold, von dem die Familie sicher einige Zeit leben konnte. Für das Wohl von Jesus war somit bestens gesorgt.  

 

Wer erfuhr außer den Eltern sonst noch von der Geburt des Messias? Das waren Hirten. Wir lesen in Lukas 2:

 

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

 

9 Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

 

10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;

 

11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

 

12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

 

13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

 

14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

 

Nicht nur die Eltern von Jesus sind einfache Leute, sondern auch die Hirten auf dem Feld. Sie sind bei der Arbeit, als ihnen zuerst ein Engel und dann himmlische Heerscharen begegnen. Das Erste, was der Engel tut, ist, ihnen zu sagen, sie sollen sich nicht fürchten. Das heißt doch nichts anderes, als dass sich die Hirten fürchteten. Und das ist nicht verwunderlich. Doch der Engel will keine Furcht verbreiten, sondern eine einfache, klare Botschaft überbringen:

 

- Der Engel verkündet eine große Freude.

 

- Diese Freude soll dem ganzen Volk widerfahren.

 

- Der Grund der Freude ist die Geburt des Heilands.

 

- Der Engel erklärt, woran sie den Heiland erkennen.

 

Jetzt frage ich euch: Ist die Geburt Jesu für die Juden ein Grund großer Freude? Ja, denn sie warten seit Jahrtausenden auf diesen Tag. Sie haben bis zu diesem Tag sehr viel Leid erlitten. Sie haben aber auch erlebt, dass Gott sie immer und immer wieder aus ihrer Not herausgeführt und für sie da war. Zur Zeit der Geburt Jesu haben die Römer die Herrschaft über ihr Volk übernommen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Juden nach einem weltlichen Retter sehnten. Doch wir wissen, dass die Mission des Messias nicht die weltliche Herrschaft ist, sondern sein Tod am Kreuz, um dadurch für alle Menschen der Erlöser sein zu können.

 

Wieso hat der Engel den Hirten erklärt, woran sie den Heiland erkennen? Sie sollen nicht am falschen Ort suchen oder ein anderes Kind für den Messias halten. Der Engel will sicher gehen, dass sie Jesus finden und somit die Bestätigung bekommen, dass seine Worte wahr sind.

 

15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

 

16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.

 

17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

 

18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.

 

19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

 

20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

 

Die Hirten scheinen nicht lange zu überlegen, sondern suchen das Kind. Sie behalten das Erlebte nicht für sich, sondern erzählen jedem, der es hören oder auch nicht hören will, von dem, was sie erlebt haben. Wie reagieren die Menschen? So wie es zu erwarten ist: Sie wundern sich über das, was sie gehört haben.

 

Wisst ihr, die Hirten haben nicht geschwiegen. Sie haben von dem erzählt, was sie gehört und gesehen haben. Sie haben Zeugnis davon gegeben. Die Leute haben gespürt, dass ihr Zeugnis wahr sein muss. Sie haben die Freude und das Feuer der Hirten, das in ihnen durch das Erlebte entzündet worden ist, wahrgenommen. Die Leute haben ihr Zeugnis nicht in Frage gestellt. Doch die Frage ist: Haben sie ihrem Zeugnis Glauben geschenkt? Ich bezweifle das. Wir lesen nichts davon, dass sich die Hörer des Zeugnisses auf den Weg gemacht hätten, um den Messias zu suchen. Wir lesen auch nichts davon, dass sie zum Glauben an ihn gekommen wären. Es heißt nur, dass sie sich gewundert hätten. Maria ist die einzige Person, über die wir eine andere Reaktion erfahren. Wir lesen, dass sie sich die Worte der Hirten gemerkt und in ihrem Herzen bewegt hat.

 

Wie reagieren wir auf die Weihnachtsgeschichte? Ist sie für uns nur eine fromme Geschichte? Glauben wir denn, dass Jesus der ist, als der er uns in der Bibel vorgestellt wird? Glauben wir denn, dass er die Menschheit erlösen will und auch kann? Brauchen wir denn überhaupt Erlösung?

 

Wisst ihr, es geht nicht darum, irgendjemanden davon zu überzeugen, an Jesus zu glauben. Doch ich kann eines tun. Ich kann sagen, was ich erlebt habe:

 

Als ich Jesus eingeladen habe, der Herr meines Herzens zu werden, hat Jesus angefangen, in meinem Herzen zu wohnen und mich zu beschenken. Ein Geschenk war Liebe. Ich erlebte, dass ich geliebt bin, wie ich noch nie von jemanden geliebt worden bin. Und ich spürte diese Liebe in meinem Herzen. Und dadurch wurde ich mit einem weiteren Geschenk beschenkt: Das war Freude. Ich habe mich lange Zeit kaum noch über irgendetwas freuen können. Und Jesus hat mich mit einer unvorstellbaren Freude beschenkt. Ein anderes Geschenk war Frieden. All die Gedanken, mit denen ich mich zuvor beschäftigt habe und die mich ruhelos werden ließen, waren weg. Friede war da. Ich kann nur sagen: Das hat sich gut angefühlt.

 

Ich laufe manchmal zwar Gefahr, mir die Liebe, die Freude und den Frieden durch die Geschäftigkeit des Alltags rauben zu lassen, doch ich weiß, wo ich hingehen kann, um erneut Liebe, Freude und Frieden zu bekommen.

 

Wo gehst du hin, wenn du Liebe, Freude und Frieden brauchst? Wo findest du diese Dinge? Ich kann dir nur sagen: Geh zu Jesus.

 

Wisst ihr: Ich erlebe, dass er mich hört. Und ich weiß, er hört auch dich. Ich erlebe, dass er mich sieht. Und ich weiß, er sieht auch dich. Er kennt mich. Und ich weiß, er kennt auch dich. Er hilft mir. Und ich weiß, er hilft auch dir. Trau dich, ihn in dein Leben einzuladen, falls du es noch nicht getan hast. Du wirst staunen, was er in der Lage zu tun ist, wozu du nicht in der Lage bist.

 

Falls jemand Jesus hier und jetzt Jesus in sein Leben einladen will, kann er das tun. Ich spreche ein einfaches Gebet vor, bete es einfach leise oder in deinen Gedanken mit.

 

Vater im Himmel, ich will an dich glauben. Ich weiß, dass ich bisher nicht so gelebt habe, wie du es für richtig hältst. Dadurch habe ich Schuld auf mich geladen und das tut mir aufrichtig leid. Bitte vergib mir und hilf mir, dass ich nicht in mein sündiges Leben zurückfalle. Ich glaube, dass dein Sohn Jesus Christus für meine Schuld gestorben und von den Toten auferstanden ist. Er lebt und hört mein Gebet. Ich lade Jesus Christus ein, Herr meines Lebens zu werden und von nun an in meinem Herzen zu herrschen und zu regieren. Bitte sende deinen Heiligen Geist, damit er mir hilft, dir zu gehorchen und in Zukunft deinen Willen zu tun. Ich bete in Jesu Namen. Amen.

 

Der Herr segne und behüte euch.

 

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.

 

Der Herr erhebe sein Angesicht über euch und gebe euch Frieden.

 

Amen.

  • Nur wer selbst Frieden stiftet, wird die Gerechtigkeit ernten, die dort aufgeht, wo Frieden herrscht.

     

     

    Jakobus 3,18